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Reviews

Final Gravity

Stormchaser (EP)


Info

Musikrichtung: Progressive Rock / Hard Rock

VÖ: 22.11.2024

(Eigenproduktion)

Gesamtspielzeit: 30:55

Internet:

http://www.finalgravitytheband.com

Obwohl noch weitgehend unbekannt, können Final Gravity bereits auf eine lange Geschichte zurückblicken: 2007 in Kalifornien gegründet, erschien zwei Jahre später das selbstbetitelte Debüt mit 14 Songs und satten 65 Minuten Spielzeit. Ein weiteres Jahr später war Sänger Bill Moore nicht mehr dabei. An seiner Stelle gab die gebürtige Australierin Melissa Jane Dichiera mit ihrem eigenständigen, nur an wenigen Stellen an Pat Benatar erinnernden Gesang ihren Einstand auf 4 Pack, einer EP mit einem neuen Stück („Let Go“) und drei Neuaufnahmen des Erstlingswerkes.

Gerade das zupackende „Let Go“ mit seinem abwechslungsreichen Mittelteil offenbarte das enorme Potenzial der neuen, offensichtlich idealen Besetzung und ließ für die Zukunft einiges erwarten. Doch anstatt richtig durchzustarten, passierte bei den Kaliforniern für eine ganze Dekade zumindest veröffentlichungstechnisch gar nichts!
Das änderte sich erst am 29. Januar 2021, als endlich der zweite Longplayer Surviving Humanity das Licht der Welt erblickte. Das Quartett hatte die ganze Zeit unermüdlich an seinem Material gearbeitet. Die Hartnäckigkeit der Musiker wurde mit einem Meisterwerk belohnt! Die acht in sich ganz verschiedenen, mitreißenden Songs voller Wendungen, Leidenschaft und Gefühl werden von einem tollen Cover im Stil von Hugh Syme gekrönt. Surviviving Humanity würde mit Sicherheit viele Prog-Fans begeistern – wenn sie es nur kennen würden! Zu „Sincerely Satan“ wird sogar ein eigenes Bier gebraut!

Nun stellt sich die Frage, ob die sechs Kompositionen der auch bereits wieder „alten“, aber immer noch aktuellen EP Stormchaser mit ihrem „großen Bruder“ mithalten können. Insgesamt können sie es nicht, kurioserweise ist dennoch eine klare Weiterentwicklung zu erkennen! Besonders auffällig sind die vielen kleinen Melodien. Richtige Ohrenschmeichler! Das gab es in dieser Fülle bisher nicht!
Songs wie „The Deep“ mit seinem packenden Rhythmus in Musik und Gesang, der vielschichtige Heavy Rocker „Far Away“ und sogar das gelungene Rush-Cover „Entre Nous“ werden überstrahlt von der überragenden Schlussnummer „Planet Earth“, einer dramatischen Ballade über die Flucht der Menschheit von der von ihrer eigenen Gier unbewohnbar gemachten Erde. Vom ersten bis zum letzten Ton sagenhaft gut gemacht! Insbesondere der Schlussteil verursacht Gänsehaut! Gitarrist Michael Clark brilliert hier (und auch sonst immer wieder) auf der Akustikgitarre! In Kombination mit Melissa Janes einfühlsamem Gesang verblassen die übrigen Tracks zunächst gegen diese geballte Ladung an Gefühl, gewinnen anschließend allerdings mit jedem Durchlauf an Qualität und Klasse hinzu. Darüber hinaus ist man auch neugierig, was ein Lied zu bieten hat, das „The Story Of Forever“ heißt!

Zusätzlich zum Audio-Genuss von mir die dringende Empfehlung, sich die diversen YouTube-Videos der Band anzusehen. Sowohl beim Spielen von Coversongs als auch beim Erklären usw. machen die begabten Musiker einen sympathischen, ungemein bodenständigen Eindruck. Definitiv ein Grund mehr, Final Gravity genau im Auge zu behalten!

Was die Bewertung betrifft, würde ich wahrscheinlich mehr Punkte vergeben, wenn es ein vollständiges Album mit mehr Songs dieser Qualität wäre, aber der Album-EP-Rhythmus scheint bei der Gruppe Methode zu haben.



Michael Schübeler

Trackliste

1The Deep4:24
2Far Away6:09
3Automatic Pilot4:40
4The Story Of Forever4:58
5Entre Nous4:36
6Planet Earth6:08

Besetzung

Melissa Jane Dichiera (Vocals)
Michael Clark (Guitars, Keyboards)
Charles Mumford (Bass)
John Chominsky (Drums)
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So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger