····· Rio Reiser wird mit einer Cover-Version-Compliation geehert ····· Frank Schäfer erzählt die Geschichte von Motörhead auf Deutsch ····· Karin Bachner und „The Pocket Big Band“ swingen sich in Weihnachtsstimmung ····· Weckörhead haben ihre eigene Zeitrechnung.  ····· Cheap Trick gehen in den Waschsalon ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Annihilator

Remains (Review-Serie, Folge 3)


Info

Musikrichtung: Thrash Metal

VÖ: 06.06.2025 (1997)

(Ear / Edel)

Gesamtspielzeit: 48:16

Annihilator-Review-Serie, Folge 3: Remains



Auch wenn der Titel Remains vermuten lassen könnte, dass es sich um eine typisches „Überbleibsel“-Album mit Outtakes, Rough Mixen und ursprünglich aussortiertem Material handelt, ist es schlicht das reguläre sechste Album der kanadischen Thrasher um Jeff Waters, das als dritter Teil unserer Review-Serie besprochen wird, da die ersten drei, bei Roadrunner erschienen Alben (noch?) nicht Teil der Re-Releases sind.

Für mich hat das Album ganz klar drei Teile.

Da haben wir die ersten vier Tracks, mit denen sich Remains auf Augenhöhe mit den großen Annihilator-Alben befindet. Das etwas unentschlossene „Murder“, das weder zündet noch killt, kann da gut mitgetragen werden. Der starke Thrash-Auftakt „Tricks and Traps“ kommt zum Teil regelrecht Metallica-artig. „Never forget“ ist ein derber Midtempo-Thrasher in bester Annihilator-Tradition. Das treibende „Rection“ toppt all dies noch einmal mit einem Annhilator-Hit, der in bester King of the Kill- und Refresh the Demon-Tradition steht.

Die folgenden vier Tracks sind okay, ein treibender Shortie, eine schnelle Thrash-Nummer, ein etwas schaumgebremster Thrasher und ein Song mit einem gewissen „burning Sound“. Aber alle vier Songs reichen nicht an das allgemeine Annihilator-Niveau heran.

Die letzten drei Titel kann man gut als Boni verbuchen. Denn sie sprengen auf der einen Seite den stilistischen Rahmen des kanadischen Thrasher, erweitern ihn aber positiv.

Das packende „Sexecution“ zeigt Jeff Waters von einer ungewohnt synthetischen Seite. „Wind“ ist mit seinem schönen Gitarrensolo eine absolut coole Rock-Nummer, der aber ein wenig der Annihilator-Stallgeruch fehlt. Das finale „Bastiage“ gefällt, auch wenn es mehr auf Drums und Percussion setzt als auf alles andere.

Dieses sechste Annihilator-Album fügt sich nicht glatt in den Katalog ein, ist auch noch mehr ein Jeff Waters-Solo-Album als alle Vorgänger, sollte aber allen open minded Fans genug Gründe zum Abfeiern geben.



Norbert von Fransecky

Trackliste

1Tricks and Traps 4:58
2Murder 4:31
3Never forget 4:59
4Reaction 3:02
5Human Remains 2:18
6I want 4:48
7Dead wrong 5:07
8No Love 4:46
9Sexecution 4:40
10Wind 4:21
11Bastiage 4:42

Besetzung

Jeff Waters (Voc, Instrumente, Programming)

Gäste:
John Bates (Some Git <8>)
Dave Steele (Some Voc <8,10>
Zurück zum Review-Archiv
 


So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger