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Reviews

Jaggat

Same


Info

Musikrichtung: Jazz-World Music Fusion

VÖ: 28.11.2025

(Bertus)

Gesamtspielzeit: 53:25

Internet:

https://casparvanmeel.com/de/
https://www.bertus.com/
https://www.martinaweinmar.de/

Nun, ich war nicht ganz sicher hinsichtlich des Bandnamens, heißt diese Vereinigung von Markus Conrad, Caspar van Meel, Afra Mussawisade und Christoph König nun Jaggat? Nun, sicher ist jedoch, dass die Vier eine besondere Art der Fusion zelebrieren, eine Verbindung von spanischen, indischen, arabischen, afrikanischen und lateinamerikanischen Einflüssen. Multikulturell spiegeln die zwölf Songs des Albums demnach diverse Eindrücke wider. Der Begriff Jaggat stammt im Übrigen aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie Welt, mithin – Weltmusik!

Ja, Weltmusik sollte hier klar der Oberbegriff sein, denn gerade der Perkussionist Mussawisade bringt dieses Element sehr tatkräftig ein, als gutes Beispiel nenne ich hier „Waldweg“. Doch zunächst ist es das „Intro“, das einen ganz anderen Charme verbreitet, das ist ein fast schon kammermusikalischer Einstieg, bevor dann bei „Cecilia's Flowers“ ein prägnanter Basslauf den Song auf den Weg bringt. Herrlich, wie dann die Violine von Christoph König die Melodieführung übernimmt, und er ist dann noch neben den beiden ersten Titeln auf den Tracks vier und acht zu hören.

„Friday“ klingt recht arabisch/nahöstlich ausgerichtet und hier als auch auf allen Songs ist es Gitarrist Conrad, der sich mit dem Spiel seiner akustischen Gitarre sowohl auf klassischem als auch auf südamerikanisch/spanisch klingenden Terrain einbringt. Der „Jaggat Song“ strahlt duch ein wunderbar fließendes Gitarrensolo, ich vernehme Spuren der Fusion in Richtung der siebziger Jahre, ein wenig hin zu John McLaughlin oder auch Larry Coryell wandern meine Gedanken.

Bis auf die vier Songs mit Violine sind es also die restlichen Songs, in denen Conrad sehr im Vordergrund agiert, dabei füllt Bassist van Meel mit seinen Beiträgen die Musik umfassend aus, und Mussawisade bringt dieses elastisch-exotische Flair mit dazu, so werden mühelos und ineinander verflochten Brücken gebaut zwischen Kammermusik, Jazz und hohen Weltmusikanteilen. Alle wirken perfekt zusammen und gestalten mit dieser Vielfalt etwas sehr Besonderes, und mir fällt auf, dass die Musik mitunter von Melancholie ausgefüllt ist, bei „Softly“ fällt mir das besonders auf.

Doch letztlich breitet sich eine große Palette diverser Emotionen aus, und dabei läuft die Musik wie am Schnürchen, absolut leichtgängig und voller Enthusiasmus und mit hohem Energielevel, dabei bilden die dichten Kompositionen und die gleichzeitige Freude an der Improvisation eine ausbalancierte Einheit, man spürt eine ständige Bewegung.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Intro
2 Cecilia's flowers
3 Lrina's tune
4 Friday
5 Jaggat song
6 Waldweg
7 Interlude 1
8 The circle
9 Interlude 2
10 Boca abajo
11 Softly
12 Ramenco

Besetzung

Markus Conrad (guitar)
Caspar van Meel (double bass)
Afra Mussawisade (percussion)
Christoph König (violin - #1, 2, 4, 8)
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So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger