Reviews
Snapshots
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Info
Musikrichtung:
Jazz/Fusion/Funk
VÖ: 23.01.2026 (Label Bleu) Gesamtspielzeit: 51:53 |

Daniel Zimmermann, der 1974 geborene französische Jazz/Fusion-Musiker spielt Posaune und Tuba. Im Alter von acht Jahren lernte er bereits mit der Posaune. Während seines Studiums in Paris spielte er mit verschiedenen Musikern und Formationen in den Bereichen Funk und Soul, später gründete er mit Thomas de Pourquery ein Jazzquintett, das mit einem Album viel Erfolg erfuhr. Nach und nach wurde der Jazz mit rockigen Elementen angereichert und musikalisch entwickelte sich der Protagonist in Richtung Jazz Rock.
2013 erschien dann unter eigenem Namen das Album „Bone Machine“. Nach weiteren Veröffentlichungen ist nun Snapshots erschienen. Der oben genannte de Pourquery ist als Saxofonist als Gast auf einem Song anwesend. Grundsätzlich wurde die Musik im Quartettformat aufgenommen. Von den elf Titeln stammen neun von Zimmermann, Genrekennern dürften die beiden Fremdkompositionen sicher bekannt vorkommen, einmal ist das „Yellow Moon“ von The Neville Brothers und dann noch „Stop This World“ von Mose Allison. Auf diesem singt Zimmermann dann auch, auf „My Little Sweet New Zealand Bunker “ ist für den Gesang der französische Musiker Sanseverino zuständig, und das sind dann auch die einzigen Gesangstitel des Albums.
In den zwölf Songs treffen sich unterschiedliche Spielarten, startet die Platte mit einem leichtgängigen Jazz mit Fusion-Einschlag, begibt sich „Yellow Moon“ in Richtung des Originals mit einem leichtem Anflug von Reggae und des Protagonisten Posaunenspiel füllt diesen Sound ganz wunderbar aus. „Papillon“ ist klarer Fusion-Sound mit einem dezent coolen Ausdruck, während „Come Home“, geleitet vom melodischen Gitarrenspiel des Pierre Durand, eine angenehme Ballade ist.
Auflockerungen bringen dann der Gesang von Sanseverino auf Track Sieben und der von Zimmermann auf Track Acht, hier mit einem dezent bluesigen Ausdruck. Mit „My Little Sweet NZ Bunker“ wird der flotteste und energiereichste Titel des Albums geboten, auch des Saxofonspiels wegen, ja, Thomas de Pourquery bringt regelrecht Feuer in den Song, für mich der stärkste Song des Albums, und der Mann hätte gut und gern noch öfter eingesetzt werden können!
Insgesamt also elf Songs mit melodischem Ausdruck, stets abwechslungsreich und mit viel Groove ausgestattet, und immer, wenn Gitarrist Durand „zu Wort“ kommt, bringt dieser eine hervorragende Frische ein, beispielhaft hier der letzte Song „C'est comme ça c'est la vie“!

Trackliste
2 Yellow Moon (4:45)
3 Papillon (5:21)
4 Come Home (4:24)
5 Les maximiseurs de Pi (4:51)
6 Notre île (5:46)
7 My Little Sweet New Zealand Bunker (3:24)
8 Stop This World (3:53)
9 Indien de Paname (5:41)
10 My Little Sweet NZ Bunker (3:15)
11 C'est comme ça c'est la vie (6:05)
Besetzung
Elise Blanchard (basse)
Julien Charlet (batterie)
Daniel Zimmermann (trombone, chant -#8)
Sanseverino (chant - #7)
Thomas de Pourquery (saxophone - #10)
So bewerten wir:
| 00 bis 05 | Nicht empfehlenswert |
| 06 bis 10 | Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert |
| 11 bis 15 | (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert |
| 16 bis 18 | Sehr empfehlenswert |
| 19 bis 20 | Überflieger |

