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Songs For The Sleeping
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Info
Musikrichtung:
Pop-Rock
VÖ: 14.03.2026 (Secret Candy Records) Gesamtspielzeit: 40:59 Internet: https://thegrandundoing.com/ https://www.hemifran.com/news/ |

Es war 2016, als ich mich zur Musik der US-amerikanischen Pop-Rock-Band The Grand Undoing wie folgt äußerte: „dieses ist hervorragende und ungewöhnliche Popmusik von feinster Qualität, leider so gut, wahrscheinlich nicht entscheidend in den Charts punkten zu können!
Dabei wirkt diese Musik so herrlich erfrischend und inspirierend!“
Und vier Jahre später, 2020, stellte ich fest, dass es sich um „sehr sorgfältige Popmusik handelt, die auch hier wieder zu kompliziert für gängige Charts sein dürfte. Aber echte Musikfreunde sollte das nicht stören, dass ihre Musik anders ist und auch besser als gängige, nach Schablonen angefertigte Hits mit Sänger/innen, die fast alle gleich klingen.“
Mit Songs For The Sleeping wird nun der Nachfolger vorgelegt, ob ich wieder entsprechende Feststellungen werde treffen können? Nun, eindruckvoll und mit präsenter Fuzz-Gitarre startet es mit „Sing A New Morning“, rasch muss ich an einen gewissen Herrn denken, denn hier schwingt für meine Ohren ein wenig sowohl hinsichtlich des Gesangs als auch ein wenig der Musik etwas von Frank Zappa mit. Doch auf dieser Veröffentlichung gibt es bei einigen Songs auch wieder gedankliche Hinwendungen zu David Bowie, beispielsweise mit „Creature“, und auch hier wieder die wilde Fuzz-Gitarre, und hier muss ich unweigerlich auch Edwin Collins mit dem Song „A Girl Like You“ ins Spiel bringen.
Doch ungeachtet diverser Ähnlichkeiten und Bezugsmomente führt The Grand Undoing ihren eigenen Stil aus, der sich durch recht verschiedene Nuancen und komplette Songs als sehr einfalls- und abwechslungsreich erweist. Dafür sorgen sicher auch die diversen Gäste, am bekanntesten für Viele sicher Drummer Dave Mattacks, der britische Musiker, der sich seit seiner Mitwirkung bei Fairport Convention einen Namen gemacht hat.
Und so werden alle neun Songs relativ unterschiedlich ausgeführt in ihren Stimmungen und Ausführungen, wie zum Beispiel das recht ruhige „The Sun is Stranger“, hingegen atmet „Aventurine“ gar ein ganz wenig Country-Rock-Feeling. „Savior“ kommt als angenehmer Pop-Rock-Song, und ganz zum Abschluss gibt es mit „Now I'm Going Home“ einen Song, der sich auch wieder aus den übrigen acht Songs hervorhebt, nicht nur durch den Einsatz einer Flöte, sondern auch durch das etwas aufwendigere Arrangement, mit einem hervorragenden Ausdruck melodischer Ausrichtung.
Insgesamt kann man ganz rasch diese Dichte und Fülle der Musik erkennen, und sich an diesem „Reichtum“ gern erfreuen. Und meine Feststellungen zu den Vorgängerwerken konnten sich durchaus festigen und verstärken, weil hier viele positive Faktoren zusammengekommen sind, die die Besonderheit in ihrer Individualität ausdrücken, makellos, einfallsreich und gleichzeitig voller Frische, insofern auch viel zu schade für „billige Charts“!

Trackliste
2 I'm Being Called
3 Creature
4 The Knowing
5 Black Rivers
6 The Sun is Stranger
7 Aventurine
8 Savior
9 Now I'm Going Home
Besetzung
Ted Powers (vocals, keys, guitar, percussion)
Keith Jacques (vocals, guitar, sitar, percussion)
Kurt Johnson (pedal steel, guitar, keys, lap steel)
Dave Westner (drums, percussion)
Dave Mattacks (drums - #3, 6, 9, piano - #6)
Andy Plaistead (drums - #5)
Pete Donnelly (percussion, background vocals)
Pete Hayes (percussion, background vocals)
Peter Bloom (flute - #9)
So bewerten wir:
| 00 bis 05 | Nicht empfehlenswert |
| 06 bis 10 | Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert |
| 11 bis 15 | (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert |
| 16 bis 18 | Sehr empfehlenswert |
| 19 bis 20 | Überflieger |

