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Reviews

Vejslev/Brunbjerg/Elhøj

It's A Riot


Info

Musikrichtung: Modern Jazz

VÖ: 14.11.2025

(In The Flesh Record Company)

Gesamtspielzeit: 42:02

Internet:

https://kristoffervejslev.com/projects/vejslev-brunbjerg-elh-j
https://www.facebook.com/people/In-The-Flesh-Record-Company/61583676614455/

Kristoffer Vejslev, Martin Brunbjerg und Rasmus Elhøj aus Dänemark bilden dieses Trio, dass mit It's A Riot ihr Debütalbum vorlegt. Dazu gesellen sich auf einigen Songs einige Gäste, siehe Line-up. Gemeinsam haben sie ein sehr interessantes Jazz-Album vorgelegt, das vor Frische, Kreatitivät und Spielfreude glänzt.

Eine Art Zentrum bilden hierbei drei Kompositionen von Thelonious Monk, die Titel 1, 2, 10. Auf allen spielt Rudi Mahall eine wichtige Rolle als Bass-Klarinettist, bringt er doch eine Menge an Esprit ein, etwas, was man an Monk auch so schätzte. Auf drei Titeln insgesamt wird er vom zweiten Bläser, Hannes Bennich, unterstützt. Die Beiden und Pianist Simon Toldam sind die erwähnten Gäste, die eine gelungene Abrundung und Erweiterung des Trio-Formats darstellen.


„Monk's Dream“, die erste der drei Monk-Kompositionen, startet sehr schwungvoll, dabei erinnern mich die Gitarre und der Aufbau des Songs auch an Musik von Larry Coryell, Ende 60er, Anfang der 70er. Doch das Außergewöhnliche wird eher durch Rudi Mahall dargestellt. Er war auch bereits in freier gestalteten Gefilden unterwegs und kennt sich mit Monk gut aus durch frühere Berührungen mit dessen Musik.

Gar nichts mit Monk hat der Track Acht, „Lennie's Pennies“ zu tun, stammt er doch vom Pianisten Lennie Tristano, herrlich, wie hier der Geist des Bebop hitzig versprüht wird, mit einem starken, an Charlie Parker erinnernden Ausdruck. Der erste Song, den die drei Musiker als Trio bestreiten, ist der Klassiker „In the Wee Small Hours of the Morning“, sehr gelassen und ganz ruhig fliesst es hier dahin, die Gitarre mit verträumtem Ausdruck, dazu ein Bass-Solo und der Drummer unterstützt ganz zart. Die weitere Trio-Einspielung ist „Goodbye“, ähnlich ruhig gestaltet, und „Tricotism“, das swingt etwas flotter, nur mit Bass und Schlagzeug als Duo vorgetragen.

Eigentlich bedient man sich der Geschichte des Jazz, ab der fünfziger Jahre und zelebriert diese verschiedenen Einflüsse, sie dabei in die Jetztzeit transportierend. Und so bekommen die drei Songs von Thelonious Monk auch eine gewisse Auffrischung. Mit „Ricochet“ hat man sich für eine Kollektiv-Improvisation entschieden, doch bleibt der Song dennoch „auf dem Boden“ und fließt recht angenehm dahin, bis dann „Well You Needn't“ den Monk'schen Reigen abschliesst, mit einem an die typische Ausdrucksweise von Monk erinnernd.

Mein Lieblingssong bleibt „Lennie's Pennies“, weil es sehr mitreissend ist, aber auch „Smog Eyes“ von Ted Brown kann mich erreichen, weil hier die beiden Bläser erneut den Geist des Bebops heraufbeschwören, warum der Song allerdings nur etwa 1:12 Minuten lang ist, bleibt mir jedoch ein Rätsel. Mit einem Klassiker von Billy Strayhorn endet dieses sehr interessante Album mit Musik voller Energie und Frische, nun mit ganz ruhiger und zart getupfter Stimmung. Gesamtheitlich betrachtet ist hervorzuheben, dass sich alle beteiligten Musiker mit ihrer jeweiligen Kreativität einbringen und ihre musikalische Prägung beitragen.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Monk's Dream
2 Ask Me Now
3 Ricochet
4 In the Wee Small Hours of the Morning
5 Smog Eyes
6 Goodbye
7 Tricotism
8 Lennie's Pennies
9 We See
10 Well You Needn't
11 Flower Is a Lovesome Thing

Besetzung

Kristoffer Vejslev (guitar)
Martin Brunbjerg Rasmussen (bass)
Rasmus Elhøj Jensen (drums)
Rudi Mahall (bass clarinet - #1, 2, 5, 10)
Hannes Bennich (tenor saxophone - #1, 5, 8, 10)
Simon Toldam (piano - #3, 9, 11)
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So bewerten wir:

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06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
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