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Reviews

Neal Black & The Healers

Number 3 Monkey


Info

Musikrichtung: Blues Rock

VÖ: 13.03.2026

(GEL PRODUCTION)

Gesamtspielzeit: 51:48

Internet:

http://www.nealblack.net/
http://www.brooke-lynn-promotion.de/

Den in Frankreich lebenden Texaner Neal Black lernte ich kennen mit seiner Veröffentlichung aus 2014, Before Daylight. Zwei Jahre später musizierte er gemeinsam mit Larry Garner.

Wer also von Neal Black bereits einmal gehört hat, dem/der sollte bekannt sein, was man von der neuen Veröffentlichung Number 3 Monkey erwarten kann. Wahre Blues-Freunde werden wissen, dass Blues im puren Sinne nicht zu hören sein wird, beinharten Rocker dürfte die Musik vielleicht zu „weich“ sein, also ist es klar – typischer Blues Rock mit all den verschiedenen Ausprägungen, wie sie sich seit etwa den Sechzigern etabliert haben, entweder mehr in der US-amerikanischen Ausrichtung oder mehr britisch. Hier ist eigentlich Beides vertreten, und dazu dann noch das eine oder andere Element, mit denen weitere Genres kurz gestreift werden.

So zum Beispiel das Instrumental „Mellow Moon Melody“, das ist ein melodischer Popsong mit einem Einsatz der Mundharmonika, der gemeinsam mit dem Song in Richtung instrumentaler Wohlfühlmusik strahlt, ein wenig Western-Romantik meine ich hier auch zu vernehmen. Das könnte ein „Klassiker“ für das Nachmittagsprogramm etablierter Sender werden, das ist Musik, die nicht wehtut, die man auch kurz vor den Nachrichten spielen kann, böse Zungen könnten nun den Begriff Fahrstuhlmusik verwenden. „No Way To Get Along“, ein ganz alter Blues aus den Zwanzigern, von Robert Wilkins, wird hier traditionell vorgetragen und mit viel Gefühl in die Jetztzeit transportiert, neben dem Country Blues bringt man auch ein wenig Country-Feeling mit ein.

„Dead By Now“ ist ein für mich typischer Neal Black-Song, diese Art von Blues Rock steht dem Mann einfach am besten, hier strahlt eine coole und lockere Stimmung, die unterstützt wird durch ein tolles flinkes Gitarrensolo mit Pfiff! Hierbei sollte man an dieser Stelle auch seine Begleitband, The Healers nicht unterschlagen, denn professionell unterstützen sie den Chef bei jedem Song, plus einige Gäste, die den Sound angenehm abrunden.

Schließlich kann ich feststellen, dass die zwölf Songs unterschiedlich interessierte Hörer*innen ansprechen kann ob der flexiblen und abwechslungsreichen Gestaltung der Musik. Mit „Truckstop Be Bop“ kann der Protagonist im Rahmen dieses flott rockenden Boogie-Gerüstes seine Gitarrenkünste vorführen, in Richtung Rock'n'Roll zielt der Titelsong, und neben dem bereits erwähnten „No Way To Get Along“ ist es auch „Devil Got My Woman“, das sich mit ganz altem Blues beschäftigt, hier von Skip James, sehr gut, wie dann eine elektrische Slide ein wenig „modernisiert“. „Say Goodbye“ bringt dann ein wenig Pop-Rock-Feeling ausserhalb des Blues-Schemas ein,

Noch einmal shuffelnder Boogie-Sound mit „Let It All Hang Out“, meiner Meinung nach ist das dieser Sound, der Neal am besten steht, weil er in diesem Umfeld sein Feeling am besten ausspielen und formulieren kann.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Number 3 Monkey (3:55)
2 Devil Got My Woman (3:10)
3 Choose Your Poison (4:53)
4 That Money (4:16)
5 Mellow Moon Melody (5:28)
6 Lights Of Fifolet (5:26)
7 No Way To Get Along (4:10)
8 Dead by Now (3:49)
9 Truckstop Be Bop (3:22)
10 Say Goodbye (5:04)
11 Let It All Hang Out (3:58)
12 His Last Song (4:18)

Besetzung

Neal Black (vocals, lead guitar, slide guitar, rhythm and acoustic guitar)
Mike Latrell (piano and organ)
Abder Benachour (bass guitar)
Denis Palatin(drums and tambourine)
additional musicians:
Nico Wayne Toussaint (harmonica)
Flo Bauer (first guitar solo - #3)
Kris Jefferson (bass guitar - #5, 7)
Romain Gratalon (drums - #5, 7)
Natan Goessens (drums - #8)
Atoine Peerrut & Marie Bedat (horns - #3, 11)
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So bewerten wir:

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