Reviews
Too Many Miles
![]() |
Info
Musikrichtung:
Americana
VÖ: 01.05.2026 (Kiss My Squirrel Music) Gesamtspielzeit: 66:44 Internet: https://bobbobyrnes.com/ https://www.hemifran.com/news/ |

Ach, mit Bobbo Byrnes beschäftige ich mich ja nun bereits etwas länger, seit er mir mit seiner Produktion aus 2017, Motel Americana erstmalig über den Weg lief. Ja, und seitdem begeistert mich seine Musik und ist mir ein „guter Freund“ geworden. Nach seinem letzten, doch sehr ungewöhnlich angelegten Soloprojekt Music For Train Stations, wo ich nebenbei bemerkte, dass vielleicht die nächste Veröffentlichung dieses Thema auch zum Inhalt haben könnte, ist nun Too Many Miles frisch erschienen. Und? Hat er dann auf den verschiedenen Bahnhöfen jeweils die Züge bestiegen und nun sehr viele Meilen zurückgelegt???
Hierbei fällt mir rasch auf, dass sich der Titelsong, also „Too Many Miles“, bereits ebenfalls auf dem selbstbetitelten Album aus 2024 befand. Welche Bedeutung mag das haben? Zunächst einmal etwas Anderes. Zwischenzeitlich hat Bobbo ein Buch veröffentlicht, „Too Many Miles: On the Road with an Unofficial Rock & Roll Goodwill Ambassador“. Dieses Album ist als Begleitveröffentlichung zu dem Buch zu verstehen.
Bobbo selbst trägt vor, dass man als Fan seiner Musik die meisten Songs des neuen Albums bereits in der Sammlung habe. Nur zwei Stücke gibt es, die es bisher noch nicht auf ein Album geschafft hätten. So sei diese Kollektion halt so etwas wie seine „Greatest Non-Hits“! Diese Songs sind es im Übrigen, über die er in seinem Buch schrieb.
Gleichzeitig empfiehlt der Protagonist, die Gelegenheit mit diesem Album wahrzunehmen, für Alle, die ihn und seine Musik noch nicht kennen, dieses nachzuholen. Dieser Empfehlung kann ich mich gut und gern vollumfänglich anschließen! Wer diesen speziell ausgerichteten Sound, der sich angenehm aus der Masse vieler Veröffentlichungen angenehm und individuell abhebt, verpasst, der/die hat Etwas versäumt.
Meinem Rezensionsexemplar ist zwar ein Download zum e-book beigelegt, ich habe jedoch noch nicht näher hineingeschaut, so beziehe ich mich auf diese Beschreibung, wo ausgeführt wird, worum es in dem Buch geht: Bobbo nimmt Leser*innen mit auf eine Reise rund um die Welt, die die Höhen und Tiefen des Lebens eines modernen Troubadours zeigt, mithin Erlebnisse auf den vielen Tourneen jeglicher Art. Ebenfalls wird darauf Bezug genommen, wie sich der Musiker durch seine Musik und viele Gespräche mit Menschen im Ausland damit beschäftigt, Brücken zu schlagen, und dabei Missstände, die durch Nationalismus und andere Unarten entstehen, überbrücken möchte. Klar, Musik ist stets etwas, um Grenzen zu überwinden und Menschen zusammenzuführen, Musik voller Kraft und Hoffnung, und somit ein Grund mehr, sich seiner Musik zu widmen und seinen Konzerten beizuwohnen. Und hier freue ich mich bereits, ihn anläßlich eines Konzertes im September dieses Jahres persönlich kennen lernen zu können.
Hinsichtlich der Songs im Einzelnen verweise ich einfach auf die jeweiligen von mir bereits verfassten Rezensionen mit den dort vorhandenen Titeln. Entsprechend der Mischung stoßen wir auf Too Many Miles auf diverse Ausprägungen, von ganz folkigen Stücken wie „Winter Of `71“ bis zum mehr rockorientierten wie „Chasing Rock & Roll“. Im Wesentliche trifft es mit der Genrebezeichnung Americana sicher gut, wollte man das Gesamtergebnis beschreiben wollen.
Ja, für Alle, die seine Musik noch nicht kennen, sind diese (noch) „Greatest Non-Hits“ ein vortrefflicher Einstieg in die Welt von Bobbo Byrnes. Im Laufe der Jahre haben sich bei mir auch einige „Lieblinge“ eingebrannt, und ich verzeihe ihm, dass er folgende Songs nicht in diese Hit-Sammlung aufnahm: „Sight Of Me“, „Queen Of The Party“, „The Cold War“ und „I Cannot Say“. (hier also zusätzlich meine persönlichen Empfehlungen!)
P.S.: Noch als Überraschung erhalten wir einen Bonus, den nicht aufgeführten achtzehnten Song, und zwar ist das noch einmal der Titelsong des Albums, hier als Akustikversion, just the man and his guitar! Eine tolle emotional ausdrucksstarke Version!

Trackliste
2 Millsboro
3 This Is Happening
4 Hold Me
5 Massachusetts
6 Winter Of '71
7Nothing Needs To Be Said
8 Chasing Rock & Roll
9 Every Sound That Crashes
10 Stronger Than Steel
11 Plain Street
12 Angelia
13 Too Many Miles
14 Diner Door
15 Never Learned To Fly
16 Bad Decisions
17 Good Trouble
Besetzung
Tracy Byrnes (vocals, bass)
Danny Ott (lead guitar)
Gary O’Yeah (drums)
Geoff Geib (B3 organ)
Ben Riddle (vocals and tenor guitar, backing vocals)
Matt Froehlich (cajon drumkit , drums)
Rami Jaffee (B3 organ)
Brandon Allen (drums)
Georgiana Hennessy (viola, violin)
Matt Tonge (mandolin)
Sue Paine Luther (backing vocals)
Bob Nash (drums)
Al Carey (pedal steel)
Brian Matteson (backing vocals)
Jennifer Moraca (backing vocals)
So bewerten wir:
| 00 bis 05 | Nicht empfehlenswert |
| 06 bis 10 | Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert |
| 11 bis 15 | (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert |
| 16 bis 18 | Sehr empfehlenswert |
| 19 bis 20 | Überflieger |

