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Stratus
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Info
Musikrichtung:
Modern Jazz
VÖ: 26.09.2025 (Doublemoon Records) Gesamtspielzeit: 56:44 Internet: https://www.zachbrock.com/site/ https://philmarkowitzjazz.com/ https://www.challengerecords.com/home https://www.martinaweinmar.de/ |

Untertitel: Featuring Jaska Lukkarinen & Ville Herrala
Brock und Markowitz bilden das Grundgerüst mit Violine und Piano/Keyboards. Es helfen Jaska Lukkarinen am Schlagzeug und Ville Herrala am Bass, beides finnische Musiker.
Bekannter dürften jedoch Brock und Markowitz, die beiden Amerikaner, sein, sie hat man bereits mit international renommierten Musikern erleben können, den Violinisten mögen Einige vielleicht auch von Snarky Puppy kennen, jene Band im Umfeld von Jazz, Rock, Swing, Soul und Funk, doch auch mit Stanley Clarke und Kurt Rosenwinkel musizierte er. Der ältere Markowitz weist auch musikalisch ein weites Spektrum auf, inklusive diverser Zusammenarbeiten mit Michael Brecker, Al DiMeola, Joe Lovano, David Liebman oder Chet Baker.
Nur zwei Fremdkompositionen gibt es auf dem gemeinsamen Album Stratus, einmal ist das „Black Is The Color Of My True Love's Hair“ von John Jacob Niles und dann „Come Sunday“ von Duke Ellington. Die restlichen Kompositionen teilen sich die beiden Protagonisten.
Schon bald muss ich an eine Platte aus 1971 denken, wenn „Wonderment“ erklingt, erinnert mich der Sound doch ein wenig an das „New Violin Summit“, seinerzeit mit den Violinisten Jean-Luc Ponty, Don "Sugarcane" Harris, Michal Urbaniak und Nipso Brantner live aufgenommen. Doch es ist halt nur ein kurzer gedanklicher Rückblick, denn hier geschieht etwas Eigenes!
Ganz hervorragend passen die vier Musiker zusammen, sie bilden eine dichte Einheit und sprühen voller Energie bei der Umsetzung dieser und der nachfolgenden Kompositionen. Doch hinsichtlich des Spiels von Brock könnte auch vergleichend der Kollege Zbigniew Seifert genannt werden, soll er sich mit diesem wohl einst intensiv beschäftigt haben.
Hier spüre ich einen großen Bogen vom Jazz der Sechziger bis in die Neuzeit. Hier wird geswingt, Elemente des Jazz Rocks sind dabei, aber besonders fällt mir Lukkarinen sehr positiv auf, wie er neben seiner Rhythmusfunktion doch gleichzeitig sehr gestaltend tätig wird. Gegenseitig nimmt man Themen auf, entwickelt Ideen weiter und offenbart eine sehr große Vielseitigkeit in der Gestaltung dieser neun Songs. Mal ist die Musik sehr cool, dann wirkt sie ganz luftig und leicht, mit emotionalen Momenten wird man berührt, dann schwebt die Stimmung durch den Raum, hier muss ich unbedingt „Wayne“ nennen, ein hervorragendes Beispiel dafür, doch auch ein groovender Funk ist der Band nicht fremd, man höre „Backspace“!
Wer es ein wenig romantischer möchte, sollte sich „Reasons“ anhören, ein Hauch Dramatik, ich meine Elemente der klassischen Musik zu vernehmen, doch innerhalb der Ruhe kann es auch mal energisch zugehen, wenn Markowitz spielt. Auch der Titelsong beinhaltet sehr viel lyrische Passagen, gemäß des Titels vielleicht wie eine „Schichtwolke“ dahintreibend, und die Musik fällt daraus heraus wie ein Sprühregen...
So sind die vier Musiker mit ihrem jeweilig individuellen Ausdruck sehr gut zusammengewachsen zu einer eindrucksvollen Gestaltung dieses Klangkosmos'. Abschliessend wünscht man sich, dass die Vier in Anlehnung an den letzten Song, „Return“, alsbald wiederkehren mögen.

Trackliste
2 Wayne (5:26)
3 Backspace (4:52)
4 Reasons (6:11)
5 Black is the color of my true love's hair (7:57)
6 First run (5:47)
7 Stratus (6:36)
8 Come sunday (7:38)
9 Return (4:13)
Besetzung
Phil Markowitz (piano & keyboards)
Ville Herrala (bass)
Jaska Lukkarinen (drums)
So bewerten wir:
| 00 bis 05 | Nicht empfehlenswert |
| 06 bis 10 | Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert |
| 11 bis 15 | (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert |
| 16 bis 18 | Sehr empfehlenswert |
| 19 bis 20 | Überflieger |

