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Reviews

Dan Hellström

Naturligt-Vis


Info

Musikrichtung: Jazz

VÖ: 13.03.2026

(Kakafon)

Gesamtspielzeit: 41:08

Internet:

https://www.alsjostudio.com/naturligt-vis/
https://www.hemifran.com/news/
https://kakafon.com/

Bandleader Dan Hellström hat sich seit den achtziger Jahren in Göteborg etabliert in verschiedenen Rollen, als Komponist und Musiker an diversen Theatern, wobei er dann auch Musik komponierte für das Theater und für Filme, gleichzeitig betreibt er als Produzent ein Studio.

Seine aktuelle Jazz-Produktion trägt den Titel Naturligt-Vis. (natürlich sehen?) Die Musik, acht Songs sind es, wurden im Quintett-Format eingespielt. Einen Untertitel gibt es, „Kålhuvvet, Pop-Arne och Vadaren“. Gleich vorweg, es ist keine „spektakuläre“ Produktion,es gibt keine Höchstleistungen, grundsätzlich bleibt dieser Jazz auf dem Boden, dennoch nicht, ohne das eine oder andere Element, das sich aus dem Alltäglichen hervorhebt, zu präsentieren.

„Vadaren“, das soll wohl ein kleiner grauer Vogel sein, bietet gleich zwei Elemente davon, einmal ist es die Sprechstimme von Linda Hellström, die einleitend einen Text vorträgt, dann ist es der Protagonist selbst, der sich mit seinen quietschenden Synthie-Lauten in Szene setzt. Irgendwie passt das aber nicht, es stört den swingenden Fluss, andererseits mag auch der kleine Vogel symbolisiert werden mit seinen Lauten??? Auch gepfiffen wird zum Beispiel bei „Kålhuvvet“..., hier auch wieder inklusive eines Sprachvortrages und mehrstimmigem Gesang.

Offensichtlich geht es thematisch mit der Natur weiter, „Skogssnäppan“ über eine Waldschnepfe, dann wird die Stimmung an einem See beschrieben, ein langer Spaziergang am Strand einer großen Insel usw.. Zuguterletzt wird mit „Pigg“ ein Song für eine Theaterproduktion vorgestellt. Hier setzt Hellström ein Akkordeon ein und der Song hebt sich vom übrigen Ausdruck dann etwas ab, ein sehr fröhlich gestaltetes Stück, das ich mir in der Tat auch als Titelmusik für einen Zeichentrickfilm vorstellen könnte, und das einen folkloristische Ausstrahlung hat. Im separaten Booklet werden die einzelnen Songs entsprechend vorgestellt, neben dem schwedischen Originaltext mit englischsprachiger Übersetzung.

Alles ist in sehr melodische und recht ruhige Musik gekleidet, angenehm zu hören sind die verschiedenen Solodarbietungen der Musiker, hier bemerke ich, dass mir bei „Skogssnäppan“ das Gitarrensolo von Ewan Swensson sehr gut gefällt, im Übrigen fällt mir Swensson immer wieder positiv auf mit seinen Soloeinlagen. Stets ist allen Songs gemein, dass das nicht die typisch US-amerikanische Variante des Jazz ist, sondern diese typisch nordischen Elemente, wie man sie letztlich von diversen andern nordischen Jazzern kennengelernt hat, das Klangbild bereichern, inklusive diverser Passagen mit Anklängen an die Volksmusik des Nordens. Insgesamt ist die Musik im Ganzen betrachtet sehr harmonisch und sehr entgegenkommend mit ihren Eigenarten innerhalb der festen Strukturen, und humoristische Momente runden alles sehr angenehm ab.

Neben strukturierter Musik lösen sich die einzelnen Musiker auch immer wieder durch individuelle Gestaltung mit ihren Solobeiträgen, die sich sehr harmonisch einfügen, doch, wie anfänglich erwähnt, den Mini Moog hätte man sich gern sparen können.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Vadaren (6:00)
2 Skogssnäppan (4:49)
3 Mjörnpsalm (5:48)
4 Finsk Marängo (4:58)
5 Gläntan (5:08)
6 Kålhuvvet (4:38)
7 Som ett moln (6:29)
8 Pigg (3:11)

Besetzung

Dan Hellström (Grand piano, Mini Moog, accordion)
Linda Hellström (sång, text reading)
Ewan Svensson (gitarrer)
Niss-Kerstin Hallgren (kontrabas, sång)
Vanja Holm (trummor)
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So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger