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Reviews

Yamirah's Solar Explorers

Andromeda Galaxy


Info

Musikrichtung: Jazz-Pop-Indie-Fusion

VÖ: 30.01.2026

(Fat Banshee Records)

Gesamtspielzeit: 51:44

Internet:

https://www.yamirah.com/yamirahs-solar-explorers
https://www.yamirahssolarexplorers.com/bio
https://www.fatbanshee.com/
https://mosaik-promotion.de/

Dieses Berliner Trio um die Gitarristin Yamirah Gercke veröffentlicht unter dem Namen Yamirah's Solar Explorers ihr Debütalbum Andromeda Galaxy. Geboten wird auf der Basis von Jazzanteilen mit Pop-und dezenten Rockanleihen eine Art Fusion, die für mich absolut nicht neu ist, sondern letztlich ein versuchtes Abbild von Höhepunkten dieses Genres darstellt. Das soll nicht bedeuten, dass die Musik und die Musiker*innen qualitativ schlecht sind, nur mangelt es mir an einer Art Durchsetzungskraft und Individualität, die sie zu etwas Besonderem machen würde.

So startet die Platte mit einem relativ frisch wirkenden Einstieg, doch lässt mich der zweite, der Titelsong, dann hinsichtlich der Rhythmik zu sehr am Boden haften, zwar versucht die Gitarristin zu gestalten, doch spüre ich hier überhaupt keine Einheit und Verbundenheit mit den übrigen Musikern, hierbei fällt dann doch erheblich ins Gewicht, dass Sacha Hladiy lediglich Bass-Lines einflicht, ein natürlicher Bass wäre hier entschieden besser gewesen und hätte für die gewisse Wärme sorgen können.

So fehlt mir einerseits der Biss und andererseits die emotionale Ebene, es „plätschert“ oft zu sehr ohne Höhepunkte, zumindest betrifft das die ersten drei Songs, böse Zungen könnten nun gar den Begriff „Fahrstuhlmusik“ benutzen. So hart empfinde ich es allerdings nicht, denn die Musik ist zwar auch relativ ohne viel Höhepunkte ausgestattet, und kann durchaus eine gewisse Art von Langeweile hervorrufen, doch das ist letztlich relativ. Leider hat man versäumt, zum Beispiel den Sound hinsichtlich der Schlagzeuggestaltung entweder zum Swingen zu bringen, sowohl wird hier auch, bis auf einige Ausnahmen, kein wirklich federnder Groove eingebracht, der einen Grad von Elastizität hätte erzeugen können.

Erst mit „Giraffe“ öffnet man sich ein wenig durch eine Erweiterung, indem nun zunächst die Flöte von Walter Gauchel erklingt, und dann, wenn er anhebt zu seinem Sax-Solo, die Musik gemächlich in einen coolen Swing übergeht. Dadurch bemerke ich rasch, wie sich durch Gastmusiker*innen etwas zum Positiven verändern kann, aber leider kann ich in der Andromeda Galaxy nur noch einmal auf diesen „Luxus“ zurückgreifen, warten muss ich bis „Disco Pluto“, rhythmisch spüre ich hier eine leichte Hinwendung zu afrikanischer Rhythmik.

Als sehr langjähriger Beobachter und Liebhaber des Jazz und der sich etwa Ende der sechziger Jahre entwickelnden Jazz-Rock- und Fusion-Szene stelle ich resümierend fest, dass sich mit dieser Veröffentlichung diese damalige Entwicklung und Freiheit und Virtuosität leider nicht widerspiegelt, nur die beiden oben genannten Ausnahmen bringen ein wenig Frische in den Sound. Insofern kann ich in Hinblick auf den Bandnamen leider wenig „entdecken“.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Flying
2 Andromeda Galaxy
3 Badji
4 Giraffe
5 I'm So Tired Of These Wars
6 Nowhere Local
7 Ode to Jürgen
8 French Toast
9 Disco Pluto

Besetzung

Yamirah Gercke (guitar)
Sacha Hladiy (keys, bass-line)
Ria Rother (drums)
Walter Gauchel (flute, saxophone - #4)
Su Terry (alto saxophone - #9)
Selomé (vocals - #9)
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So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger