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Reviews

Weckörhead

Bastardos


Info

Musikrichtung: Motörhead

VÖ: 10.01.2026

(Super Shock Resist)

Gesamtspielzeit: 76:18

Internet:

http://www.weckörhead.de

Vier Mal wurden Weckörhead bei uns bereits verarztet – immer mit einer Diagnose im Bereich „sehr empfehlenswert“ oder sogar darüber. Dieses Mal habe ich einen längeren Moment gezögert und über die 15 Punkte nachgedacht, die höchste Punktzahl im „nur“ empfehlenswerten Bereich.

Ein doppelter Grund: Zum einen nutzt sich der „Gag“ Motörhead-Songs ins Deutsche zu übertragen irgendwann auch etwas ab; zum anderen hat sich der Wecker für die bisherigen Releases natürlich bereits die schmackhaftesten Rosinen aus dem Motörhead-Kuchen herausgepickt.

Und auch die Tatsache, dass man bei den Longplayern immer versucht die Speicherfähigkeit einer CD bis Nahe ans Maximum auszunutzen, kann zu Ermüdungserscheinungen führen.

Aber mit einem kleinen Trick ist es gelungen, den stilistischen Rahmen zu erweitern ohne dem Konzept `Motörhead auf Deutsch´ untreu zu werden. Lemmy hat im Laufe der Jahre mit seiner Band eine ganze Reihe an Cover-Versionen aufgenommen. Darauf wird nun zurückgegriffen. Und „Der Zug rollt weiter“, die deutsche Version der Tiny Bradshaw-Nummer „Train kept rollin“, die bereits von den Yardbirds und Aerosmith gecovert wurde, gehört zu den Highlights von Bastardos, ebenso wie Bob Segers „Rosalie“. Ein ganz besonderen Reiz hat „Helden“, da sich Weckörhead, wie zuvor bereits Motörhead, mit dem Bowie-Klassiker deultich aus dem Bereich des Heavy Metal heraus wagen.

Weitere neue Akzente setzen die Steiffenhorns, die „Geborener Rebell“ und „Verpiss mich hier“, eine alte Motown-Nummer, mit fetten Bläsersätzen veredeln.

Highlights unter den klassischen Motörhead-Nummern sind „Doktor Rock“, das toll groovende „Nun sing ich mein Klagelied“ und das fast in den Southern Rock changierende „Eisenross“.

Präsentiert wird die CD in einem stabilen Gatefold-Cover mit 28-seitigem Booklet, das Liner Notes, Fotos und – bis auf „Hackfresse“ - sämtliche Texte mit Kommentaren vom Wecker höchstpersönlich enthält.

Zusammen ist das wieder einmal … sehr empfehlenswert.

Wenn ich in die Zukunft schaue, hoffe ich auf Weckörhead live – und nach Möglichkeit nicht nur auf Konserve. Aber bislang traut sich die Band kaum aus ihrer westniedersächsisch-westfälischen Comfortzone heraus.



Norbert von Fransecky

Trackliste

1Rock out 2:10
2Ich hab meins 5:29
3Mit dem Lokführer auf der Reise 3:48
4Doktor Rock 3:28
5Der Zug rollt weiter 2:52
6Nun sing ich mein Klagelied 3:12
7Fiese Maschina 2:58
8Geborener Rebell 5:00
9Der Menschenbund 5:16
10Helden 4:39
11Mausetot für immer 5:04
12Rasierer 3:49
13Hackfresse 4:06
14Das Spiel 3:38
15Rosalie 4:04
16Im Namen der Tragödie 3:05
17Kein As in meinem Ärmel 3:15
18Verloren im Ozon 3:27
19Eisenross 3:46
20Verpiss mich hier 2:54

Besetzung

Jörg (Dr)
Rico (Git)
Mitch (Git)
Wecker (Voc, B)

Gäste:
Franky Hotte (Mundharmonika <5>)
Häns Hämmer (Voc <8>)
Joel Weckermann (Ad. Git <10>, B <10>, Synth <10>)

Die Steiffenhorns
Tommy Schneller (Sax <8,20>, Sax-Solo <20>, Back Voc <10>)
Dieter Kuhlmann (Posaune <8,20>, Back Voc <10>)
Jens Buschenlage (Trompete <8,20>, Back Voc <10>)
Jürgen Wieching (Sax <8,20>, Back Voc <10>)
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So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger