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Supersonic Vampire Pussy
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Info
Musikrichtung:
Industrial-Rock / Elektro-Metal
VÖ: 06.03.2026 (Echozone / Bob-Media) Gesamtspielzeit: 37:00 Internet: http://www.lords-of-salem.de |

Etiketten sind immer so eine Sache. Mir hatte für die Lords of Salem Elektro-Metal vorgeschwebt. Die Promoter schlagen Industrial-Rock vor. Passt auch!
Dazu passt es, dass das Album mit dem Opener „Hills have Eyes“ gleich an die Krupps erinnert, eine starke Heavy Metal Nummer, die deutlicher als vieles, was unter diesem Etikett geführt wird, verständlich macht, warum in ihm das Wort „heavy“ steht.
Und das ist nicht der einzige Trumpf, den die Schwaben auf der Hand haben. Wenn wir es hier statt mit neun mit zehn Titeln zu tun hätten, würde ich einen Grand Hand empfehlen.
Den Kreuz-Buben sparen sich die Herren für den finalen Todesstoß auf. Aber der Pik-Bube („Miss Demoness“) sticht mit seinem fantastischen High-Energy Metal ebenfalls. Ein wirkliches Beiblatt gibt es nicht. Eventuell wird das nicht sonderlich gefühlvolle Liebeslied „Eternal Love“ oder die melodische Erholung „Blood Orgy“ überstochen. Der „Rest“ sollte durchgehen. Die Konkurrenz wird wohl nicht schwarz werden, aber im Schneider bleiben.
Eigene Akzente setzen „German Zombie Attack“, ein treibender Metal Rocker, heavy mit netten Breaks, die Abwechslung schaffen und einem plötzlichen Wechsel in einen deutschen Text, und die fette Walze „Summoned them from their Graves“ mit ihren fast fröhlichen Keyboard-Spielereien.
Nach dem textlich an Ideals „so wie ein Schwein zu sein“ erinnernden „1000 Ways to die“ beschliesst das lange im Ohr bleibende „Carnivore“ das Album mit einem Song, der in den Olymp der Metal-Klassiker gehört.
Die CD kommt mit einer guten und einer schlechten Idee. Die gute Idee ist, dass das Digi-Pack statt eines Booklets einen auf neunfache CD-Größe aufklappbaren Einleger enthält, der das (mehr oder weniger geschmackvolle) Artwork auf LP-Größe liefert. Chapaeu! Weniger gelungen ist die Präsentation der Lyrics auf der Rückseite des Einlegers. Die jeweils auf CD-Größe reduzierten, aus einem Collegeblock herausgetrennten Din A4-Seiten, auf denen die Lyrics handschriftlich notiert sind, sind nur schwer zu entziffern.
Das ändert nichts daran, dass mit Supersonic Vampire Pussy eines der stärksten Metal-Alben vorliegt, das mir in den letzten Monaten, ja Jahren, untergekommen ist. Schade dass sich die Band live kaum aus dem Stuttgarter Kessel heraustraut.

Trackliste
| 1 | Hills have Eyes | 4:21 |
| 2 | Miss Demoness | 3:39 |
| 3 | Blood Orgy | 4:37 |
| 4 | German Zombie Attack | 3:59 |
| 5 | Supersonic Vampire Pussy | 3:58 |
| 6 | Eternal Love | 2:48 |
| 7 | Summoned them from their Graves | 4:57 |
| 8 | 1000 Ways to die | 4:19 |
| 9 | Carnivore | 4:24 |
Besetzung
Holly (Git)
Marple (B)
Ole (Dr)
So bewerten wir:
| 00 bis 05 | Nicht empfehlenswert |
| 06 bis 10 | Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert |
| 11 bis 15 | (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert |
| 16 bis 18 | Sehr empfehlenswert |
| 19 bis 20 | Überflieger |

