····· Los Fastidios ehren die 2-Tone-Legende The Selecter ····· Sean Webster wagt sich erneut ans Tageslicht ····· Nicht alles ist bei Dice mehr so wie gehabt ····· The Castle Rat veröffentlichen neue Editionen ihres aktuellen Albums The Bestiary ····· Das Dutzend wird vollgemacht – Album Nummer 12 von Europe kommt im September ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Shake Stew

Ten One Two


Info

Musikrichtung: experimenteller Jazz

VÖ: 13.02.2026

(Traumton / Indigo)

Gesamtspielzeit: 85:33

Internet:

http://www.shakestew.com

Auf Ten One Two experimentieren Shake Stew auf Spielfilmlänge mit dem Jazz herum. Das ist glücklicherweise nicht so anstrengend wie Free Jazz. Entspannung aber geht anders.

Wie bei vielen Doppelalben fragt man sich, ob die Länge hätte sein müssen. Die überzeugenden Momente hätte man gut auf einer klassischen 40-Minuten-LP untergebracht – und auch da wäre dann noch etwas Leerlauf dabei gewesen.

Das Doppelalbum beginnt recht verheißungsvoll mit dem überwiegend ruhigen 10-Minüter „Wood“, der sowohl mit den Solo-Parts der Bläser als auch mit den nicht uninteressanten Verzierungen der Percussion überzeugt.

Nach dem deutlich rhythmischeren „Tristan Junk“, das das Saxophon stärker in den Mittelpunkt stellt, beginnt die Redundanz. Das ruhige „Bakunawa“, eher eine Art Dauerton, und das von ziellosem Percussion und Getröte geprägte „Ascendance“ hätte man sich sparen können.

Schauen wir lieber auf die lichten Momente, die noch folgen. Da wäre das interessant verhallte Schlagzeug von „Searching“ oder die weiche Melodie des mit Flöte arrangierten „Garage“.

Auf der zweiten CD sind es der dröhnende Jazz Rock „Cherry Pie“, der sich bei führender Trompete dramatisch steigert, und das verhaltene „King of Thieves“, das fast nur aus Bass-Tupfern besteht.

Kein Knaller, aber ein Album, das man sich - in großen Abständen – immer wieder einmal in den Player schiebt, wobei offen bleibt, ob man jedes Mal beide CDs laufen lassen wird.



Norbert von Fransecky

Trackliste

CD 1
1 Wood (10:29)
2 Tristan Junk (5:31)
3 Bakunawa (6:26)
4 Ascendance (6:06)
5 Searching (6:21)
6 Garage (6:37)
7 Cafe San Marco (3:54)

CD 2
8 Cherry Pie (7:18)
9 The green Beauty of the broken World (7:17)
10 Cabanes / Castellon (4:38)
11 Ibdiss (2:34)
12 Free your Eyes (7:02)
13 King of Thieves (3:30)
14 Tiger (4:52)
15 Sergio St. Carlos (3:15)

Besetzung

Lukas Kranzelbinder (B, Gimbri)
Yvonne Moriel (Sax)
Mario Rom (Trompete)
Johannes Schleiermacher (Sax, Flöte)
Oliver Potratz (B)
Nikolaus Dolp (Dr, Perc)
Herbert Pirker (Dr, Perc)

Gäste:
JJ Whitefield (E-Git <2>)
Pablo Herrasti-Fajarado (FX <10>, Synth <12,14>)
Zurück zum Review-Archiv
 


So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger