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Reviews

Tutu Puoane & Metropole Orkest

Wrapped In Rhythm Vol II


Info

Musikrichtung: Jazz-Fusion

VÖ: 24.10.2025

(SoulFactory)

Gesamtspielzeit: 40:42

Internet:

https://www.tutupuoanemusic.com/
https://www.mo.nl/en/
https://mosaik-promotion.de/

….play the poetry of Lebo Mashile, so der Bestandteil des Titels dieser Veröffentlichung von Tutu Puoane & Metropole Orkest, die unter dem Titel Wrapped In Rhythm Vol. II läuft. Tutu Puoane stammt aus Mamelodi, Pretoria, Südafrika, und seit 2004 lebt sie in Belgien, in Antwerpen. Vorher hatte sie in den Niederlanden studiert. Über Zusammenarbeiten mit renommierten Musikern und Orchestern gibt es eine Menge zu berichten, z.B. das Brussels Jazz Orchestra, Bert Joris, The Flemish Philharmonic, Metropole Orkest, WDR Big Band und TinekeT Postma.

Und mit dem Metropole Orkest schloss sie sich erneut zusammen für diese neue Veröffentlichung, Teil 1 erschien übrigens im März 2024. Das Album wurde mit zahlreichen Ehren bedacht, Nominationen gab es für „Best Contemporary Jazz Album“, „Best International Jazz Album“, und „Best Female Artist“.

Bei Wrapped In Rhythm Vol II geht es wie beim ersten Teil um Gedichte von Lebo Mashile, die für die Protagonistin ein Quell von Inspiration gewesen sein sollen, waren es doch ihre Texte, die die Realität und Gefühlswelt einer jungen farbigen Südafrikanerin der ersten Generation nach Apartheid widerspiegeln. Eingebettet ist das in eine bunte Mischung aus Bigband-Jazz, ein wenig Soul und durch die Verwendung von recht vielen Streichinstrumenten bekommt die Musik noch eine recht betörende Wirkung.


Das Metropole Orkest ist hierzu ein echt guter Begleiter, ein Orchester, dass bereits seit Ende des Zweiten Weltkriegs existiert, und aus den Anfängen als reines Tanz- und Unterhaltungsorchester widmete man sich verstärkt dem Jazz und seinen verschiedenen Spielarten. Alle Songs wurden von Bert Joris arrangiert.

Und gleich von Beginn an wird man sehr angenehm überrascht durch die wirklich wunderbar klingende Stimme von Tutu Puoane. Ja, sie versteht es, bereits mit dem Eröffnungssong „Dawn“ zu begeistern, dazu schwellen die Streicher- und Bläser-Arrangements an und ab, das ist ein Gefühl, als würde man sich in watteweiche Wolken fallen lassen können. Überhaupt ist das eine ideale Kombination zwischen der Stimme und diesen unglaublich betörenden Arrangements, weil da sitzt alles perfekt. Und trotz dieser Perfektion ist diese Musik niemals kühl, vielmehr verbreitet sie einen herrlichen „Wohlfühlfaktor“!

Doch bleibt es nicht so wie beim Auftakt, ist „Elasticity“ doch geprägt von ganz coolem Funk, mit einer Rap-Einlage von Shariff Simmons. Nicht nur durch das Tenor-Sax-Solo von Buddy Wells bekommt „Stories“ einen Jazz-Hauch verpasst, man sollte auch nicht den Beitrag des bekannten Jazz-Gitarristen Peter Tiehuis auf „When We Love“ unterschlagen. Und zum Schluss kommt die Poetin Lebo Mashile dann selbst zu Wort bei „I Found My Self In A Poem“, ja, sie singt nicht, sie springt ihren Text. Insgesamt ist mit dieser Einspielung ein eindrucksvolles Werk entstanden auf absolut hohem Niveau, dank aller Beteiligten, ja, das ist wahre Qualität mit stark emotionalen Anstrich!



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Dawn (6:35)
2 Elasticity (4:56)
3 Open Your Eyes (6:11)
4 Pretty Black Girls (4:12)
5 Song For Kedi (3:31)
6 Stories (6:56)
7 When We Love (5:38)
8 I Found My Self In A Poem (2:39)

Besetzung

Tutu Puoane (voice)
Metropole Orkest conducted by Jacomo Bairos
Shariff Simmons – special guest (voice - #2)
Lebo Mashile – special guest (voice - #8)
Buddy Wells – special guest (tenor sax - #6)
Pieter Tiehuis – special guest (guitar - #7)
Arrangements by Bert Joris
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So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger