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Reviews

Siena Root

Made in Kuba


Info

Musikrichtung: Classic Rock

VÖ: 03.10.2025

(Reigning Phoenix)

Gesamtspielzeit: 84:27

Internet:

http://www.sienaroot.com

Vom 14. bis zum 16. März 2024 standen Siena Root auf der Bühne des Kulturbahnhofsn Jena. Am ersten der drei Abende stand (oder saß?) unser Roland davor im Publikum. Gemäß seines Berichtes war dieser Abend „als Generalprobe deklariert“. Alle drei Abende wurden mitgeschnitten. Von welchen der drei Abende die Aufnahmen für Made in Kuba stammen, ist nicht bekannt. Die Reihenfolge ist definitiv verändert worden.

Ich muss zugeben, ich kann Rolands Begeisterung nicht 100%ig teilen und bin auch noch aus einem anderen Grund ein wenig enttäuscht von diesem Live-Dokument. Ich habe bereits fünf Alben der Schweden besprochen und in allen Fällen ein oder zwei Punkte mehr gezückt als heute. Warum?

Ist es enttäuschte Hoffnung? Die Studioalben haben mit ihrem Orgel geschwängertem Classic Rock jedes Mal geradezu nach einer Live-Umsetzung geschrien. Und so hatte ich von Live in Kuba eine Art musikalische Explosion erwartet und die findet nicht statt. Im Gegenteil.

Das live zum Sextett angewachsene Quartett wirkt immer wieder etwas schaumgebremst. Insbesondere Sängerin Zubaida Solid hebt nur selten ab und wirkt immer wieder etwas knödelig.

Aber das klingt jetzt alles viel negativer als es gemeint ist. Fakt bleibt, dass Siena Root eine ausgesprochen starke Band sind, die massiv an die früh- bis Mit-70er Alben von Uriah Heep und Deep Purple anknüpft, ohne deren Tendenz zum Prog- und Hard Rock mitzumachen. So lassen die intensiven Solo-Passagen von „Keeper of the Flame“ an „Lazy“ denken. Insbesondere die Orgeln lassen immer wieder Ken Hensley auferstehen. Und wenn bei „We“ Flöten mit ins Spiel kommen, sind Jethro Tull nicht weit.

Siena Root knüpfen an die alten Helden an, ohne sie zu kopieren. Dazu sind sie zu eigenständig. Sam Riffer und Co. integrieren diese Zutaten in ein soulig groovendes Umfeld, das ebenfalls stark von den 70er Jahren geprägt ist, aber viel amerikanischer klingt. Es hätte mich nicht überrascht, wenn die Sängerin sich als Schwarzafrikanerin herausgestellt hätte.

Highlight ist das die CD beschließende „Root Rock Pioneers“, das bei Rolands Besuch den regulären Set beendet hatte und das dann wirklich fast an die explosive Atmosphäre der Made in Japan heranreicht.



Norbert von Fransecky

Trackliste

CD 1
1 Coincidence & Fate (4:59)
2 Ridin’ slow (5:57)
3 Wishing for more (3:45)
4 Mountain II (8:34)
5 We (We are them) (11:11)
6 Keeper of the Flame (5:48)
7 Tales of Independence (4:06)

CD 2
8 In my Kitchen (10:26)
9 The Summer is old (10:29)
10 Outlander (4:14)
11 Imaginary Borders (6:28)
12 Root Rock Pioneers (8:27)

Besetzung

Sam Riffer (B, Voc)
Love Forsberg (Perc)
Johan Borgström (Git, Voc)
Zubaida Solid (Lead Voc, Keys)

Gäste:
Erik Petersson (Keys)
Lisa Isaksson (Flöte, Voc)
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So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger