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J.S.Bach Suite III, A Living Organism
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Info
Musikrichtung:
Jazz/Klassik-Fusion
VÖ: 03.07.2026 (Eigenproduktion) Gesamtspielzeit: 41:40 Internet: https://arbenz.biz/ https://jazzfuel.com/ |

Michael Arbenz ist hier nicht der Alleinverantwortliche, verrät das Cover doch noch: „featuring Atom String Quartet & Florian Arbenz. Um den Komponisten Bach scheint es hier offensichtlich zu gehen, ihn neben anderen Klassikern konnte man in Bearbeitungen einzelner Stücke auf Classicism, A Point Of View (2024) erleben, und ein Jahr später war er erneut Gegenstand einer Veröffentlichung.
Der Schweizer Pianist Michael Arbenz hat sich des Komponisten nun erneut angenommen mit diesem Projekt, das sich mit der Betrachtung von Bach's „Orchestersuite Nr. 3 in D Dur“ beschäftigt. So versuchen er und seine Mitstreiter diese Suite unter dem Gesichtspunkt von Jazz zu betrachten, und hiermit improvisatorische Elemente einzubeziehen. Geholfen haben Bruder Florian Arbenz und das Atom String Quartet aus Polen.
Hierbei wird nicht unbedingt etwas geschaffen, was sich eng an der Originalkomposition festfährt oder vielleicht eine „Umwandlung“ in Jazz- oder Pop-Gefilde vornimmt, sondern bereits rasch gewinnt man den Eindruck, als würden Klassik und Jazz perfekt miteinander verbunden, dabei bleiben sowohl Anteile der Orchestersuite als auch die improvisierten Ausführungen, und daraus haben die Musiker etwas geschaffen, dass Bach und Jazz miteinander auf recht interessante Art und Weise miteinander verbindet, ohne dass beide Genres auf etwas „verzichten“ müssten.
Die Kompositionen wurden alle von Arbenz geschaffen, man hört Herrn Bach zwar immer wieder heraus und meint auch, stets Vertrautes zu entdecken, doch wurden diese Anteile integriert und eine eigene Klangsprache vorgestellt. Und weder Klassik noch Jazz werden vorhersehbar einbezogen in diese Neuschaffungen, ganz wunderbar empfinde ich es zum Beispiel, wenn beim letzten Song, „Final Spin (Gigue)“ die Violine, von der man ja eigentlich einen klassischen Ausdruck erwartet, plötzlich abhebt in jazzige Improvisation, und ich muss hier besonders an den polnischen Kollegen Michał Urbaniak denken. Nachfolgend erscheint es schon fast skurril, wenn sich solistisch ein Synthie einbringt, ein Hauch von Jazz-Rock-Fusion der Siebziger, von dem der ganze Song ausgefüllt ist.
Ja, der Titel A Living Organism ist nicht umsonst so gewählt, weil sich in der Tat sehr viel Lebendigkeit und Frische ausbreiten kann. Und so werden die jeweiligen Instrumente zur vielseitigen Gestaltung ausgereizt, so auch Bruder Florian Arbenz mit seinem Schlagzeug, der stets sehr innovativ agiert und eine wesentlich mitbestimmende Rolle übernommen hat. Dann wieder meint man, irgendwie auch inmitten der „Brandenburgischen Konzerte“ zu stecken hinsichtlich der Stimmung.
Nun, Arbenz hat sich letztlich auch der klassischen Orchester-Suite entsprechend mit fünf Sätzen bedient,„Ouvertüre“, „Air“, "Gavotte“, „Bourrée“ und „Gigue“. Das sicher am bekanntesten „Air“ wurde von ihm als vierter Teil inszeniert, ansonsten wurden alle verschiedenen Ausdrucksformen der Suite verwendet, die jeweils majestätische, lebhafte oder schwungvolle Gestaltung. Herrlich, wie mittels des romantischen Violinenspiels das Thema von „Air“ integriert wurde.

Trackliste
2 Upbeat Bounce (Gavotte) (9:19)
3 Inner Engine (Bourrée) (9:41)
4 Respire (Air) (6:03)
5 Final Spin (Gigue) (9:20)
Besetzung
Florian Arbenz (drums)
Atom String Quartet:
Dawid Lubowicz (violin)
Mateusz Smoczynski (violin)
Michal Zaborski (viola)
Krysztof Lenczowski (cello)
So bewerten wir:
| 00 bis 05 | Nicht empfehlenswert |
| 06 bis 10 | Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert |
| 11 bis 15 | (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert |
| 16 bis 18 | Sehr empfehlenswert |
| 19 bis 20 | Überflieger |

