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Reviews

John & Yoko / Plastic Ono Band

Power To The People


Info

Musikrichtung: Rock

VÖ: 10.10.2025

(Mercury)

Gesamtspielzeit: 142:03

Internet:

https://www.johnlennon.com/
https://www.promo-team.de/impressum/impressum.html

Kurz bevor das Album „Imagine“ veröffentlicht wurde, zogen John Lennon und Yoko Ono 1971 nach New York, in eine Wohnung in Greenwich Village. Neben verschiedenen Veranstaltungen in Talkshows und politischen Aktivitäten kam es ebenfalls zu einer Reihe von Benefizkonzerten im Madison Square Garden, bei denen sie einige Songs aus dem am 12.Juni 1972 erschienenen Album "Some Time in New York City" aufführten. Auf dieser Veröffentlichung beschäftigte man sich in den Songs mit feministischer Solidarität, Problemen in Irland, mit dem Thema Marihuana, den Aufstand im Gefängnis von Attica und anderen wichtigen Themen jener Tage.

Nun ist es erschienen, Power To The People, gemeinsam mit der Plastic Ono Band, und zwar in verschiedenen Ausgaben, „Live at Madison Square Garden, New York City 30. August 1972“. Zum Beispiel enthält die 9-CD- und 3-Blu-Ray-Box, von Sean Ono Lennon und Simon Hilton produziert, diese Konzerte und zusätzlich Demos, Heimaufnahmen, Live-Auftritte und Studio-Sessions. Hier zum Inhalt dieser DeLuxe-Edition:

-2x Gatefold-Disc-Hüllen - 9x CDs
- 3x HD Audio Blu-ray Discs
- mit Lentikular-Cover
- 200-seitiges Hardcover-Buch
- Poster im Zeitungsdruck
- 2x Postkarten
- 2x Aufkleberblätter
- 2x Replikat-Tickets, VIP-Backstage-Pass und VIP-Einladung zur Aftershow-Show

Zur Rezension liegt mir die (Deluxe Edition) auf 2 CDs vor., ein Booklet und ein gefaltetes Plakat sind noch beigefügt. Grundsätzlich gleichen sich die Afternoon Show (CD1) und die Evening Show (CD2), die Reihenfolge der Songs ist ein wenig abweichend, und während am Nachmittag der Song „Don’t Worry Kyoko (Mummy's Only Looking For A Hand In The Snow)“ gespielt wurde, fehlt dieser bei der Abendshow und stattdessen können wir „Law And Order“ und „Give Peace A Chance“ hören, und hier treten dann noch diverse Special Guests auf.

Von dem erwähnten Album "Some Time in New York City"wurden folgende Songs übernommen:
„Born In A Prison“, „New York City“ (ein echter Rocker Richtung Chuck Berry, der mir auf dem soeben angegebenen Album besser gefällt), „Cold Turkey“, „Don't Worry Kyoko“, „We're All Water“, „Well“ (hier jetzt als „Well Well Well“).
Ja, und auch in Madison Square Garden griff Lennon auf die Elephant's Memory zurück und holte sich auch hier wieder die Unterstützung des Drummers Jim Keltner.

Nach „New York City“ rockt es cool und lässig weiter mit „It's So Hard“, und die „Nicht-Sängerin“ Yoko Ono versucht zumindestens bei Songs wie „Move On Fast“ zu singen, und immerhin gibt es Solobeiträge von Stan Bronstein mit dem Saxofon und Adam Ippolito mit der Orgel, die den Song insofern ein wenig „retten“. Doch spätestens bei „Don’t Worry Kyoko (Mummy's Only Looking For A Hand In The Snow)“ ist die Gute nicht mehr aufzuhalten, und ist das jetzt wieder eine Art von „Happening“, wenn die Gute schrill kreischend ihren Beitrag liefert? Nun gut, man kennt das ja bereits ausführlich genug von der Livescheibe „Live Peace in Toronto 1969“. Egal, wie man dazu steht, es gehörte ganz einfach dazu, betrachten wir es als „künstlerische Freiheit“.

Ansonsten trifft man bezüglich der Songs im Madison Square Garden auch auf den einen oder anderen „Bekannten“, „Instant Karma“, „Imagine“, „Cold Turkey“ und gar „Come Together“ der Beatles wurde interpretiert. CD 1 wird abgeschlossen mit dem Klassiker „Hound Dog“ von Leiber/Stoller, zunächst von Big Mama Thornton aufgenommen und später durch Presley bekannter geworden. Hier klingt es für mich wie eine Art Pflichtübung und nicht besonders mitreissend im Sinne von Rock'n'Roll.

Bei der Evening Show (CD 2) gibt es bis auf die erwähnten Unterschiede nichts wesentlich Anderes, „Give Peace A Chance“ mit diesem schleppenden Rhythmus offenbart durch die Special Guests einen vielstimmigen Bühnenchor, bei dem laut Booklet wohl solche Künstler*innen wie Stevie Wonder, Phil Spector, Melanie Safka-Schekeryk und andere zu hören sind. Ein wenig unstrukturiert schleppt sich der Song für etwa zehn Minuten dahin.



Wolfgang Giese

Trackliste

Disc 1/Afternoon Show

1 Power To The People (intro)
2 New York City
3 It’s So Hard
4 Move On Fast
5 Well Well Well
6 Born In A Prison
7 Instant Karma! (We All Shine On)
8 Mother
9 We’re All Water
10 Come Together
11 Imagine
12 Open Your Box
13 Cold Turkey
14 Don’t Worry Kyoko (Mummy's Only Looking For A Hand In The Snow)
15 Hound Dog


Disc 2/Evening Show

1 Power To The People (intro)
2 New York City
3 It’s So Hard
4 Move On Fast
5 Well Well Well
6 Instant Karma! (We All Shine On)
7 Mother
8 We’re All Water
9 Born In A Prison
10 Imagine
11 Come Together
12 Open Your Box
13 Cold Turkey
14 Hound Dog
15 Law And Order
16 Give Peace A Chance (with Special Guests)

Besetzung

John Lennon (vocals, electric guitars, Wurlitzer)
Yoko Ono (vocals, keyboards)
Jim Keltner (drums, percussion)
Elephant's Memory:
Stan Bronstein (saxophone)
Wayne 'Tex' Gabriel (electric guitar)
Adam Ippolito (electric piano, organ, Wurlitzer)
Gary Van Scyok (bass)
John Ward (bass)
Richard Frank Jr. (drums)
plus backing vocals & percussion including some special guests(„Give Peace A Chance“)
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06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
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