Reviews
Royal
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Info
Musikrichtung:
Memphis Soul
VÖ: 26.06.2026 (Yep Roc Records) Gesamtspielzeit: 29:34 Internet: https://www.facebook.com/jesperlindellmusic/?locale=de_DE https://www.hemifran.com/news/ https://www.yeproc.com/ |

Nach seinem tollen Album 3614 Jackson Highway, das in den Muscle Shoals Sound Studios in Sheffield, Alabama aufgenommen wurde, gibt es nun vom schwedischen Musiker Jesper Lindell den Nachfolger Royal, eingespielt in den Royal Studios in Memphis, Tennessee!
Auf das Cover bezogen, sass die Band in Alabama noch auf dem Dach, hat sie sich in Tennessee nun vor dem Studio versammelt. Für die Aufnahmen haben sich die gleichen Musiker im Studio eingefunden, mit Lina Beach (guitar - #6) und Frazey Ford (lead vocals - #8) haben sich zwei Gäste dazugesellt. Memphis Sound, das Label Hi Records und der Musiker Al Green sowie die Sängerin Ann Peebles, das bringt man grob mit dem Studio in Memphis in Verbindung. Auch hier wieder haben es Lindell und seine Musiker*innen verstanden, den Sound vergangener Tage sehr gut nachzuempfinden, einige Klassiker des Genres können wir auch auf Royal hören, die wohl bekanntesten Songs dürften „I Can't Stand The Rain“ und „The Letter“ sein.
Und erneut ist es gelungen, diesen Sound wiederaufleben zu lassen, viel Authentizität zu wahren und gleichzeitig alle Songs mit einer individuellen Note auszustatten. Das angenehm „altmodische“ Feeling kann auch hier wieder punkten, dazu dieser raue und soulige Gesang von Jesper Lindell. Auch die Bläserarrangements sind wirklich gut und sehr treffend eingesetzt worden, dieses Spiel, mit dem das Baritonsaxofon mit diesem speziellen Sound in die Arrangements eingeflochten wurde, halt wie es einst geschah, das ist sehr erfrischend, und dieser Groove ist sehr funky und elastisch, hier passt einfach Alles perfekt zusammen.
Perfekt, ja, aber ohne gleichzeitig seelenlos perfekt zu sein, denn dieses gewisse prickelnde Feeling ist immer präsent. Hatte ich oben Ann Peebles genannt, so tritt sie mir soeben entgegen, wenn „I Can't Stand The Rain“ erklingt. Ein Song, der oft gecovert wurde, manchmal schlechter, manchmal besser, diese Version kann ich guten Gewissens in die Sparte „besser“ einsortieren, dieser schleppende Groove ist authentisch ansprechend.
“When Something Is Wrong with My Baby”, von Isaac Hayes und David Porter, 1967 von Sam & Dave erstmalig veröffentlicht, ist eine wunderschöne Ballade mit einer sehr hohen emotionalen Ausstrahlung, ein melancholischer Song mit Gänsehaut-Feeling, inklusive des auf den Punkt gespielten Gitarrensolos von Jesper! Auch “No Easy Way Down” ist entsprechend mit einem hohen Grad von Emotionalität ausgestattet! Diese Ballade von Goffin-King bekommt eine besondere Note durch das Spiel des Bassisten Anton Lindell mit der elektrischen Sitar, das ganz zart in das Arrangement integriert wurde.
Eine gute Idee war das im Jahre 2024, als sich Lindell und die Band jeweils zwei Tage in den genannten Studios einfanden, und tatsächlich in nur vier Tagen dieses und das Vorgängeralbum einspielten. Die Songs auf Royal können mich hierbei mit ihrer Ausstrahlung noch ein wenig mehr mitziehen, weil sie mich emotional noch ein wenig mehr berühren. Einen “Nachteil” hat jedoch auch diese Produktion, mit noch nicht einmal dreissig Minuten ist sie doch ein wenig kurz geraten. Doch die Musik entschädigt dafür, also am Besten noch einmal auf Start!

Trackliste
2 King of the Cowboys
3 Sweeter Tomorrow
4 I Can't Stand the Rain
5 When Something Is Wrong with My Baby
6 The Letter
7 No Easy Way Down
8 Tryin' to Live My Life Without You
9 Whicha Way Did It Go
Besetzung
Jimmy Reimers (electric guitar, acoustic guitar)
Simon Wilhelmsson (drums)
Anton Lindell (bass, electric sitar - #7)
Carl Michael Junior Lindvall (Grand piano, background vocals, lap steel, piano, mandolin, Rhodes)
Rasmus Fors (organ, electric guitar)
Kirk Smothers (baritone saxophone)
Lannie McMillan (tenor saxophone)
Marc Franklin (trumpet)
Kameron Whalum (trombone)
Magnus Olsson (percussion)
Caspar Camitz (background vocals)
Michaela Holmberg (background vocals)
Christer Falk (tenor & baritone saxophone)
Toste Solum (trumpet)
Markus Ahlberg (trombone)
Kajsa Hansson (background vocals)
Elin Larsson (background vocals)
Lina Beach (electric guitar - #6)
Frazey Ford (lead vocals - #8)
So bewerten wir:
| 00 bis 05 | Nicht empfehlenswert |
| 06 bis 10 | Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert |
| 11 bis 15 | (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert |
| 16 bis 18 | Sehr empfehlenswert |
| 19 bis 20 | Überflieger |

