Reviews
Schatten & Licht
![]() |
Info
Musikrichtung:
Pop-Rock
VÖ: 24.10.2025 (Lucky Bob Records) Gesamtspielzeit: 41:46 Internet: https://www.facebook.com/lafee.de/?locale=de_DE https://www.brooke-lynn-promotion.de/ https://www.luckybob.de/ |

Eigentlich heißt sie Christina Klein, die 1990 geborene Sängerin und Schauspielerin, die unter LaFee firmiert. Kennengelernt haben Viele sie spätestens 2006, als sie ihr Debüt als Sängerin gab mit der Single „Virus“, und als Schauspielerin mag sie der/die Eine oder Andere in der RTL-Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ bemerkt haben.
Ihre Musik wechselte zwischen Pop und Rock, thematisch scheute sie sich nicht vor unbequemen Themen, und viele dieser Gefühle teilte sie offensichtlich mit ihren Fans, die sie in die Erfolgsschiene begleiteten. Und so zeichnet sich auch das neue Album Schatten & Licht durch Zurschaustellung von Emotionen aller Art aus.
So wird seitens des Promoters wie folgt erläutert: „In einer dynamischen Mischung aus Pop und Rock erzählt die Künstlerin auf 13 Songs von toxischen Beziehungen, Verlust und dem schmerzhaften Weg zurück zu sich selbst – ein breites Feld an Themen, womit sich so ziemlich jeder auf irgendeine Weise identifizieren kann. Dabei kommt auch ihre markante Stimme zum Ausdruck – roh, klar und voller Emotion.“
Gleich nach den ersten beiden Songs wähnt man sich im Hard Rock-Sektor, denn die breitflächigen Gitarrenriffs, teilweise zu überdreht, ausgekleidet mit Keyboards, und das knallende Schlagzeug lassen zunächst den Schluss zu. So wird man von dieser Energie erst einmal völlig „überrollt“, und wenn man mit dieser Musik anhand der Texte entsprechend genannte Themen vorstellen und verarbeiten will, dann rücken sie anhand der Arrangements ein wenig aus dem Fokus, nur wenn die eine oder andere ein wenig ruhigere Passage erklingt, dann hört man schon eher zu. Gerapt wird ebenfalls und somit gibt es eine recht moderne Mischung verschiedener Elemente. Aber Hard Rock ist das nicht, dieser geht hier eine Allianz ein mit zeitgemäßem Pop, und die Protagonistin ist dann auch eher eine Pop-Sängerin, jedoch nicht unbedingt mit einem individuellen Profil.
Will man sich zunächst erst einmal nur der kraftvoll tönenden Einkleidung der Texte durch die Musik widmen, dann empfehle ich eher, das beigefügte Booklet mit den Texten zur Hand zu nehmen und für sich das heraus zu sortieren, wovon man sich im Einzelnen berührt fühlt und sich identifizieren kann mit der einen oder anderen Aussage. Nun, „lyrisch wertvoll“ darf man nicht erwarten, Zeilen wie „Scheiß Liebe, scheiß Liebe, Ich wünsch Dir einen Virus“, „Denn, wenn mir jemand dumm kommt, mach ich ihn zum Hund“ etc. sprechen eine moderne Szene-Sprache, die direkt erreichen kann und kein Blatt vor den Mund nimmt. Auf gut Englisch also: „To Whom It May Concern“!
Die Protagonistin schreibt zu dieser Veröffentlichung:
„Dieses Album ist ein Stück Seele. Es ist das Ergebnis von Licht und Schatten, von Zweifeln und Glauben, von Loslassen und Festhalten. Und ich hätte es niemals allein bis hierher geschafft.“

Trackliste
2 Dunkle Fee
3 Ich Hass Dich
4 Benzin
5 Heiligenschein
6 Radioaktiv
7 Nimmer Wieder
8 Schwarze Rosen
9 Irgendwo Noch Ein Licht
10 Gespenster
11 Silberlicht
12 Tief Und Schwarz
13 Herz Aus Stacheldraht
Besetzung
Jean Bormann (Gitarren)
Robin Lee Simon (Bass)
Marco Grasshoff (Keyboards)
Vassilios „Lucky“ Maniatopoulos (Schlagzeug)
So bewerten wir:
| 00 bis 05 | Nicht empfehlenswert |
| 06 bis 10 | Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert |
| 11 bis 15 | (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert |
| 16 bis 18 | Sehr empfehlenswert |
| 19 bis 20 | Überflieger |

