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Reviews

King Princess

Girl Violence


Info

Musikrichtung: Electro-Indie-Pop

VÖ: 12.09.2025

(Section 1)

Gesamtspielzeit: 34:58

Internet:

https://www.instagram.com/kingprincess69/
https://section1.world/
https://www.promotion-werft.de/

King Princess, das ist Mikaela Mullaney Straus, eine US-amerikanische Sängerin, Songwriterin, Multiinstrumentalistin und Schauspielerin aus Brooklyn, New York. Im Februar 2018 veröffentlichte sie ihre Debütsingle "1950", die auf ihrer Debüt-EP „Make My Bed“ enthalten ist, aus dem gleichen Jahr. Ein Jahr später erschien das Debütalbum, „Cheap Queen“, von der Kritik weitestgehend positiv aufgenommen.

Die Protagonistin lernte bereits als Kind mehrere Instrumente, Gitarre, Bass, Keyboards und Schlagzeug sowie Grundlagen der Musikproduktion, als sie ihrem Vater bei der Arbeit in dessen Tonstudio assistierte. Dieses Alles sind Grundlagen, die ihr ermöglichten, in das Musikbusiness einzusteigen. Und so wird nun das mittlerweile dritte Studioalbum der Protagonistin vorgelegt.

Von Beginn an wird es klar und eindeutig:
Drum machines und programming sorgen für eine sehr künstliche Stimmung, die zwar melodische Elemente aufgesaugt hat, diese aber nicht immer aus ihrer Künstlichkeit herauszutransportieren vermag. So klingt die Musik „modern“ und zeitgemäß, in Anbetracht heutigen gängigen Musikgeschmacks durchaus ansprechend für einen bestimmten Personenkreis und mit dem Ziel, diesen anzufixen mit den dreizehn neuen Songs, und das wahrscheinlich erfolgreich.

Doch wenn man sich mit diesem Sound wirklich damit näher beschäftigt, dann bleibt es dabei, dass es nicht wirklich ehrlich und überzeugend emotional klingt. Für mich bleibt die Musik trotz der zunächst vielleicht ansprechenden Melodik diesbezüglich an der Oberfläche, die über die Elektronik eingesetzten Instrumente wie eine Orgel oder eine akustische Gitarre, empfinde ich lediglich als eine Art „Alibifunktion“, überzeugen kann mich das nicht wirklich. Denn schaue ich auf die Besetzungsliste, dann ist es eindeutig, „drum machine“, „drum programming“, „synthesizer“, „programming“, „drum machine“, sie sprechen für mich eine klare Sprache, selbst die echten Gesangsbeiträge gehen bisweilen unter in diesem Klangmeer voller Künstlichkeit und nicht immer mit menschlich wirkendem Ausdruck. Wie erwähnt, mag es so klingen, als würde die Protagonistin Emotionen in ihren Sound einbringen, vielleicht auch auf ihrer Lebensgeschichte basierend, doch kann ich solche Emotionen nicht wirklich empfinden.

Unabhängig davon muss man natürlich die Kompositionen, die Arrangements und die Umsetzung, so wie es Fakt ist, versuchen, zu bewerten und zu beurteilen. Denn schließlich ist die Musik auf den ersten Höreindruck absolut anspringend und mit ihrer in einigen Teilen abwechslungreichen Gestaltung grundsätzlich professionell produziert. So stoße ich auf den einen oder anderen Song, der mit schwülstigem Arrangement und dick aufgetragener Melancholie, Beispiel „Covers“, auf ihre Art und Weise auch überzeugend wirken. In diesem Zusammenhang möchte ich nicht versäumen, anzumerken, dass ich „Alone Again“ für den besten Song des Albums betrachte, besitzt dieser doch einen guten und auf dem Boden bleibenden Groove. Bitte mehr davon!

Doch leider ist es trotz dieses spontanen „Anspringens“ so, dass die Musik auf Dauer aufgrund einer bis auf die eine oder andere Ausnahme, durch die fast durchgehende und gleichbleibende Stimmung, auch ermüden kann, vielleicht, weil ich den Eindruck habe, dass so Manches überproduziert erscheint, so wäre es interessant, wie es reduzierter klänge, wie sich Mikaela's Stimme dann wirklich anhören würden, zumal diese oft auf die hier vorgetragene Weise im Wall Of Sound droht unterzugehen.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Girl Violence
2 Jaime
3 Origin
4 I Feel Pretty
5 Cry Cry Cry
6 Get Your Heart Broken
7 Girls
8 Covers
9 Say What You Will
10 RIP KP
11 Alone Again
12 Slow Down and Shut Up
13 Serena

Besetzung

King Princess (vocals, mixing, engineering, mellotron- # 2, 9, drums -#1, 8, 10, 11, 13, , drum programming #1, synthesizer - #2, 4, orchestration - #3, 7, 9, 11, guitar - #4–8, 11, 12, bass - #4, 6, 7, 10, percussion -# 4), keyboards - #5, 9, piano - #10)
Jacob Portrait ( mixing, engineering (all tracks); drums (1), synthesizer (2–8, 10–13), bass (2, 4, 5, 11, 12), guitar (2, 4, 6, 7, 10–12), Mellotron (2, 6), Wurlitzer(2), piano (4, 6, 7, 11), slide guitar (4), organ (7, 11), acoustic guitar (11)
Aire Atlantica (mixing (all tracks), engineering (1–5, 7–13), programming (1–4, 7–13), drums (1–3, 5, 8, 10–13)
Hebra Kadry (mastering)
Nigel Wilton (engineering assistance (1–5, 7–13)
Nate Mercereau (bass, drum machine, drum programming, guitar, synthesizer, engineering (1)
James Krivchenia (drums, percussion (2, 4, 10)
Dave Eggar (cello, orchestration (3, 7, 9, 11)
Poppy Portrait (vocals (3)
Antoine Fadavi (drums (5)
Logan McQuade (guitar (5)
Nick Long (guitar (5)
Mike Malchicoff (programming, engineering (5)
Paul Matelski (engineering assistance (5)
Jon Nellen (drums (6, 7)
Jack Manning (engineering (6)
Joe Talbot (vocals (9)
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So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger