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Reviews

Eileen Rose

Insanitia


Info

Musikrichtung: Rock-Fusion

VÖ: 24.04.2026

(New Shot Records)

Gesamtspielzeit: 53:04

Internet:

https://www.eileenrose.com/
https://www.hemifran.com/news/
https://newshotrecords.com/

Eileen Rose stammt aus Saugus, Massachusetts, in der Nähe von Boston gelegen. Die Eltern sind irischer (Mutter) und sizilianischer (Vater) Abstammung. Schon als Kind wuchs sie durch die Eltern mit einem großen musikalischem Einfluss auf.

Ihr voller Name lautet Eileen Rose Giadone, und hierbei fällt auf, dass auf ihrer aktuellen Veröffentlichung, Insanitia gleich mehrere Musiker*innen mit italienischem Namen mitwirken. Nun, die zwölf Songs des Albums wurden schließlich auch in Meda, Italien, eingespielt. Das passt dazu, dass die Protagonistin ihre musikalische Karriere in Europa startete, nach ersten Unternehmungen in den USA mit den Bands Daisy Chain und Fledgling. 1991 erfolgte der Umzug nach London und mit Fledgling gab es einen Plattenvertrag.

Nach Auflösung der letztlich recht erfolglosen Band unterschrieb Eileen beim Label Rough Trade mit der Folge zweier veröffentlicher Alben. „Shine It Like It Does“ war 2000 das Debütalbum. Zwischenzeitlich gab es weitere Veröffentlichungen, zuletzt mir bekannt mit dem Album Muscle Shoals, das, entsprechend des Titels, in den berühmten Studios eingespielt wurde.

Insanitia ist allerdings mit einem anderen Sound behaftet. Der Titel soll wohl, wie ich las, sich als Wortspiel „mit dem Spagat zwischen der Verrücktheit der heutigen Zeit und der Brücke zwischen Amerika und Italien vergleichen lassen.“

Musikalisch ist es nun recht unterschiedlich ausgestattet, im Übrigen mit sehr guten und teils namhaften Musikern. Nach einem schwungvollen Auftakt mit einem energischen Gitarrensolo spürt man ein wenig Country Rock mit „Will The Wolf Survive?“, wobei der Country-Anteil mit „From Away“ noch gesteigert wird, ebenso mit „Kind Of Hate You“ mit dem Einsatz von Mandoline, Fiddle und Dobro. Einige Songs werden durch die String Arrangements von Rich Gilbert angereichert, und „Daydream Fall“ erhält noch ein Bläserarrangement, durch die Protagonistin selbst arrangiert. „River Of Lonely“ klingt ein wenig mexikanisch in der Stimmung, während es funky wird mit „Lockdown“. Bei „Til The Wheels Come Off“ wird der Gesang der Protagonistin von der italienischen Formation Musica da Ripostiglio begleitet, der Sound geht allerdings weniger in Richtung Italien, sondern mehr hin zum Gypsy Swing, interessant!

Wie bereits der Auftakt, so wird die Platte mit einem rockenden Song beendet, „Ma Che Freddo Fa“ (in etwa „Wie kalt ist es“) Mithin, ein bunter musikalischer Reigen, durchaus interessant, doch gefällt mir die einheitlich geprägte Musik auf „Muscle Shoals“ besser. Vielleicht aber sollte Insanitia auch ein Hinweis auf den Vater sein, der Italien einst verließ, um nach Italien zu emigrieren, und nun ist die Tochter hiermit zurückgekehrt, und sei es nur in dieses Studio.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Dusty Bones
2 Will the Wolf Survive?
3 From Away
4 The Blonde Lady of the Cherry Trees
5 Kind of Hate You
6 Storm Windows
7 Daydream Fail
8 River of Lonely
9 Lockdown
10 The Moment
11 Till the Wheels Come Off
12 Ma Che Freddo Fa

Besetzung

Eileen Rose (vocals, guitar, horn arrangements)
Rich Gilbert (guitars, pedal steel, banjo, mandolin, string arrangements)
Chris MacLachlan (bass)
Massimiliano Malavasi (drums)
Riccardo Maccabruni (organ, accordion, piano)
Joel Guzman (accordion)
Charlie McCoy (harmonica)
Bobo Rondelli (vocals)
Carrie Rodriguez (fiddle)
Paolo Ercoli (dobro)
Andrea Parodi (vocals)
Probyn Gregory (french horn)
Woody Parodi (Rhodes)
Raffaele Kohler (trumpet)
Luciano Macchia (trombone)
Luca Pirozzi (acoustic guitar)
Luca Giacomelli (acoustic guitar)
Scarlet Rivera (violin)
Mark Sams (guitar)
Clara Zucchettie (vibraphone)
Raffaele Toninelli (upright bass)
Emanuele Pellegrini (drums, whistle)
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