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Reviews

Circle Karma Club

Wreak Havoc


Info

Musikrichtung: Rock

VÖ: 12.12.2025

(Lucky Bob Records)

Gesamtspielzeit: 33:32

Internet:

https://www.facebook.com/people/Circle-Karma-Club/100063463663361/
https://www.luckybob.de/
https://www.brooke-lynn-promotion.de/

Beim Circle Karma Club handelt es sich um eine Rockband aus dem Saarland, und Wreak Havoc ist ihr Debütalbum. Bereits rasch wird deutlich, dass man sich offensichtlich stark am Rocksound der Siebziger orientiert. Dabei fließen stets diverse andere Elemente in den Sound ein, sowohl mit noch älteren Aspekten als auch neue Strömungen, vielleicht auch hier und da ein Hauch von Popmusik. Die acht Songs zeichnen sich grundsätzlich dadurch aus, dass man recht schnörkellos und direkt spielt.

Mit dem Titelsong startet der Reigen, eine aus meiner Sicht ein zwar dezent groovender Sound, doch als Einleitung halte ich das für recht lang, für Einige vielleicht im Sinne des Wortes auch recht langweilig. Ansatzweise vernehme ich Passagen, die an AC/DC erinnern. Sänger Uwe Jolly kann mich auch nicht unbedingt als typischer Rocksänger mitreissen, es klingt dann doch eher ein wenig in Richtung Popmusik mit Rockeinschlag. So richtig „beinhart“ kommt das letztlich nicht. Klar, der Sound der Siebziger ist absolut präsent.

Im Laufe der Spielzeit des Albums entdecke ich somit diverse bekannte Musiker des Hard Rocks der Siebziger, aus den USA wie auch aus UK. Auch die eine oder andere Spur von Southern Rock vermag ich zu entdecken. Insofern ein sicher interessantes Unterfangen, diverse Spielarten und Stile unter einen Hut bringen zu wollen. Als Gesamtheit im Sinne eines eigenen individuell gestalteten Gesamtsounds klappt das nicht unbedingt, stets taucht das Eine oder/und Andere in einzelnen Songs auf.

Und so kann man, wenn man aufmerksam ist, diverse offensichtliche Vorbilder entdecken, auch anteilig Free und Bad Company, sogar Lynyrd Skynyrd schimmert ansatzweise leicht durch. So ist es das, was ich hier bemängele, dass noch ein klarer Wiedererkennungswert, allein auf die Band abgestellt, gestaltet wurde, aber das ist letzlich sicher noch zu bewerkstelligen, eben weil die Grundlagen weitestgehend vorhanden sind als Basis dafür. Noch einmal zum Gesang, denn angesichts der verschiedenen Ausprägungen der Musik, muss ich das auch unterschiedlich interpretieren, gefiel mir das beim Titelsong nicht so sehr, mag ich ihn bei „Sky Too High“ wiederum.

Für mich ist die Band insofern noch auf der Suche nach ihrem eigenen Sound, und unabhängig davon soll es nicht heißen, dass diese Musik schlecht ist, nein, absolut nicht, denn man kann sich ihr gut hingeben und sie ist durchaus unterhaltend. Auch die Musiker zeigen ihr Können an den Instrumenten, sehr gut gefällt mir in diesem Zusammenhang das Gitarrenspiel, für mich die eindrucksvollsten, emotionalsten und am meisten professionellsten Auftritte.

Und so höre ich soliden und handgemachten Rock, der dann wie mit „Sometimes" auch mal ein wenig akustisch und ruhiger ausgeprägt ist, und so fühle ich mich gedanklich und zeittechnisch zurückversetzt in das Jahr 1968, als die Rolling Stones 1968 auf ihrem Album „Beggar's Banquet“ auch akustisch geprägte Songs präsentierten. Auch mit einer Akustikballade, die mich dann wiederum an Songs von Led Zeppelin erinnert, werden wir mit „Beneath The Clouds“ ruhig verabschiedet.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Wreak Havoc
2 Sky Too High
3 This World Fails
4 What Are We Doin' Here?
5 Sometimes
6 Evelyne
7 A Place Like Home
8 Beneath The Clouds

Besetzung

Uwe Jolly (vox + guitar)
Uwe Angel (guitar)
Achim Neckenig (keys, + vox + percussion)
Nich Jörger (bass)
Jan Friedrich (drums)
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So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger