····· Nach 16 Jahren Pause ein neues Molly Hatchet-Album aus den Abbey Road Studios ····· Autobiographisches vom Macbeth-Gitarristen ····· Fastball pflegen die Wurzeln der als Status Quo-Tribute-Band gestarteten Piledriver ····· Debüt mit Delay - Viper Queen kommen mit ihrem ersten Longplayer  ····· Die Beatles durch das Objektiv von George Harrisons Kamera ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Bill Baker

Such etc. & What


Info

Musikrichtung: Singer/Songwriter/Americana

VÖ: 28.08.2026

(Eigenproduktion)

Gesamtspielzeit: 32:53

Internet:

https://www.billbakerband.com/
https://www.hemifran.com/news/

Sänger und Gitarrist Bill Baker hat sich einen Namen gemacht in der Musikszene in Washington DC. Er ist auch bekannt geworden durch Auftritte bei Ereignissen wie das Kerrville Folk Festival, Merle Fest, Kennedy Center, Strathmore Arts Center, and Barns at Wolf Trap, und diversen Auftritten in Europa. Grundsätzlich verschmilzt seine Musik Folk, Blues, Country, und daraus entstand eine besondere Art innerhalb des Oberbegriffes Americana.

Nun hat er sein aktuelles Album vorgelegt, Such etc. & What. Ein Blick auf das Line-up läßt mich aufhorchen in Anspielung auf das, was mich von den acht Songs erwarten könnte. Einen Hauch Country erahne ich, aber auch Folk afrikanischer Ausprägung vielleicht.

Und das Album startet mit „Ask The Blindman“ und ich fühle mich ein wenig in diese typische Stimmung hineinversetzt, wie sie von der Musik J.J.Cales bekannt ist, also ganz leicht, locker und lasziv, ja, hier scheint es darum zu gehen, entspannende Musik zu bieten, denn es setzt sich fort mit „Dig A Hole“, mit gefühlvollem Gesang des Protagonisten, hier spüre ich gar einen leichten Hauch von Blues im Ausdruck der Stimme. Sehr pointiert setzt er auch seine Slide Guitar ein, ja, das passt einfach gut zusammen, und Scott Giambusso spendiert auch noch ein kurzes Solo-Intermezzo mit dem Bass, auch hier spürt man, dass er ein einfühlsamer Musiker ist.

Going To Louisiana, der Sound des Akkordeons nimmt uns dahin mit, und diese spezielle Feeling der Südstaaten wird auch durch den Rhythmus untermauert, dieser Cajun-Stimmung kommt gut rüber. Und so kann letztlich jeder Song mit seiner jeweiligen Individualität glänzen, und dadurch, dass die Musiker diese absolut harmonische Dichte ausstrahlen, die sich so anhört, wie eine ungezwungene Session unter guten Freunden. Und genau das hat man vermocht, auf mich als Hörer zu vermitteln, hier kommt wirklich gute Laune auf, und gerade auch dann, wenn ein Song wie „Uncloudy Day“ auftaucht, ja, der vertreibt mögliche vorhandenen Wolken und läßt die Sonne ins Herz!

Ach ja, und so möchte ich noch auf den Song "If It Wasn't For Love" hinweisen, bestimmt hier doch eine Kora diesen individuellen Sound entscheidend mit, sehr gut ist das integriert worden! Und mit dem fröhlichen “Grace Of God“ werde ich mit dem gleichen positiven Ausdruck verabschiedet, und die Fiddle bringt dann noch einen feinen Farbkleckser ins Spiel.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Ask The Blindman
2 Dig A Hole
3 Going To Louisiana
4 If It Wasn't For Love
5 Uncloudy Day
6 Running Dry
7 That's How They Get You
8 Grace Of God

Besetzung

Bill Baker (vocals, electric and slide guitar)
Derek Brock (vocals, acoustic guitar)
Bob Lucas (banjo)
Tom Mendte (mandolin)
Scott Giambusso (bass)
Steve Bloom (percussion)
Gantt Kushner (electric guitar)
Kinobe (kora)
Tad Marks (violin)
Brian Simms (accordion)
Zurück zum Review-Archiv
 


So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger