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It's All About Love
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Info
Musikrichtung:
Jazz-Pop-Fusion
VÖ: 14.02.2026 (Eigenlabel) Gesamtspielzeit: 59:39 Internet: https://jazzfuel.com/ https://www.wildblueherons.com/ |

Die kanadische Band Wild Blue Herons, dahinter steckt ein Ehepaar, die Sängerin Darlene Cooper und der Keyboarder Bill Sample. Ihre Musik passt grundsätzlich in den großen Topf namens Fusion. Die Besetzung lässt eigentlich auf Jazz schließen, doch nach den ersten Klängen des gemeinsamen Albums It's All About Love vernehme ich eindeutig Jazz-Rock, Fusion der gemäßigten Art, ursprünglich in dieser Form größtenteils in den Siebzigern und den Achtzigern entstanden. Beispiele gibt es gar viele zu nennen, seien es The Crusaders, Grover Washington Jr., David Sanborn, Bob James und weitere, nimmt man noch diese vorhandenen Elemente des Pop hinzu, kann man der Auflistung gern noch Steely Dan zufügen, oder einige verwendete soulige Elemente erinnern mich an Musik von Stevie Wonder.
Und so fusioniert man recht locker und ungezwungen wirkend Elemente von Jazz, Funk, Pop und Gospel, mit der gelegentlichen Hinwendung zum Smooth Jazz. Somit ist die Musik sehr gefällig und schließlich ohne Ecken und Kanten, halt gute Unterhaltungsmusik. Nach dem instrumentalen Auftakt übernimmt Darlene Cooper bei „Live In The Moment“ erstmalig das Mikrofon. Dreizehn Songs finden wir auf dem Album, bis auf „You Are My Sunshine“ (von Jimmie Davis) allesamt Kompositionen des Ehepaares, jeweils allein oder gemeinsam komponiert.
Rasch bemerke ich, dass die Rhythm Section mit Miles Foxx Hill am Bass und Randall Stoll am Schlagzeug einen coolen und federnden Groove erzeugt, der der Musik einen sehr elastischen Charakter verleiht. Wie bemerkt, wird man auf keine Überraschungen treffen, die ab und zu einen Ausbruch aus dem routinierten Ablauf darstellen, hier und da ein kurzes feines Gitarrensolo von Tim Porter. Somit offenbart sich halt eine Art nostalgischer Gestaltung mit Hinblick auf die Zeit, als sich diese Art Musik stark etablierte.
Angenehme Melodien, ein straffer Ablauf mit perfekten Arrangements, Sample's Orgel bringt ebenfalls einige gute spannende Momente ein, und wenn Posaunist Jim Hopson oder Saxofonist Steve Hiliam zum Solo ansetzen, dann spürt man eine warme Jazz-Atmosphäre, die auch mal kurz etwas „kribbeln“ kann. Darlene Cooper's Stimme flicht sich in die Stimmung der Musik auch gut ein, sie hält sich aber auch stark an die Arrangements und bleibt eng damit verbunden, und ich habe das Gefühl, sie sollte gern noch einmal etwas ausbrechen, um mehr gestaltend zu wirken. Am besten gefällt sie mir bei Balladen wie „Someday“, weil sich die Stimme sehr gut in die romantisch wirkende Stimmung einbringt.
Als Fazit kann ich zusammenfassend ausführen, dass qualitativ hochwertige Musik geboten wird, die einen hohen Unterhaltungswert aufweist und sehr entspannend ist, sicher nicht sensationell, aber einwandfrei und professionell, aber noch nicht Gefahr laufend, in die Nähe ähnlicher Produktionen zu geraten, die einen recht steril wirkenden Charakter aufweisen. Nein, hier stehen Feeling, Groove und Intimität im Ausdruck doch im Vordergrund.

Trackliste
2 Live in the Moment (5:24)
3 Under My Skin (4:41)
4 Whatcha Gonna Do With Your Life (4:35)
5 It’s All About Love (4:31)
6 Easy As Pie (3:20)
7 Someday (5:16)
8 Won’t Let You Steal (3:52)
9 Bebop (3:42)
10 Don’t Want This Heart (4:36)
11 You Are My Sunshine (4:22)
12 There Will Be Joy (6:33)
13 Honey B (2:52)
Besetzung
Bill Sample (piano, Hammond, Rhodes, backing vocals)
Tim Porter (guitar)
Miles Foxx Hill (bass)
Randall Stoll (drums)
Steve Hiliam (tenor sax)
Jim Hopson (trombone)
Tom Keenlyside (flute - #6)
Dawn Pemberton (guest lead vocal - #4, backing vocals)
Jane Mortifee (backing vocals)
So bewerten wir:
| 00 bis 05 | Nicht empfehlenswert |
| 06 bis 10 | Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert |
| 11 bis 15 | (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert |
| 16 bis 18 | Sehr empfehlenswert |
| 19 bis 20 | Überflieger |

