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Reviews

fen.

The Product Of Growing Up (EP)


Info

Musikrichtung: Singer/Songwriter

VÖ: 26.09.2025

(Scarecrow Records)

Gesamtspielzeit: 19:50

Internet:

https://www.instagram.com/fen.why/
https://www.loudherpr.com/

fen., was steckt hinter dieser geheimnisvollen Bezeichnung? Ganz einfach – es handelt sich um den deutschen Singer/Songwriter Adrian Gibowski. Seit 2021 ist er aktiv und veröffentlichte damals erste Singles. Und nun präsentiert er sieben neue Songs im Rahmen einer EP, The Product Of Growing Up.

Hierbei sollen sich die in den Songs behandelten Themen wohl um die Geschichte des Erwachsenwerdens des Protagonisten handeln, um seine frühen Zwanziger soll es gehen, und um all das, was man in dieser Zeit erleben und fühlen kann. Das wird Jede/r sicher nachvollziehen können, eine Zeit des Ungewissen für Viele, ein Kennenlernen neuer Umgebungen, neuer Menschen und damit verbunden auch Abschiede von Gewohntem.

Worum es im Einzelnen genau geht, ergibt sich aus den im faltbaren Booklet beigefügten Texten, die man sich zum Verständnis einmal durchlesen sollte. So wird man auf viele persönlich geprägte Aussagen treffen, die musikalisch entsprechend gerahmt werden. Nur mit zwei Musikern wurden die sechs Songs plus ein Bonustrack eingespielt, mit den Schlagzeugern Simon Riedel und Joe Styppa. Dieser und Jonathan Bourdick haben mit dem Protagonisten gemeinsam produziert, und die Musik wurde recht einfach gehalten.

Ich bin sogar der Meinung, dass man eine noch größere Intensität erreicht hätte ohne die jeweilige Schlagzeugbegleitung, denn gerade jene Passagen, in denen man nur Gibowski und seine Gitarre hört, strahlen die Stimmung intensiver und eindringlicher aus. Denn die sehr zurückhaltende Stimme, die mit Emotionen gespickt ist, kommt dann am besten zur Geltung, wenn zum Beispiel die Einleitung für etwa eine Minute auf „Based In Your Living Room“ erklingt, oder noch besser bei „Good Intentions“ mit Begleitung der gezupften Gitarre, ja, das ist ein hervorragender gefühlvoller Song, der mir eindeutig liebste der EP! Gefühlvoll offenbart sich auch der Titelsong, während mir „A Million Lies“ etwas zu sehr vom Schlagzeug bestimmt wird und dem Song dadurch die eigentliche Leichtigkeit nimmt.

Mit dem Bonustrack „Close Call“ verabschiedet sich der Protagonist noch einmal sehr gefühlvoll. Resümierend stelle ich fest, dass die gefühlsbetonte Musik sehr viel Wärme ausstrahlt, jedoch hinsichtlich der Melodien in Verbindung mit dem Gesang vielseitiger und abwechslungsreicher hätte gestaltet werden können, denn letztlich zieht sich eine recht gleichbleibende Stimmung durch die sieben Songs, nur durch Nuancen in ihrem Fluss unterbrochen.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Oh Mom
2 Based In Your Living Room
3 Good Intentions
4 The Product Of Growing Up
5 A Bit Of It
6 A Million Lies
7 Close Call (Bonus Track)

Besetzung

Adrian Gibowski (vocals, guitars, plus piano, plus?)
Simon Riedel (drums)
Joe Styppa (drums)
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So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger