Reviews
Evolution
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Info
Musikrichtung:
Heavy Metal
VÖ: 24.04.2026 (Exciter / Cargo) Gesamtspielzeit: 54:11 |

Judas Priest (Richie Faulkner, Gitarre), Rainbow und MSG (Ronnie Romero, Gesang), Uriah Heep (Dave Rimmer, Bass) und Accept (Christopher Williams, Schlagzeug) – bei den Elegant Weapons ballt sich massive Kompetenz von klassischem Heavy Metal bis klassischem Hard Rock.
Bekanntlich ist solche Kompetenz-Ballung keine Garantie für Qualität. Gelegentlich gehen solche Ballung durch ihr Eigengewicht unter. Davon kann in diesem Fall keine Rede sein – übrigens auch von Evolution nicht, solange man darunter eine Weiter- und Höher-Entwicklung meint. Hier wird geliefert, was Tradition hat – allerdings weit über das Spektrum der Arbeitgeber der vier Musiker hinaus
Das erste Tripple hält sich allerdings weitgehend an den gesetzten Rahmen. Das Album startet mit einer überzeugenden klassischen Metal Nummer, für die sich weder Priest noch Accept schämen müssten. Danach wird kräftig weiter gerockt. Etwas schleppender und leicht düster, wird an die Blues-Wurzeln des Hard Rock erinnert. Im Kontext dieses Album wirkt der solide Hard Rock „Bridges burn“ fast wie ein Filler.
Auch die im Hard Rock obligatorische Ballade „Come back to me“ (Kein! Heep-Cover) das sehr interessante „The Devil calls“ und das hart rockende Instrumental „Rupture“ pflegen die genannten Traditionen auf hohem Niveau. Etwas epischer angelegt ist die ruhige Schlussnummer „Keeper of the Keys“, die an – Nein! Nicht Helloween – an Axel Rudi Pell erinnert.
Und dann kommen noch die Scheuklappenöffner. Düster drückend und mit Doom-Einschlag begibt sich das Quartett in die Reviere von Trouble und den Galactic Cowboys. Zurück in die 70er Tradition geht es mit „Thrown to the Wolves“ und „Mercy of the Fallen“, bei denen Jimi Hendryx Pate gestanden hat. Bei „Thrown to the Wolves“ dürfte zusätzlich Stevie Ray Vaughn am Taufbecken gestanden haben. In beiden Fällen ist aber noch eine reichliche Schippe Härte drauf gelegt worden.
Die finden wir auch bei den wohl vielfältigsten Stück des Albums. „Shooting Shadows“ beginnt mit einem langen Instrumental-Part, der wie ein Zwischenspiel wirkt. Dann shreddert es aber los. Die Gitarre spricht mit Annihilator-Akzent. Der Gesang dagegen kommt eher aus dem AOR-Lager. Pass aber alles super zusammenn.
Man kann nur hoffen, dass den Elegant Weapons ein langes Leben neben den Hauptbands ihrer Waffenträger beschieden sein wird.

Trackliste
| 1 | Evil Eyes | 3:32 |
| 2 | Generation Me | 3:57 |
| 3 | Bridges burn | 5:23 |
| 4 | Holy Roller | 4:45 |
| 5 | Come back to me | 6:17 |
| 6 | The Devil calls | 5:34 |
| 7 | Thrown to the Wolves | 5:00 |
| 8 | Shooting Shadows | 4:25 |
| 9 | Rupture | 3:53 |
| 10 | Mercy of the Fallen | 4:23 |
| 11 | Keeper of the Keys | 7:02 |
Besetzung
Ronnie Romero (Voc)
Dave Rimmer (B)
Christopher Williams (Dr)
So bewerten wir:
| 00 bis 05 | Nicht empfehlenswert |
| 06 bis 10 | Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert |
| 11 bis 15 | (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert |
| 16 bis 18 | Sehr empfehlenswert |
| 19 bis 20 | Überflieger |

