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Reviews

Paradise Lost

Ascension


Info

Musikrichtung: Gothic / Doom / Death Metal

VÖ: 19.09.2025

(Nuclear Blast / Warner)

Gesamtspielzeit: 60:50

Internet:

http://www.paradiselost.co.uk

Wenn man es sich genau überlegt, gibt es erstaunlich viele Gruppen, die einen unverwechselbaren Sound haben. Mir fällt aber keine Band ein, die so virtuos mit den Versatzstücken der eigenen Musik jongliert wie Paradise Lost. Ihr 17. Studioalbum Ascension ist wie so viele ihrer jüngeren Alben ein Paradebeispiel dafür, ein wilder Ritt durch die eigene Discographie. Die 12 Songs zeigen, dass Selbstzitate nicht zwangsläufig platt klingen müssen. Es dominieren Riffs, die einerseits vertraut klingen und dabei zugleich immer wieder neu und frisch wirken. Keine Ahnung, wie Kreativkopf Gregor Mackintosh das hinkriegt!

Vor dem Release dieser Platte wurde man von den phantastischen Videos zu „Silence Like The Grave“ (was für ein bildhafter Titel!) und „Serpent On The Cross“ maximal angefixt! Beides düster-beklemmende Mini-Epen, die in eindrucksvoller Manier die mal mehr, mal weniger latent bedrohliche Atmosphäre und fesselnde Dramatik von Ascension visualisieren. Könnte man zu ausgewachsenen Horrorfilmen erweitern! Ähnlich wie The Plague Within 2017 ist auch diese 61 Minuten lange Scheibe eine Zusammenfassung der mittlerweile bereits stolze 37 Jahre währenden Bandgeschichte, ein wilder Ritt durch die eigene Discographie. Ach, das sagte ich bereits? Super, dann kann ich mir das mit den Selbstzitaten ja schenken!

Die beiden erwähnten Platten eint noch eine weitere Gemeinsamkeit: Die Frage, warum es keinen Titelsong gibt und wie der wohl klänge, wenn es ihn gäbe! Außer Frage steht hingegen, dass Mackintosh richtig Bock hatte, mal wieder eine hammergeile Scheibe zusammenzuzimmern. Seine spannenden, elektrisierenden Kompositionen wurden von Nick Holmes mit offenen Armen empfangen und freudig mit seiner vollen stimmlichen Bandbreite veredelt. Und seine poetischen, kryptischen Texte sind auch nicht zu verachten! Als Konsequenz daraus hat das ebenfalls sehr bildhafte „Lay A Wreath Upon The World“ was von einem Gedicht – Black Romantic pur!

Wenn ich allerdings nur einen Anspieltipp nennen dürfte, würde ich „Salvation“ wählen, weil hier die (zum Glück nicht zu aufdringlichen) Growls von Holmes auf einen besonders eindringlichen Refrain treffen, in dem überdies Alan Averill von Primordial als Gast zu hören ist.

Das alles ergibt in der Summe ein zu jeder Sekunde voll überzeugendes Gesamtpaket!



Michael Schübeler

Trackliste

1Serpent On The Cross6:12
2Tyrants Serenade4:20
3Salvation7:07
4Silence Like The Grave4:46
5Lay A Wreath Upon The World4:51
6Diluvium5:47
7Savage Days3:54
8Sirens4:46
9Deceivers3:37
10The Precipice5:42
11This Stark Town5:38
12A Life Unknown4:10

Besetzung

Nick Holmes (Vocals)
Greg Mackintosh (Lead and Rhythm Guitars)
Aaron Aedy (Rhythm Guitars)
Steve Edmondson (Bass)
Guido Montanarini (Drums)
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So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger