Reviews
Trouble Coming
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Info
Musikrichtung:
Hard Rock
VÖ: 29.10.2025 (e.a.rMUSIC EDEL) Gesamtspielzeit: 35:41 Internet: https://www.lauracoxmusic.com/ https://www.earmusic.com/ https://networking-media.de/ |

Zuletzt war die französische Gitarristin und Sängerin Laura Cox Thema mit ihrem Album Head Above Water. Nun wird mit Trouble Coming das nächste Album vorgelegt. Wie zu erfahren ist, interessierte sich die damals Jugendliche bereits für die Plattensammlung ihres Vaters, dort sollen dann LPs von The Band, ZZ Top, Johnny Cash und die Dire Straits den Weg auf den Plattenteller gefunden haben.
Immerhin scheint ZZ Top den größten Eindruck hinterlassen zu haben, das läßt sich aus dem Output ihrer bisherigen Veröffentlichungen schlußfolgern. „Hard Blues Shot“ setzte 2017 Zeichen. Satte Riffs, den einen oder anderen Einsatz einer Slideguitar und harter Rock, der mich gar ein wenig an AC/DC denken ließ, so startete ihre Karriere, die sich fortan mit den Alben „Burning Bright“ und dem oben erwähnten „Head Above Water“ fortsetzte. So konnte sie sich schließlich als feste Größe in der französischen Rockszene etablieren.
Mit der neuen Scheibe, Trouble Coming, setzt sich das fort, doch die Frische der Erstveröffentlichung spüre ich hier nicht mehr. Der direkte Druck ist einer mehr kompositorisch geprägten Richtung ein wenig in den Hintergrund getreten. Höre ich zum Beispiel „Dancing Around The Truth“, dann hat gar kraftvoller Pop-Sound Einzug gehalten, ein brummelnder Bass und stampfende Drums gehen kraftvoll ab. Hier liegt dann auch ein Minuspunkt aus meiner Sicht, denn auf echtes Schlagzeug wurde leider verzichtet, Drum Programming ist angezeigt und nimmt der Musik die Leichtigkeit und den gewissen „Swing“, den eine solche Maschine nicht bieten kann. Dagegen zeigt die Dame mit „Out Of The Blue“ wieder ein anderes Gesicht, es erklingt doch tatsächlich ein Banjo, was sie in früheren Produktion auch schon einsetzte. Insofern stellt der Song inmitten des harten Rocks eine kleine Ruhepause dar.
Kurzum, Trouble Is Coming ist voll mit Musik voller Druck, mitunter einfach zu „wuchtig“, und der ansich kraftvolle und energiegeladene Hard Rock wird leider recht oft „zugestampft“. Der so oft bisher gepriesene hemdsärmelige Rock wird in den Hintergrund gedrängt und auch die bei früheren Produktionen anwesenden Blueselemente haben sich diskret zurückgezogen. Was blieb, ist das gute und einfühlsame Gitarrenspiel der Protagonistin.
Nun, auf den ersten Höreindruck ist die Musik sicher auch sofort anspringend und mitreissend, doch ermüdet sich das leider im Laufe der Spielzeit der elf Songs. Und die Hinwendung zu einigen Popeinflüssen, in Verbindung mit dem Drum Programming nimmt mit dem letzten Song, „Strangers Someday“ die Position eines für mich traurigen Höhepunkts ein.
So sehe ich einerseits zwar eine Weiterentwicklung im Vergleich zu den ersten drei Veröffentlichungen, doch vermisse ich weitestgehend deren Ausdruck, der viel mehr Spielfreude und Frische offerierte, sicher kein Flop, doch es hätte besser sein können..., wie es einige Passagen einiger Songs zeigen..., doch bitte – das nächste Mal wieder einen echten Drummer engagieren, und wieder eine Schippe soulvollen Blues-Feelings draufpacken!

Trackliste
2 A Way Home (3:08)
3 Trouble Coming (3:43)
4 Inside The Storm (3:47)
5 What Do You Know? (2:30)
6 Dancing Around The Truth (3:02)
7 Out Of The Blue (3:19)
8 The Broken (2:57)
9 Rise Together (3:09)
10 Do I Have Your Attention? (3:09)
11 Strangers Someday (3:43)
Besetzung
Félix Matschulat (additional guitar – #3,6,7,9,11, backing vocals – #6 & 9)
Jean-Marc Pelatan (bass, synthesizer, drum programming)
So bewerten wir:
| 00 bis 05 | Nicht empfehlenswert |
| 06 bis 10 | Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert |
| 11 bis 15 | (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert |
| 16 bis 18 | Sehr empfehlenswert |
| 19 bis 20 | Überflieger |

