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Reviews

Playground Quartet

Pathways


Info

Musikrichtung: Jazz-Avantgarde-Fusion

VÖ: 24.10.2025

(label 11)

Gesamtspielzeit: 42:32

Internet:

https://www.jonassorgenfrei.com/
https://uk-promotion.net/
https://label11.de/

Seit seinem achten Lebensjahr spielt der bayerische Musiker Jonas Sorgenfrei Schlagzeug. Nach seinem Debütalbum aus dem Jahre 2021 ist mir seine Musik geläufig, und zeichnete sich durch etwas sehr Besonderes aus, wie ich zuletzt mit der Veröffentlichung Live erfreut feststellen konnte.

Zwei Unterschiede gibt es jedoch nun, zum Einen wurde der Gitarrist Philipp Brämswig, der mich etwas an Pat Metheny erinnerte, nun durch den viel experimentelleren Musiker Max Heimler ausgewechselt, klar, und zum Anderen ist diese aktuelle Platte, Pathways, nicht unter dem Namen von Sorgenfrei veröffentlicht worden, sondern als Band, als vierköpfige Formation Playground Quartet, 2020 wurde bereits eine Platte vorgestellt, und höre ich hier Gitarrist Heimler spielen, denke ich spontan in die Richtung Bill Frisell und ähnlich gelagerte Kollegen*innen, auch muss ich mitunter bei einigen Passagen des Gitarristen als auch ingesamt der Musik an den Norweger Terje Rypdal denken. Das heißt, das ich Heimler's Mitwirken für sehr wichtig halte in der Gestaltung der Musik, allerdings nicht so, dass nicht alle Anderen diesen dynamisch-dichten Gruppensound mitgeprägt hätten, denn so sollen diese vier Musiker bereits seit vielen Jahren zusammenspielen, genau das erfährt man hier bei der traumwandlerischen Umsetzung. Manchmal hat man den Eindruck, feste Strukturen würden sich lösen und in Improvisation hinüberzugleiten und um dabei bereits Neues zu erschaffen.

So denke ich, Jede/r, die/der sich intensiv mit diesen vierzehn Songs, die mitunter eher als Skizzen wirken, auseinandersetzen wird, dürfte sich unterschiedliche Assoziationen zu Eigen machen. Sehr interessant ist bei den Arrangements der Einsatz der „effects“, und jeder der Vier setzt sie ein. Irgendwie gewinne ich nach und nach den Eindruck, dass diese Musik sehr direkt auf mich als Hörer wirkt, denn fühle ich mich gezwungen, entweder einfach nur zuzuhören und inne zu halten, oder auch der Masse an gespielten Tönen ständig zu folgen, um nur nicht etwas zu verpassen. Mir bleiben nur zwei Worte, um meine Gedanken auszudrücken, kreativ und großartig!

Ach, und so las ich gerade, dass Sorgenfrei, wieder unter eigenem Namen, für nächstes Jahr eine neue Veröffentlichung geplant hat, „Cracks In The Silence“. Ich bin gespannt!



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Farewell (6:07)
2 Portal (1:06)
3 Path Of Sages (2:52)
4 Pavitra Parvat (Holy Mountain) (4:56)
5 The Elder One (0:19)
6 An Ominous Task (1:22)
7 Foreign Lands (7:17)
8 Ancestral Apparition (1:33)
9 Hey Bro! (0:51)
10 Fishing In The Sewers (3:58)
11 The Summoning (2:19)
12 Karoshi (2:19)
13 Get Away (1:45)
14 Spiraling (2:17)

Besetzung

Christopher Schneider (altosaxophone & effects)
Max Heimler (guitar & effects)
Moritz Graf (bass & effects)
Jonas Sorgenfrei (drums, sounds & effects) 
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So bewerten wir:

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06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger