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Fabelagtige Forviklinger
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Info
Musikrichtung:
Jazz-Fusion
VÖ: 24.04.2026 (Zack's Music) Gesamtspielzeit: 29:48 Internet: https://www.facebook.com/grammofonmusic/ https://zacks.dk/music/ https://jazzfuel.com/ |

Mit der Band Grammofon führt mich heute der musikalische Weg nach Dänemark. Grundsätzlich handelt es sich um das Duo des Saxofonisten Niels Oldin und des Gitarristen Jakob Frandsen, die sich 1996 in Den Haag kennenlernten und seitdem immer wieder zusammenarbeiteten. Für ihr aktuelles Album Fabelagtige Forviklinger ( in etwa „Fabelhafte Verwicklungen“) haben sie sich zum Quartett erweitert mit der Rhythm Section von Bass und Schlagzeug. Komponiert wurden die acht Songs von Oldin (#2, 3, 5, 6, 7) und Frandsen (#1, 4, 8).
Die Wurzeln der Musik liegen im Jazz, doch ist dieser sowohl zeitgenössisch aufbereitet als auch mit weiteren Quellen angereichert worden, speziell mit Bossa Nova, Tango und weiteren südamerikanischen Einflüssen. So entstand halt nicht der typisch swingende Jazz, sondern eine ganz eigene Sprache hat sich hier entwickelt, so dass Victor Dybbroe auch nicht als swingender Jazzdrummer in Erscheinung tritt, sondern das Hauptaugenmerk auf Perkussion richtet und somit einen entsprechenden Rhythmusteppich legt. Darauf entfalten sich sich Oldin mit diversen Blasinstrumenten und Frandsen mit ausschließlich akustischer Gitarre, auch hier kommt dadurch dieser südamerikanische Ausdruck gut zum Tragen. Und der elektrische Bass von Torben Westergaard trägt dazu bei, dass dieses Alles exzellent ausgefüllt wird durch sein verbindendes Spiel.
So treffen wir im Ausdruck der Musik auf sehr viel lyrische Passagen und einem grundsätzlich sehr ruhigen und warmen Anstrich, stets bemerkt man sofort die Dialoge der beiden Bandleader, und wie sie miteinander zu kommunizieren scheinen, und dabei immer wieder schöne Melodien zaubernd. Im Einzelnen ist es dann hinsichtlich der jeweiligen Stimmung auch davon abhängig, welches Instrument Oldin jeweils spielt. So wirkt es recht verträumt in Verbindung mit der Klarinette, etwas melancholischer mit der Bassklarinette und jazziger mit dem Tenorsaxofon, dass dann entsprechende Reminiszenzen an die Jazzgeschichte verbreiten kann, vor Allen, wenn es ein wenig rauer und kraftvoller zum Ausdruck kommt wie bei „Contempo“!
Im Gesamteindruck kann man feststellen, dass die Musik recht „gemütlich“ und auch zurückhaltend vorgetragen wird, mit einer breiten intimen Ausstrahlung, die, sofern man sich darauf einlässt und fallen lässt, rasch auf die werte Hörerschaft überspringen kann. So wird man dann auch belohnt mit diesem entspannenden Sound.

Trackliste
2 Absinth (4:07)
3 Ferdinand (4:04)
4 De Muzen (3:32)
5 Louie (3:31)
6 Ella (4:06)
7 Contempo (3:02)
8 Moonflow (3:29)
Besetzung
Jakob Frandsen (acoustic guitars)
Torben Westergaard (bass guitar)
Victor Dybbroe (percussion)
So bewerten wir:
| 00 bis 05 | Nicht empfehlenswert |
| 06 bis 10 | Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert |
| 11 bis 15 | (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert |
| 16 bis 18 | Sehr empfehlenswert |
| 19 bis 20 | Überflieger |

