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Reviews

Mark Sebastian

A Trick Of The Light


Info

Musikrichtung: Singer/Songwriter/Pop

VÖ: 31.10.2025

(Black Sheep Global Recordings)

Gesamtspielzeit: 34:33

Internet:

https://marksebastian.com/home
https://www.hemifran.com/news/

Kundige der Musikszene, vor Allem aus der älteren Generation, dürften bei dem Nachnamen Sebastian rasch an die Band The Lovin' Spoonful denken und deren Mitstreiter John Sebastian! Ja, genau, und dieser Mark Sebastian ist der jüngere Bruder des genannten Musikers. Dort war er jedoch auch aktiv, ist er doch der Co-Autor von „Summer In The City“! Doch die neun Songs des Albums A Trick Of The Light strahlen etwas Eigenes aus, das ist halt pur Mark Sebastian, obwohl seine Stimme doch ab und zu ein wenig an Bruder John erinnert. Doch hat die Musik doch so gar nichts zu tun mit diesem Hippie-mäßigem Good-Time-Sound der Lovin' Spoonful, nur gelegentlich mag man sich in einigen Teilen oder Nuancen an die erinnern.

Nach dem Erfolg mit „Summer In The City“ leitete Mark selbst verschiedene Bands in New York und spielte mit solchen Kollegen wie Dave Van Ronk, Tim Hardin, Sonny Terry, Brownie McGee und anderen Größen der Szene. Nachdem das Interesse in den USA an Folk schwand, orientierte sich Mark an Großbritannien und Italien.

Zurück in den USA, traf er mit Brian Wilson und Van Dyke Parks zusammen, mit denen er gemeinsam Songs verfaßte. Der Letztgenannte stellte sich auch für The Trick Of The Light zu Verfügung, in dem er sich für das String Arrangement für „A Trick Of The Light“ zur Verfügung stellte. Schaut man auf die Besetzungsliste, kommt man ohnehin aus dem Staunen nicht heraus, sind doch bekannte und gestandene Musiker wie James Gadson, Bob Glaub, Leah Kunkel, Johnnie Lee Schell, Bill Payne oder Wah Wah Watson inkludiert, ganz toll, das zeugt von Qualität. Letzteren Song hat der Protagonist gemeinsam mit Wah Wah Watson (Melvin Ragin) komponiert, die restlichen stammen aus seiner Feder.

Ja, und diese Qualität zeigt sich rasch, gute Kompositionen, durchdachte Arrangements, gute Umsetzungen, die mit ruhigen Stimmungen umgesetzt werden, hier hat es niemand nötig, sich unnötig nach vorn zu präsentieren. Die Liebe liegt eindeutig in Detail und genau darauf sollte man achten und die Musik unvoreingenommen auf sich wirken lassen, ganz entspannt, denn dann wird sich die eine oder andere Schönheit offenbaren.

Und so treffen wir stets auf „kleine“ Überraschungen“, die für mich hervorzuhebende stellt „A Trick Of The Light“ dar, mit dem String Arrangement von Van Dyke Parks. Herrlich, wie sich der Song nach und nach löst und ganz zum Schluss noch eine Veränderung erfährt. Bei genauem Hinhören und nach mehreren Einwirkungen eröffnet auch sich so manche Assoziation, man sollte mal bei „Riverrun“ genau hinhören, irgendwie fühle ich mich teilweise an Songs der Beach Boys erinnert, etwa zur „Pet Sounds-Phase“ und knapp danach.

So denke ich, Jede/r wird eigene Beobachtungen, Feststellungen und Überraschungen bemerken, denn diese Musik ist wirklich auf ihre Art „gemütlich“ und sehr hochwertig. Des Protagonisten Stimme erinnert ein wenig an den großen Bruder, wirkt aber letztlich sanfter. Ach ja, ein weiterer sehr bekannter Gast stellt sich mit dem letzten Song vor, Wah Wah Watson, er bringt ein wenig Funk mit ins Spiel. Allerdings stellt dieser Song in seiner Ausrichtung auch eine Ausnahme dar in der sonst eher dichten Zubereitung.
Und, ach ja, das Cover ist nicht von Roy Lichtenstein, wie man spontan darauf kommen könnte. Denn für das Konzept ist der Protagonist verantworklich und das Design soll demnach von Tim Kummerow stammen. Sebastian scheint von vielen Musikern sehr beinflusst zu sein, neben den Mitspielern bedankt er sich unter anderem auch bei eher bekannten Musikern wie Hal Blaine, Brian Wilson und bei The Lovin' Spoonful, dafür, dass sie „Summer In The City“ aufgenommen haben.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 A Voice In The Forest
2 You Made A Monkey Out Of Me
3 Roll With Me
4 The Way Back Home
5 Riverrun
6 A Trick Of The Light
7 Beneath The Sheats
8 Hard-Hearted
9 Get Up And Move

Besetzung

Mark Sebastian (vocals, all guitars, background vocals)
Billy Hulting (vibraphone - #1)
Leah Kunkel (background vocals - #1)
Bob Glaub (bass)
James Gadson (drums)
Johnnie Lee Schell (lead guitar - #2)
Bill Payne (organ - #2)
Bill Nicholls (background vocals - #3, 4, 5)
Don Randi (piano - #5)
Van Dyke Parks (string arrangement - #6)
Mark Pender, Joe Sublett (horns - #7, 8)
Wah Wah Watson (guitar, synth drums, synth horns, vocoder - #9)
Freddie Washington (bass - #9)
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So bewerten wir:

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