····· Mitte der 80er kooperierten Sweet mit ehemaligen, bzw. zukünftigen Slade-, Iron Maiden- und Uriah Heep-Musikern ····· Zwei Alben von EvilDead neu am Start ····· Rantanplan covern ohne jede Hemmung ····· Die Toten Hosen veröffentlichen das letzte reguläre Studioalbum ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Alexander Wienand

Strangers


Info

Musikrichtung: Modern Jazz

VÖ: 27.02.2026

(DoubleMoon)

Gesamtspielzeit: 46:48

Internet:

https://www.alexanderwienand.com/
https://www.challengerecords.com/home
https://www.newartsint.com/

Der Pianist Alexander Wienand ist sowohl in der klassischen Musik als auch im Jazz unterwegs. Zunächst klassisch ausgebildet, widmete er sich nachfolgend auch dem Jazz. In beiden Bereichen wurde er mit Plattenveröffentlichungen aktiv, und sein aktuelles Album als Quartett ist ein Jazzalbum, Strangers.

Man kann klar hören, wie er es hervorragend versteht, hier beide musikalische Ausprägungen zusammenzufügen, denn die Spielweise eines Klassikpianisten trifft auf die Freiheit des Jazz und vereint sich zu einem ganz besonderen Sound, der sehr hochwertig und unterhaltend ist. Nun, mit dem Saxofonisten Uli Kempendorff, dem Bassisten Johannes Felscher und dem Schlagzeuger Diego Piñera hat sich eine großartige Band zusammengefunden, alle drei Begleiter verfügen über sehr viel Erfahrung und waren bereits international aktiv und genau diese Erfahrung und große Musikalität kann man in jeder Note spüren.

Dieser Jazz ist ein „neuer“ in diesem Sinne, nicht der Bebop vergangener Tage, nicht typischer Hard Bop, vielleicht am ehesten könnte man die Musik ein wenig in jener Richtung verorten, wie sie von Kollegen*innen auf dem deutschen Label ECM Records vorgelegt wurde. Sehr viel Kreatitivät umströmt mich, ständige Veränderungen auf der Basis von klaren Strukturen, eine Art Neugier strahlt die Musik aus, Improvisationen voller Klarheit und Reinheit, und immer wieder ein Hauch von klassischer Musik, wenn Wienand seine pianistischen Beiträge erbringt.

Doch ganz besonders fällt mir selbst der Schlagzeuger Diego Piñera sehr positiv auf. Gleich beim Auftaktsong habe ich dieses Erlebnis, und zwar die besondere rhythmische Ausfertigung mit recht vielen Feinheiten und seiner Art, wie er sich als Bestandteil des Gesamtsounds als Mitgestalter zeigt. Auf „Serpiente Negra“ bringt er gar ein sehr eigenwilliges Schlagzeugsolo ein, wenn auch nur kurz zum Schluss. Aber so mein "Urteil": Piñera ist ein echter Zugewinn für Strangers! Um einen Vergleich heranzuziehen, da fällt mir unweigerlich die leider bereits verstorbene Kollegin Marilyn Mazur ein, sie wusste ähnlich auf ganz besondere Weise zu gestalten.

Fazit: Ein Album kreativer Könner für Kenner mit offenen Armen und Ohren!



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Agenbach Winterwald (7:04)
2 Serpiente Negra (7:15)
3 Waves (3:53)
4 Monday Moanin' (5:18)
5 Tribute to John Taylor (5:04)
6 Steamy Icecubes (7:59)
7 Where Walk (5:57)
8 Strangers (4:04)

Besetzung

Alexander Wienand (piano)
Uli Kempendorff (tenor saxophone)
Johannes Felscher (double bass)
Diego Piñera (drums)
Zurück zum Review-Archiv
 


So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger