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Reviews

Annihilator

Carnival diablos (Review-Serie, Folge 6)


Info

Musikrichtung: Thrash Metal

VÖ: 17.04.2026 (2001)

(Ear / Edel)

Gesamtspielzeit: 69:56

Internet:

http://www.annihilatormetal.com

Annihilator-Review-Serie, Folge 6: Carnival diablos

Dass die Wiederveröffentlichungspolitik der Annihilator-Alben etwas unklar ist, hatten wir in der letzten Folge unserer Review-Reihe bereits dargestellt. Das soll uns nicht stören, denn mit dem zweiten in diesem Schub wiederveröffentlichten Album kommt eine echte Perle neu an den Start.

Ob, wie und wann es mit Annihilator-Re-Releases weiter geht, ist völlig offen.



Annihilator sind im Prinzip Jeff Waters. Von daher sind massive Line up Wechsel, sowie Alben, die der Meister-Gitarrist fast im Alleingang einspielt, eher die Regal als die Ausnahme. Dass Carnival diablos in fast der gleichen Besetzung wie der Vorgänger Criteria for a black Widow eingespielt wurde, ist daher bemerkenswert. Offenbar fühlte sich Waters in dieser Besetzung so richtig wohl. Lediglich Sänger Randy Rampage musste das Mikrofon an Joe Comeau weiter reichen. Und der bewies gleich im Opener mit seinem packenden giftigen Gesang, dass er sein Geld wert ist.

Stücke wie „The Rush“, „Hunter Killer“ und „The perfect Virus“ stellen die klassischen Annihilator Trade Marks – packende Refrains, treibender Thrash Metal und irrwitzig herunter geschrubbte Gitarren-Skalen – in besonderer Weise in den Focus. Was nicht heißt, dass sie in den anderen Songs fehlen.

Aber Carnival diablos sorgt für reichlich Abwechslung. So nah wie mit „Shallow Grave“ hat sich der Kanadier wohl noch nie an AC/DC herangepirscht. Der ruhige, teilweise ins Balladenhafte gehenden Titelsong ist zwar kein Highlight, bringt aber eine neue Farbe auf die Palette.

„Time Bomb“ kommt mit viel Power, aber eher schleppend. Langsames Headbanging und Fisting wird fast zum Zwang. Muss live genial abgegangen sein. Und dann gibt es da auch noch das ruhige Instrumental „Liquid Oval“.

Die aktuelle Wiederveröffentlichung kommt mit einem 16-seitigen Booklet mit den Lyrics, ganzseitigen Fotos der Bandmitglieder und ausführlichen Liner Notes. Als Boni gibt es zwei Live-Titel.

Die Reihenfolge der Titel wurde gegenüber der Originalversion völlig durcheinandergewürfelt. Die Laufzeit der einzelnen Songs ist aber praktisch gleich geblieben. Einzige Ausnahme: „Hunter Killer“ wurde von neun auf sechs Minuten verkürzt. Das hat aber einen klaren Grund. Im Original war „Hunter Killer“ der letzte Song, an den der „Chicken Bonus“ angehängt war, der ist nun zum dem aktuell letzten (Live)-Titel gewandert.



Norbert von Fransecky

Trackliste

1Denied 5:24
2Battered 5:19
3Hunter Killer 6:01
4Time Bomb 4:46
5Carnival diablos 5:05
6The perfect Virus 4:43
7The Rush 4:50
8Insomniac 6:09
9Epic of War 5:34
10Liquid Oval 3:51
11Shallow Grave 4:21
12Refresh the Demon (Live in Romania) 5:29
13Shallow Grave (Live) 5:00
14* Pause * 0:14
15Chicken-Bonus 3:00

Besetzung

Ray Hartmann (Dr)
Joe Comeau (Voc)
Dave Scott Davis (Git)
Russell Bergquist (B)
Jeff Waters (Git, Voc)
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So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger