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There Is Nothing In The Dark That Isn't There In The Light
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Info
Musikrichtung:
Singer/Songwriter
VÖ: 05.12.2025 (Play It Again Sam) Gesamtspielzeit: 39:41 Internet: https://tomsmith.os.fan/ https://www.playitagainsam.net/ https://www.pias.com/ |

Das ist wirklich angenehm, mal wieder ein Album aus dem Bereich des Genres Singer/Songwriter zu hören. Und wenn das derart ausgeschmückt ist wie There Is Nothing In The Dark That Isn't There In The Light von Tom Smith, dann fühle ich mich sofort angesprochen von dieser sorgfältig arrangierten Musik. Ja, hier sind es bei jedem einzelnen Song kleine „Überraschungen“ durch kleine, aber feine Zugaben.
Rasch fühle ich mich erinnert an ähnliche gelagerte Stimmungen, wie zum Beispiel muss ich an Glen Hansard denken, dessen Musik ich einst durch den Film „Once“ kennenlernte. Aber auch viele Passagen lassen mich hin zu Nick Drake assoziieren.
Smith wird vielen Musikliebhabern*innen bekannt sein als Leadsänger und Musiker der Indie Rock-Band Editors. Doch wer angesichts dieser Veröffentlichung auf deren Musik hofft, dürfte möglicherweise enttäuscht sein, denn das hier bei des Protagonisten Debüt-Solo-Album ist ganz anders. So soll er motiviert gewesen sein von dem Wunsch, sich auf die rohen, akustischen Anfänge seiner Tätigkeit als Songwriter zu besinnen, und heraus kam diese wirklich sehr schöne Musik voller intimer Atmosphäre, und entsprechend ist auch die Thematik der Songs gewählt, Beziehungen und daraus erwachsene Probleme und Ähnliches werden berührt, anhand des beigefügten Textheftes kann man die Inhalte sehr gut nachvollziehen und somit eine Stimmung schaffen, die Hörern*innen ermöglicht, eine Einheit von Text und Musik mitzuerleben und irgendwie mittendrin zu sein.
Zweiter wichtiger Musiker ist Iain Archer, der sowohl mitverantwortlich für die Texte ist und als Produzent des Albums fungierte. Die Arrangements leben von vielen Feinheiten, seien es die String Arrangements auf einigen Songs oder der Einsatz von Blasinstrumenten, hier möchte ich den Song „Lights Of New York City“ hervorheben, bei dem Trompeter Mark Travers einen wichtigen Part spielt bei der Ausgestaltung, sehr melancholisch strahlt dieses Stück und ganz wunderschön.
So wechseln sich auch reduzierte Gestaltung bis hin zu fast dramatischen Arrangements ab. Ja, aus meiner Sicht ist Tom Smith ein hervorragendes Album gelungen im Singer/Songwriter-Umfeld, allerdings weniger geprägt von den vielen US-amerikanischen Kollegen*innen, sondern wirklich sehr britisch ausgelegt. Sehr eindrucksvoll ist auch die stimmliche Gestaltung der Songs, sehr emotional tönt es und recht geschmeidig im Einklang mit den jeweiligen Arrangements. Mitunter klingt das so angenehm „altmodisch“, verschließt sich modernen Strömungen dabei nicht.
Ja, ich kann nicht umhin, begeistert zu sein, denn There Is Nothing In The Dark That Isn't There In The Light ist eine wahre Perle des Genres, inklusive vieler zarter und zärtlich klingender sehr gefühlvoller Momente voller Melancholie, ohne gleich im Weltschmerz zu versinken.

Trackliste
2 How Many Times
3 Endings Are Breaking My Heart
4 Life Is For Living
5 Broken Time
6 Lights Of New York City
7 Souls
8 Northern Line
9 Leave
10 Saturday
Besetzung
Iain Archer (electric guitar, bass, acoustic guitar, pedal steel, baritone guitar, keyboards, percussion, auto harp, accordion, Solina)
Mark Travers (trumpet)
Ben Castle (saxophone, clarinet, flute)
Matt Ingram (drums, percussion)
Danny Snow (double bass)
Oli Kraus (strings)
So bewerten wir:
| 00 bis 05 | Nicht empfehlenswert |
| 06 bis 10 | Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert |
| 11 bis 15 | (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert |
| 16 bis 18 | Sehr empfehlenswert |
| 19 bis 20 | Überflieger |

