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Reviews

Sweet

Live at the Marquee


Info

Musikrichtung: Hard Rock

VÖ: 10.10.25 (89/2013)

(Metalville)

Gesamtspielzeit: 64:36

Am 13. Februar 1986 liefen im legendären Marquee Club die Bänder mit. 1989 wurde der Mitschnitt veröffentlicht, wohl noch ohne die beiden Bonus-Tracks, die sich erst auf der 2013er Wiederveröffentlichung durch Angel Air befanden, die nun in wohl unveränderter Form noch einmal von Metalville zugänglich gemacht wird. Das damalige Booklet, das u.a. die fünf damaligen Mitglieder, von denen ja nur zwei Ur-Sweets sind, kurz vorstellt, fehlt in der aktuellen Edition. Ob die beiden Bonus-Tracks auch von diesem Konzert stammen, erfahren wir allerdings auch dort nicht.

Das Programm konzentriert sich vor allem auf Material aus den Jahren 1974 und 1975, insbesondere auf das Album Sweet Fanny Adams, mit dem sich die Sweet deutlich von der Bubblegum-Pop- zur Rock-Band gehäutet hatten. Das ist auch diesem Auftritt im Marquee anzumerken – nicht zuletzt beim Titelsong des genannten Albums oder dem regelrechten Crescendo am Ende des „Guitar Seque“. Die Stimme von Paul Mario Day (Ex-Iron Maiden) ist gelegentlich gewöhnungsbedürftig („Action“, „Ballroom Blitz“).

Ein Stück fällt zeitlich aus dem Rahmen - „Love is like Oxygen“ vom 78er Album Level headed. Das passt, denn die progressiven Ansätze dieses Albums und dieses Stückes werden massiv ausgebaut. „Love is like Oxygen“ wird mit einem vierminütigen Instrumentalteil auf fast neun Minuten ausgedehnt, in dem sich Phil Lanzon an seinen Keyboards in ELP-Manier austoben darf.

Und das ist nicht das einzige Mal, dass Lanzon den Sweet-Sound ungewöhnlich deutlich mit den Tasten prägt. Man höre nur die furiose Orgel in „Set me free“ - ebenfalls deutlich verlängert, die proggigen Synths in „Someone else will“ oder die fast jazzigen Piano-Passagen bei „Restless“. (Ob ihn das für seinen Anschlussjob empfohlen hat? Noch im Jahr des Marquee-Konzertes verließ Lanzon die Sweet in Richtung Uriah Heep, für die er mittlerweile seit fast 39 Jahren die Tasten drückt.)

Starkes Live-Dokument, das durchgehend überzeugt und oft überrascht, wenn man die einstigen Chinn-Chap-Zöglinge nur von den damaligen Pop-Hits her kennt und nicht weiß, dass die Band fast von Anfang an dafür gesorgt hat, dass auch ihre eigenen Stücke auf Alben und Single-B-Seiten erschienen.



Norbert von Fransecky

Trackliste

1Action 4:37
2Sweet FA 5:40
3Love is like Oxygen 8:56
4Restless 3:47
5No you don't 2:24
6Guitar Seque 3:03
7Someone else will 5:17
8Drum Solo 2:51
9Set me free 8:19
10Ballroom Blitz 4:18
11Fox on the Run 6:05
12AC DC (Bonus Track) 5:20
13Burn on the Flame (Bonus Track) 3:58

Besetzung

Andy Scott (Git, Back Voc)
Mick Tucker (Dr, Back Voc)
Paul Mario Day (Lead Voc)
Phil Lanzon (Keys, Back Voc)
Mal’ McNulty (B, Back Voc)
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So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger