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Reviews

Jim Patton & Sherry Brokus

Two True Loves


Info

Musikrichtung: Americana

VÖ: 19.09.2025

(Berkalin Records)

Gesamtspielzeit: 43:22

Internet:

http://pattonbrokus.com/index.html
https://www.hemifran.com/news/
http://www.berkalinrecords.com/

Two True Loves, das klingt nach einer Liebesgeschichte der beiden Protagonisten Jim Patton & Sherry Brokus, der beiden Folker aus Austin. 2019 habe ich sie musikalisch kennen gelernt mit einer Kollektion und zuletzt konnte mich ihr Album Harbortowne sehr beeindrucken, 2024 war das.

Nun liegt mir mit Two True Loves die neue Veröffentlichung vor, und im Grunde genommen hat sich in den letzten Jahren nicht wirklich viel verändert. So sind die Beiden noch immer eine feste Bank, wenn es um Musik mit warmherziger Stimmung geht, alles auf der Basis von Folk Rock mit dem einen oder anderen Schlenker zur Countrymusik. Von einer herzlich warmen und wärmenden Backporch-Atmosphäre hatte ich geschrieben. Das ergab sich vor Allem aus dem vorwiegend durch akustische Instrumente geprägten Sound, besonders auch durch die Fiddle und eine Mandoline unterstützt.

Nun, jetzt ist es anders. Wie auch auf Big Red Gibson ein höherer Rockanteil zu verzeichnen war, so nimmt dieses Album das wieder auf, zumindest in Teilen, nun ist das Schlagzeugspiel auch wieder präsenter und das eine oder andere Mal gibt es von einer E-Gitarre ein wenig mehr Druck. Auch hier singt Partnerin Sherry Brokus nur noch im Bereich von Harmony Vocals, so dass der Leadgesang allein Jim Patton vorbehalten bleibt. Und erneut sollte man sich auf eine individuelle Stimmlage einstellen, weiterhin etwas eigenwillig und charaktervoll, jedoch eben nicht unbedingt „gängig“.

Mir strömt diese typische Mischung entgegen, die man heute gern in den großen Topf Americana steckt. Folk Rock mit entsprechendem Indie-Anteil, und immer wieder unterschiedliche Ausprägungen, so klingt zum Beispiel „Hard Times“ im Verhältnis zu den anderen Songs ein wenig „moderner“. „I Want It All“ ist dafür wieder ein feiner Country-Rocker mit dem entsprechenden Westcoast-Charme, so wie man ihn auch von den Eagles zu Beginn ihres Schaffens kannte.

Dann wieder entzückt es mich, wenn die 12-string eingesetzt wird, beim Titelsong wie auch bei „She Doesn’t Want To See You Anymore“. Klar, dass man unweigerlich an Roger McGuinn denken muss. Insgesamt ist die Musik recht bodenständig und vereint verschiedene Genres angenehm miteinander. So mag Jede/r entsprechende Lieblingssongs haben, für die entsprechende Abwechslung ist schließlich gesorgt worden. Andererseits mag der eine oder andere Song weniger zusagen, mich persönlich interessieren solche Stücke wie „Hard Times“ oder „Local Yokels“ weniger, dafür sind „I Want It All“, „Two True Loves“, „Annabelle Lee“ meine Favoriten.

„Why Did You Leave Me For Him“ erinnert mich hinsichtlich des Aufbaus an Songs von J.J.Cale, und einige andere, langsame Songs nähern sich dem Singer/Songwriter-Genre à la Acts wie zum Beispiel Guy Clark. Wenn „Caught In The Headlights“ erklingt, dann wiederum fällt mir spontan die Band Terry & The Pirates ein. Mithin treffen wir auf „ehrliche“ und handgemachte Musik mit Themen, die das Leben schreibt, Lieder über Menschen „wie Du und ich“,



Wolfgang Giese

Trackliste

1 I Want It All
2 Two True Loves
3 Nothing AT All
4 Annabelle Lee
5 Leave Me Alone
6 Laurence Beall
7 Why Did You Leave Me For Him
8 That Cup Of Coffee We Never Had
9 She Doesn’t Want To See You Anymore
10 Caught In The Headlights
11 Local Yokels
12 What If You’re Fooling Me Now
13 Hard Times
14 One More Song

Besetzung

Jim Patton (vocals, acoustic guitar)
Sherry Brooks (harmonies)
Ron Flynt (bass, keyboards, harmonica, acoustic guitar, harmonies)
Scrappy Jud Newcomb (lead guitars)
John Chipman (drums)
Bettysoo (harmonies)
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So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger