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Reviews

Auburn

Behind The Scenes


Info

Musikrichtung: Indie Pop

VÖ: 27.03.2026

(scarletrecords)

Gesamtspielzeit: 44:46

Internet:

https://www.auburn.org.uk/news/
https://www.hemifran.com/news/

2012 war die britische Band Auburn bei Musik An Sich bereits einmal vorgestellt worden mit ihrer damaligen Produktion Indian Summer, und kam dabei so gar nicht gut weg. Nun, vierzehn Jahre sind zwischenzeitlich vergangen, und ich will nicht voreingenommen an die Rezension der aktuellen Produktion Behind The Scenes herangehen. Erschienen ist diese Veröffentlichung mit elf neuen Songs nur digital und auf Vinyl.

Der mir vorliegenden Promotion-CD fehlen leider sämtliche Angaben zur Besetzung. Mir ist insofern lediglich bekannt, dass die Band weiterhin von der Sängerin Liz Lenten geleitet wird. Daneben wird der Sound von Gitarren, Keyboards, Bass, Drums und Programming erzeugt. Auf dem dritten Song, „Let The Good Times Begin“ wird man noch von einem Rapper unterstützt, wie auch auf „Sweet Dreams“

Die Songs sind alle recht harmonisch und melodisch und an den Arrangements gibt es nichts zu bemängeln. Die Musik sollte man dem Genre Popmusik zuordnen, mit der einen oder anderen Ecke oder Kante, mitunter spürt man einen Hauch der Musik von Kate Bush, dann wieder gibt es Spuren des Genres Americana. „Bathroom Shelf“, der erste Song des Albums, bietet luftig leichten Pop, der sich ein wenig an der Fleetwood Mac-Phase um Buckingham-Nicks orientiert, mit schönen filigran eingeflochtenen Gitarrenparts. Bereits hier fällt mir auf, und das betraf 2012 auch den Kollegen Ingo, der feststellte, dass der Gesang von Liz sehr gewöhnungsbedürftig ist.

So wirkt sie durchweg im Laufe der Songs sehr kindlich im Ausdruck, teilweise fehlt auch der Druck, und Zurückhaltung bestimmt den Sound, fast schon in Richtung Flüstern. Jedenfalls geht es mir oft so, dass ich fühle, dass Arrangements und Gestaltung der Musik nicht unbedingt immer eine Einheit mit dem Gesang bilden. Schließlich fällt mir auch keine vergleichbare Dame mit einer entsprechenden Stimme ein. Persönlich gefällt mir der gesangliche Beitrag mit dem Ausdruck überhaupt nicht, so möge das Jede/r selbst entscheiden. Denn ungewöhnlich und auf jeden Fall nicht vergleichbar mit gängigen Mustern ist die Gestaltung der Gesangsparts. Bei ruhigeren Songs passt es dann ein wenig besser zusammen, wie auf „Speaking In Tongues“, weil es hier relativ einheitlich im Gesamtausdruck wirkt, ein wenig in Richtung surreale Gestaltung treibt es hier, abseits üblicher Normen. Unabhängig davon spielt die Band tadellos und mit entspannter Coolness.

Ein Song wie „What You Don't Know“ klingt ein wenig skurril, bei „Opposites“ bestimmt ein hauchender Gesangsvortrag die Stimmung, auf „You're Beautiful“ wird es dann ein wenig rau-rauchig, ja, und allen gemeinsam ist der anfänglich erwähnte kindliche Ausdruck, den man mögen sollte.



Wolfgang Giese

Trackliste

Side A:

1 Bathroom Shelf
2 Perfect Imperfections
3 Let the Good Times Begin
4 Speaking in Tongues
5 Behind the Scenes

Side B:

1 What You Don't Know
2 Opposites
3 Lie as Easy as You Breathe
4 Don't Give Up
5 You're beautiful
6 Sweet Dreams

Besetzung

Liz Lenten (lead vocals)
plus Band
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So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger