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Reviews

Isabel Rumble

Hold Everything Lightly


Info

Musikrichtung: Singer/Songwriter/Folk

VÖ: 24.10.2025

(Eigenveröffentlichung)

Gesamtspielzeit: 45:50

Internet:

isabelrumble.com/
https://www.hemifran.com/news/

Heute stellt sich eine Dame aus New South Wales, aus Australien, vor. 2023 veröffentlichte Isabel Rumble ihr Debütalbum „Bird Be Brave“, gefolgt von einer EP, „Water Wings“ (2024) Und nun liegt der zweite Longplayer vor mit Hold Everything Lightly.

Musikalisch müssen wir uns in Richtung Folk/sanften Folk-Rock orientieren. Gleich mit dem Einstieg, „Soften“, wird die Gangrichtung bestimmt. Eine leicht verhallte Gitarre, darüber sehr melodiöser und von emotionaler Klarheit geprägter Gesang, spontan wandern meine Gedanken in die Anfangsjahre von Suzanne Vega. Nach und nach steigert sich der Song sanft, ein wenig Schlagzeug kommt hinzu und die Gitarre wird auskleidender.

Wie zu lesen ist, sollen die zehn Songs des Albums eine Reise präsentieren, die die Initiation in die Weiblichkeit und die Liebe thematisieren und immer wieder zur Stimme des Herzens zurückkehren. (Mangels nicht beiliegender Texte kann ich nicht näher darauf eingehen) Die anfängliche ruhige und poetische Stimmung setzt sich fort, das ist wunderbare Entschleunigung, so erklingt nach der gelegentlichen rhythmischen Begleitung wohl noch gelegentlich eine Pedal Steel zur noch mehr emotionalen Abrundung. Leider habe ich kein Line-up zu Verfügung, ein akustischer Bass, der mich hinsichtlich der Atmosphäre auch an alte Songs der Band Pentangle erinnert, erklingt unter anderem noch.

Und bereits beim vierten Song wird eine weitere Assoziation erweckt, erinnert mich diese Stimmung auf „Knowing“ doch ein wenig an den Song „The First Time Ever I Saw Your Face“ in der Fassung von Roberta Flack. Viel britischer Folk also mit dem einen oder anderen Ausflug, zusammengestellt zu einer sehr intimen musikalischen Darbietung mit Anspruch, und einem glaubhaften Ausdruck der Protagonistin.

Ach, „Lonely Hunter“, jetzt muss ich spontan an Nick Cave And The Bad Seeds feat, Kylie Minogue denken, „Where The Wild Roses Grow“, nun ja, ein australischer Kollege...

Einigen mag diese Musik zu ruhig ausfallen, nun gut, ein wenig Abwechslung hinsichtlich der Stimmung wäre wünschenswert gewesen, so läuft die Protagonistin Gefahr, dass sich, trotz der Nuancen, alle Songs im „Stück“ relativ gleich anhören. Wie auch immer, die gut fünfundvierzig Minuten Entschleunigung und Schönheit haben mir gut getan...



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Soften (4:28)
2 Better Half of Me (4:12)
3 Lonely Hunter (3:10)
4 Knowing (4:57)
5 Room To Grow (4:49)
6 Born Again (3:54)
7 I Danced (4:36)
8 Digesting History (4:31)
9 You'll Sing (4:03)
10 Hold Everything Lightly (7:06)

Besetzung

Isabel Rumble (vocals, guitar(?))
plus bass,
piano,
pedal steel,
drums
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So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger