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Reviews

The Ghost And The Machine

Sorrows


Info

Musikrichtung: Alternative Rock

VÖ: 14.11.2025

(Fullmax Recordings)

Gesamtspielzeit: 41:36

Internet:

https://www.the-ghost-and-the-machine.com/
https://fullmax.at/
https://mosaik-promotion.de/

Ach, war das doch in den Sixties so einfach, dann vorherrschende musikalische Richtungen zu unterscheiden. Und immer wieder kamen neue Trends, neue Stilbezeichnungen auf und nicht nur, dass diese sich nicht einfacherhalber, nebeneinander positionierten, nein, es musste auch noch fusioniert werden. Egal, ob Pop, ob Hard Rock, ob Metal, ob Blues oder Jazz, alles erweiterte sich und damit verbunden wurde es schwierig, zu katalogisieren.

So geht es mir auch mit der Band The Ghost And The Machine, die nach allem Möglichen klingt. Ich höre eine gesangliche Laszivität á la Lou Reed mit Velvet Underground, Fuzz – Gitarren, wie ich sie durch Bands wie Eden's Children kennenlernte, und was muss ich lesen? „Dark Indie Folk Rock“ soll das sein. Nun gut, ich belasse das mal dabei, bevor ich noch weiter in den Sixties und ähnlich klingenden Bands lande, nein, eine noch: The Stooges....

The Ghost And The Machine ist die Band des österreichischen Gitarristen und Sängers Andreas Lechner, mit sehr eigenwilligem Ausdruck kreiert er einen Sound, der gleichermaßen altmodisch und modern wirkt, der Sound der Gitarre, nicht immer fuzzig, sondern auch mal in Richtung verhallter Western-Romantik treibend, bestimmt das Gesamtbild der Musik recht wesentlich, etwas stört mich, kein echtes Schlagzeug, dadurch wird der Sound zu sehr in Richtung „künstlich“ gedrängt, man hätte das in Verbindung mit der sonstigen Instrumentierung eleganter lösen können, und hätte man dann anstelle donnernder Drums ganz sanfte Jazz-Besen eingesetzt, wäre das dem Ganzen gut bekommen.

Laut Presseinfo beschreibt Lechner „Hymnen über das Leben und die Liebe, das Scheitern und Wiederaufstehen, Selbsttäuschung aus Selbstschutz und menschlichen Kummer in all seinen Facetten.“ Ferner soll es sich beim Bandnamen um „Eine Anspielung auf das Buch des Schriftstellers Arthur Koestler über die vom Oxforder Philosophen Gilbert Ryle geprägte dualistische Darstellung der Beziehung zwischen Geist und Körper“ handeln. In diesem Zusammenhang hätte ich es begrüßt, das näher und einfacher nachvollziehen zu können, nur durch das Beilegen der Texte, bittesehr...

So muss ich glauben, was ich lese und mich auf die Musik konzentrieren, die sich im Laufe der Songs ganz einfach abnutzt, und auch der Gesang von Lechner. Ein wenig anders klingt es zum Beispiel mit „Last Days Of Summer“, inklusive einer leicht melancholischen Stimmung, insgesamt sicherlich interessante Musik abseits jeglichen Mainstreams, und das ist ja auch gut so, aber wenn ich dann wiederum lesen muss, dass hier neue Klangräume erschaffen werden, dann muss ich passen, solche Räume betrat ich durchaus schon recht häufig, ach ja, Begriffe hinsichtlich der Genre-Einteilung fand ich dann noch hin zu Sub-Pop, usw. usw... Belassen wir es doch einfach dabei, dass sich die Band in alternativ geprägter Soundgestaltung diverser bereits vorhandener Quellen bewegt, und das wird recht anständig durchgezogen. Ach, hinsichtlich des Gesanges gewinne ich den Eindruck, als hätte Lechner sich mit voller Absicht in diese nach „Null Bock“-Stimmung riechende Richtung begeben, es soll angeblich „poetisch-düster sein“, das hat Iggy Pop in den Sixties bereits draufgehabt!



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Strange Days
2 Iron Sun
3 Fire Walker
4 Sick Child
5 Blue & Grey
6 Ghost Romance (Feat. The Zew)
7 Midnight Plains
8 Last Day of Summer
9 Sorrows
10 Pale Rider
11 Foreign City
12 Light of Love

Besetzung

Andreas Lechner (Gitarre, Bass, Gesang, Synthesizer Solo)
Daniel Pepl (Synthesizer, Orgel)
Martti Winkler (Akkordeon)
Leonie Schlager (Gesang)
Lara Cortellini (Singende Säge)
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So bewerten wir:

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06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger