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Now and then
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Info
Musikrichtung:
Rock-Cover
VÖ: 16.01.2026 (Universal) Gesamtspielzeit: 52:41 |

Ich möchte Euch von Tamara erzählen.
Tamara ist die Queen der Klasse, 16 Jahre alt, graugrüne Augen, lange schwarze Haare, Beine und Po, die aussehen als wären hautenge Jeans extra für sie erfunden worden. Die kleine Rose, die sie sich auf den Brustansatz hat tätowieren lassen, bringt den Hormonhaushalt der Jungen völlig durcheinander.
Zeitsprung: 25 Jahre später.
Tamara sitzt bei Brutto an der Kasse. Sie ist jetzt zwei Tamaras. Das Haar ist stumpf. Die Rose sieht eher aus wie ein Sumpfdotterblume – in entsprechendem Umfeld. Bei ihrem Anblick wünscht man alle Jeans und Leggins auf einen fernen Planeten und beginnt das Loblied der Burka zu singen.
Warum ich diese Geschichte erzähle?
Anscheinend haben sich die Frontm3n die musikalischen Tamaras ihrer (teilweise reifen) Jugend geschnappt, um sie im Studio in den „Brutto“-Zustand zu bringen. Den Urhebern sollten in diesem Fall keine Tantiemen, sondern Schmerzensgeld gezahlt werden.
Elton Johns „Rocket Man“ fehlt jeder Ansatz von Kraft. In dieser Form wird er keinen Meter vom Erdboden abheben. Das poppige „I was made for loving you“ wird ja selbst von manchem Kiss-Fan scheel angeschaut. Für dieses Elaborat rotieren (zumindest die toten) Kussmäulchen in ihren Gräbern. Und man mag „Maniac“ mögen oder nicht, aber manisch heißt besessen sein, nicht im Sessel sein. Aber so klingen die Frontm3n.
Lassen wir das Lästern. Der Opener „Pretty Woman“ kommt halbwegs erträglich. Danach dauert es bis Stück 9. Dann kommen meine gefühlten Highlights. Das könnte daran liegen, dass ich die Originale nicht kenne und die Frontm3n-Versionen so nicht unter dem Vergleich leiden müssen. Aber dass „Times like these“ von den Foo Fighters stammen sollte, hätte ich nicht erwartet. Davon hört man wahrlich nichts mehr.
Die letzten drei Stücke fallen dann aus dem Rahmen. Hier gibt es keine Cover-Versionen. Hier darf jeder der der Gitarristen eine Eigenkomposition einbringen. Der nette Latino-Rhythmus aus der Feder von Peter Howarth ist für mich das Highlight eines völlig überflüssigen Albums.
Potenzielle Zielgruppe? Auf jeden Fall Menschen, die die Originale nicht kennen.

Trackliste
| 1 | Pretty Woman | 2:56 |
| 2 | Rocket Man | 4:06 |
| 3 | Since you’ve been gone | 3:39 |
| 4 | Does your Mother know | 3:45 |
| 5 | I was made for loving you | 4:09 |
| 6 | Maniac | 4:12 |
| 7 | Time after Time | 3:46 |
| 8 | Boys of Summer | 4:14 |
| 9 | Can’t get you out of my Head | 4:22 |
| 10 | Times like these | 4:21 |
| 11 | Don’t fade away | 4:35 |
| 12 | Scarlet Angel | 3:59 |
| 13 | One Day | 4:41 |
Besetzung
Pete Lincoln
Mick Wilson
So bewerten wir:
| 00 bis 05 | Nicht empfehlenswert |
| 06 bis 10 | Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert |
| 11 bis 15 | (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert |
| 16 bis 18 | Sehr empfehlenswert |
| 19 bis 20 | Überflieger |

