····· Die Toten Hosen veröffentlichen das letzte reguläre Studioalbum ····· Zwei Kultalben von Evildead werden von Steamhammer wiederveröffentlicht ····· Die trans-mediterranen Prog-Metaller Myrath präsentieren im April ihr neues Album ····· Im April öffnet die Metal Church ihren 13ten Gottesdienst ····· Der Highway to Heaven wird von Nina Hagen mit Gospel-Klassikern gepflastert ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Talking Heads

Stop making Sense (Special new Edition - 15th Anniversary)


Info

Musikrichtung: Wave / Rock / Funk

VÖ: 1999 (12.9.1984)

(EMI)

Gesamtspielzeit: 74:26

Stop making Sense ist der Soundtrack zu dem gleichnamigen Konzertfilm, dessen Aufnahmen im Dezember 1983 im Pantages Theatre in Holywood mitgeschnitten wurden. Es gibt ihn in mindestens drei Versionen. Die ursprüngliche Edition umfasste neun Songs, die relativ stark bearbeitet waren. Die hier besprochene Edition erschien zum 15-jährigen Jubiläum des Films, ist um sieben Stücke erweitert und vom Sound her näher am Original. 2024 erschien zum 40sten eine 18-Track Edition, die erstmals das komplette Konzert enthielt.

Ob man sich für diese Version hier entscheidet, oder für das Original, dürfte – wie so oft – Geschmackssache sein. Auf meinem Notizzettel habe ich die Stücke in die fünf Kategorien “Highlight”, “stark”, “solide”, “okay” und “Filler” einsortiert. Sämtliche Stücke der Original-Version befinden sich in den ersten beiden Kategorien. Von den Bonus-Songs der hier besprochenen Edition schaffen es nur „Crosseyed and painless“ unter die “Highlights” und das von treibenden Percussions voran getriebene „Thank you for sending me an Angel“ in die Kategorie “stark”. Der Rest verteilt sich recht gleichmäßig auf “solide”, “okay” und “Filler”. Die solide Ballade „Heaven“ hätte es möglicherweise auch in die Kategorie “stark” geschafft, wenn ich nicht immer wieder die fantastische Cover-Version von Simply Red im Ohr gehabt hätte, die das Talking Heads-Live-Original deutlich in den Schatten stellt.

Die Talking Heads faszinieren auf diesem Live-Mischnitt mit einem ganz eigenen wavigen Sound, der auf der einen Seite von der für die 80er Jahre nicht untypischen Unterkühltheit geprägt ist und dennoch den Groove und die Wärme des Funk rüber bringt. Höhepunkte dieser Mischung sind „Burning down the House“, „Take me to the River“ und „Life during Wartime“. Stärker auf das Unterkühlte setzt der grandiose Opener „Psychokiller“ - allesamt Stücke zum Niederknien.

Unverzichtbar sind darüber hinaus das coole „sumpfige“ „Swamp“, „Once in a Lifetime“ mit kaltem Groove und einem Refrain mit Langzeitwirkung; ähnlich, wenn auch ohne einen solchen Refrain, „Girlfriend is better“, sowie „Slippery People“ und „What a Day that was“ mit ihrem packenden (Bass) Groove.

Eins der ganz seltenen Alben, die eine derart eigenständige Persönlichkeit haben, dass sie auch nach über 40 Jahren keine Spur von Staub angesetzt haben.



Norbert von Fransecky

Trackliste

1Psychokiller 4:25
2Heaven (Bonus) 3:41
3Thank you for sending me an Angel (Bonus) 2:10
4Found a Job (Bonus) 3:15
5Slippery People 4:01
6Burning down the House 4:06
7Life during Wartime 5:51
8Making Flippy Floppy (Bonus) 4:40
9Swamp 4:30
10What a Day that was 6:01
11This must be the Place (Naive Melody) (Bonus) 4:57
12Once in a Lifetime 5:25
13Genius of Love (Tom Tom Club) (Bonus) 4:31
14Girlfriend is better 5:06
15Take me to the River 5:33
16Crosseyed and painless (Bonus) 6:11

Besetzung

David Byrne (Voc, Git)
Bernie Worrell (Keys)
Jerry Harrison (Git, Keys, Voc)
Steve Scales (Perc)
Alex Weir (Git, Voc)
Tina Weymouth (B, Voc)
Chris Frantz (Dr, Voc)
Ednah Holt (Back Voc)
Lynn Marby (Back Voc)
Zurück zum Review-Archiv
 


So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger