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Reviews

Exilia

Anti Gravity


Info

Musikrichtung: Alternative Metal, Nu Metal

VÖ: 15.05.2026

(Lucky Bob Records)

Gesamtspielzeit: 35:03

Internet:

https://exiliamusic.com/
https://www.luckybob.de/
https://www.brooke-lynn-promotion.de/

Die italienische Band Exilia war schon einmal Gegenstand einer Rezension, als sich Rainer im Jahre 2015 der Veröffentlichung Purity annahm. NuMetal und Crossover, das in etwa ist der „Spielplatz“ dieser Band, wie verlautbart wird. Seit 1993 existiert die Band um die Frontfrau Masha Mysmane, sie ist im Übrigen die heute einzig Verbliebene der Originalbesetzung. Das aktuelle Album Anti Gravity ist die mittlerweile achte Veröffentlichung. Im Pressetext wird darauf verwiesen, dass die Band „für fesselnde alternative Metal-Hymnen mit Tiefgang steht, die sich durch harte Riffs, schnelle Beats, Reibeisen-Vocals und Spoken Words in die Gehörgänge fräsen“. Beim neuen Album habe sich jedoch insofern eine Veränderung ergeben, dass die „Hauptsongschreiberin Masha dieses Mal mehr Gewicht auf Melodien und Synthesizer-Elemente gelegt habe“.

Selber führt Masha aus, dass die Songs für sie im Mittelpunkt stünden, mit Melodien, die Bedeutung, Emotionen und Botschaft transportieren sollen. Inwieweit diese Absichten umgesetzt wurden, mag Jede/r für sich selbst entscheiden durch Zuhilfenahme des beigefügten Booklets mit den abgedruckten Texten. Songs über „Beziehungskisten“ wie etwa in „Worst In Me“ entdecke ich, um Unterstützung bei Problemen („I will be by your side“) entdecke ich mit „Did You Forget“, gleichzeitig verbunden mit dem Aufruf, doch einfach einmal nicht zu vergessen, zu träumen. Führenden („Forget about what the leaders said“) soll man sich entgegenstemmen und für etwas zu kämpfen, so interpretiere ich das einmal.

Und wie ist das aktuell musikalisch verpackt? Klar, in erster Linie Metal, doch irgendwie „zahm“ im Verhältnis zu vergleichbaren Bands des Genres Nu Metal. Zwar gibt es noch meistens die volle Breitseite mit Gitarrenwänden, doch haben sich für diese Musik eher ungewöhnliche Synthie-Elemente eingeschlichen. Das mag echten Metallern vielleicht gar nicht so gefallen, bekommen so manche Songs doch sogar einen dezent poppigen Anstrich. Mainstreamig und geglättet wirkt es daher mitunter, jedoch sicher nicht zu Lasten der Güte der grundlegenden musikalischen Ausführung.

Neben bekannten wuchtigen Riffs stehen also vermehrt sehr viele melodische Elemente, die sich jedoch in gewisser Weise „elegant“ vermengen. Wie das bei Fans ankommen mag, könnte Folgen haben, andererseits vielleicht aber auch andere Fans, die sich aufgrund der Härte bisheriger Produktionen nicht so angesprochen fühlten, nun anlocken.

Selbst gefallen mir dann solche direkt gespielten und gitarrenlastigen Songs wie „Save Me From Myself“ ein wenig besser, weil hier die Synthies etwas zurückgenommen wurden bei der Ausgestaltung und Gitarrist Affabile hier auch mal gut loslegt. Wer nun die Keyboard-Einsätze beigetragen, ist mir nicht bekannt, ergibt sich aus den Angaben zum Line-up nicht. Wie auch immer, der Gesamteindruck, den die Musik dieser elf Songs vermittelt, ist jedoch ein recht harmonischer, ohne dass man gleich die Metal-Basis vergessen und verraten hätte. Alle Bandmitglieder harmonieren im Verbund der Stimme der Frontfrau und ihrer Begleiter als gute Einheit, sicher ist das Ergebnis nicht hinsichtlich aller Einzelelemente nicht als Spitzenleistung anzusehen, doch solide ist es allemal, ein wenig Ecken und Kanten, auch im Gesang, fehlen mir dann doch.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 From The Shadows
2 Worst In Me
3 Did You Forget?
4 Save Me From Myself
5 One And Forever
6 Defying Gravity
7 Beautiful Lie
8 Lightstorm
9 You Never Knew
10 Apathy
11 Goodbye My Love

Besetzung

Masha Mysmane Bonetti (vocals)
Emanuele ‘Wolfe’ Affabile (guitar)
Luca ‘Tambu’ Frangione (bass)
Mark Campailla (drums
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So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger