Reviews
The Underworld
![]() |
Info
Musikrichtung:
Thrash / Hardcore
VÖ: 27.03.2026 (1991) (Steamhammer / Open) Gesamtspielzeit: 50:40 Internet: http://www.facebook.com/Evildead.Official |

Die beiden Studioalben, die Evildead in ihrem ersten Leben veröffentlicht haben, wurden nun nach der erfolgreichen Reunion neu veröffentlicht. Nach dem Debüt Annihilation of Civilization, das wir im vergangenen Monat besprochen haben, kommt nun die Review zu The Underworld. Ob Steamhammer, bei denen sämtliche bisherigen Veröffentlichungen von Evildead (mit Ausnahme des 1987er Demos The Awakening) erschienen sind, auch eine Wiederveröffentlichung des 92er Live-Albums From the Depths of the Underworld planen, ist nicht bekannt.
Die Besetzung wurde für The Underworld reichlich umgekrempelt. Lediglich Juan Garcia und Phil Flores sind weiter an Bord. Mel Sanchez (B), Bob Alaniz (Dr) und Albert Gonzales (Git) mussten(?) gehen und wurden durch Karlos Medina, Doug Clawson und Dan Flores ersetzt. Geschadet hat das der Band nicht.
Dass The Underworld etwas besser über die Rampe kommt als das Debüt, liegt an zwei Entwicklungen. Das Prinzip „Aggressivität um der Aggressivität Willen” wurde zurückgefahren. Vor allem aber hat sich Sänger(!) Phil Flores weitgehend von dem bisherigen Geschreie verabschiedet, wodurch der Sound der Band deutlich an Kraft gewinnt.
Ein Blick auf die Texte lohnt sich. Die allgemeine Zivilisationskritik wird deutlich konkreter. „Welcome to Kuwait“ prangert deutlich an, dass diese „Rettung der Demokratie“ vor allem der Wirtschaft und der Rüstungsindustrie der USA zu Gute kommt, denen in „Global Warning“ völlige Blindheit für die Folgen der Umweltverschmutzung vorgeworfen wird.
Auf The Underworld gönnen sich Evildead mit dem Titelsong auch schleppende Momente. Besonders typisch für die Band ist aber die schnelle Atomkriegs-Dystopie „Process Elimination“ mit ihrem packenden Gesang. Das Scorpions-Cover „He’s a Woman / She’s a Man“ beweist Geschmack, macht aber auch die musikalischen Grenzen der Band deutlich.
Das mit einem akustischen Intro beginnende „Reap what you sow“ entwickelt sich mit seinen fast progressiven Momenten zu einem starken Finale des ursprünglichen Albums.

Trackliste
| 1 | Intro (Comshell 5) | 1:34 |
| 2 | Global Warming | 3:14 |
| 3 | Branded | 4:45 |
| 4 | Welcome to Kuwait | 3:46 |
| 5 | Critic / Cynic | 4:04 |
| 6 | The Hood | 3:50 |
| 7 | The Underworld | 4:37 |
| 8 | He’s a Woman / She’s a Man | 3:22 |
| 9 | Process Elimination | 3:52 |
| 10 | Labyrinth of Mind | 4:18 |
| 11 | Reap what you sow | 5:07 |
| 12 | Darkness (Live ’92) | 4:40 |
| 13 | The Hood (Live ’92) | 3:30 |
Besetzung
Phil Flores (Voc)
Dan Flores (Git, Talk Box <10>)
Karlos Medina (B)
Doug Clawson (Dr)
Gäste:
Joe Montelongo (Dr <12,13>)
Gene Hoglan (Fade out Git Solo <4>)
David Wayne (Chor <8>)
So bewerten wir:
| 00 bis 05 | Nicht empfehlenswert |
| 06 bis 10 | Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert |
| 11 bis 15 | (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert |
| 16 bis 18 | Sehr empfehlenswert |
| 19 bis 20 | Überflieger |

