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Reviews

Torian

The Lost Legion Rising


Info

Musikrichtung: Power Metal

VÖ: 08.05.2026

(Massacre / Edel)

Gesamtspielzeit: 60:05

Internet:

http://www.torianlegion.com

„Das ist eine absolut geniale Scheibe, die ich mir mindestens ein Mal am Tag reinziehe.“ So äußerte sich Anthrax-Drummer Charlie Benante 1986 über das damals aktuelle Metallica-Album Master Of Puppets. Genauso geht es mir mit dem neuen Album von Torian, von dem ich ebenfalls nicht genug kriege! Unfassbare acht Jahre nach dem letzten Lebenszeichen God Of Storms ist das absolut keine Selbstverständlichkeit! Wartezeiten in solchen Dimensionen kennt man sonst nur von Gruppen wie Boston!

Obwohl Torian bereits 2002 in Paderborn gegründet wurden, hält sich der Bekanntheitsgrad der hochbegabten Power Metal-Truppe nach wie vor in gemessen an ihrer Klasse viel zu engen Grenzen. Da wirken besagte acht Jahre sogar noch gigantischer!
Das wird nun aber durch das Endresultat relativiert, denn The Lost Legion Rising ist ebenfalls gigantisch! Ich bin der Meinung, man muss diese grandiose Scheibe als Gesamtkunstwerk sehen! Daher möchte ich aus den (auf CD) elf Songs, die sich auf 60 in Windeseile vorbeifliegende Minuten verteilen, keine einzelnen Titel hervorheben.
Enthielt der Vorgänger God Of Storms bereits kaum einen schwachen Ton, klingen die neuen, sorgfältig durchkomponierten und mit jeder Menge Leidenschaft und Feuer eingespielten Stücke sogar noch ausgereifter, aber nicht zu kalkuliert. Auch vereinzelte folk-mäßige Melodien sowie ein Schuss Epik sind neu im Sound des Quintetts aus Ostwestfalen.
Geblieben sind die seit jeher soundprägenden Chöre. Sie bleiben auch weiterhin sehr präsent, wurden jedoch besser in das (auch ansonsten viel stimmigere) Gesamtbild integriert und wirken deshalb nicht mehr ganz so dominant. 2026 sind sie so clever gemacht und so ausgefeilt, dass sie den Rest des jeweiligen Songs nicht erdrücken. Der kann sich dadurch besser entfalten, die übrigen Parts haben mehr Luft zum Atmen.

Die Gruppe spielt mittlerweile seit mehr als 20 Jahren in dieser Besetzung zusammen, was das irre hohe musikalische Level erklärt und den Grundstein für das hier Gebotene legt! Das blinde Verständnis der Musiker macht es möglich, dass die Songs vor Details in allen Farben und Formen strotzen und dennoch der natürliche Fluss der Musik nicht unterbrochen wird.

Als Krönung zählt jeder der fünf Musiker nicht nur national zur absoluten Spitzenklasse auf seinem Gebiet, allen voran Sänger Marc Hohlweck und Wahnsinnsdrummer Gonzo!
Wenn man denn unbedingt etwas bekritteln möchte, dann dass Leadgitarrist Alexander Thielmann in dem Trommelfeuerwerk seines Kollegen ein bisschen untergeht. Das ist insofern verwunderlich, als Alex diese Platte selbst produziert und gemixt hat!

Abgesehen von diesem kleinen Makel ist The Lost Legion Rising das Beste, was ich von einer deutschen Band seit Age Of The Machine von Vision Denied gehört habe. Und das war eine Eigenproduktion auf Major-Niveau aus dem Jahr 2023! Habe ich dank Torian gerade ausgiebig wiederentdeckt!



Michael Schübeler

Trackliste

1Soul Vampires5:58
2Silver Demons4:27
3Flame Of Resistance4:51
4Warpriest4:50
5Iron Hammer4:30
6Sons Of The Damned6:13
7Lost Legion5:31
8Sent To Hell3:48
9Stand As One7:10
10Katharsis8:05
11Devilon (Bonustrack)4:42

Besetzung

Marc Hohlweck (Vocals)
Alexander Thielmann (Lead Guitar)
Carl Delius (Guitar)
Bengt Kunze (Bass)
Manuel “Gonzo” Gonstalla (Drums)
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So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger