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Reviews

Kowa + Klein

Summertime


Info

Musikrichtung: Rock

VÖ: 26.09.2025

(Sireena)

Gesamtspielzeit: 44:02

Internet:

https://kowaklein.com/news
https://www.hemifran.com/news/
http://www.sireena.de

Kowa + Klein, das sind Jennifer Kowa, Marlon Klein, Win Kowa und Frank Itt. Klappt man das Cover auf, erblickt man auf der Besetzungsliste den Hinweis: „In loving memory of Jennifer“. Erst im letzten Jahr wurde ihr Album Stay Strong vorgestellt. Leider blieb sie nicht stark, denn am 25. Juli 2024 starb die Sängerin an den Folgen eines Krebsleidens.

Wie ich las, sollte ihr musikalisches Erbe auf diesem Album, Summertime, fortgeführt werden. Insofern ist diese Veröffentlichung als Kowa + Klein, man gründete sich unmittelbar nach Jennifer's Tod, gleichzeitig das Debüt und auch das Abschiedsalbum mit ihr. Mit dem Gitarristen/Keyboarder, dem Ehemann Win Kowa und dem Drummer und Keyboarder Marlon Klein finden sich erfolgreiche Musiker der deutschen Szene in der Band. Da fallen Namen wie Octopus, Straight Shooter, Streetmark, Real Axe Band, Dissidenten.

Mit Summertime führt die Band noch vorhandene Ideen von Jennifer fort, so wurden noch ihre Kompositionen berücksichtigt sowie noch vorhandene Vocal-Tracks. Es startet mit „Imagination“ und der brummelnde Bass und das federnde Schlagzeug leiten ein zu einem lockeren Song, ausgefüllt durch durch den Raum schwirrenden Gitarrensound. Und dann erklingt Jennifer's Stimme, neben dem gesprochenen Text zeigt sie sogleich ihre besondere Art des Gesangs. Sehr gefühlvoll wird dieser integriert in diesen Rocksound, der sich mit einer Prise Pop mischt.

Dazu gibt es mit „Dance“ noch eine weitere Variante, nämlich hier erklingen die Synthies und erzeugen einen programmiert wirkenden Sound, der mich jedoch weniger überzeugen kann und der in der Tat sehr künstlich auf mich wirkt. Und hier ist dann Jennifer's Stimme auch „verschwendet“, schade, weil sie gerade hier sehr kraft- und ausdrucksvoll singt.

Und nun der Titelsong der Veröffentlichung, Gershwin's Klassiker „Summertime“. Nun, es gibt wohl unzählige Versionen dieses Songs, hier eine weitere, die sich sicher nicht zu verstecken braucht, die ich jedoch nicht zu den brillantesten zählen möchte. So hat man versucht, den eigentlich recht swingenden und festlichen Charakter in ein Rockgewand zu packen, gesanglich gibt es jedoch nichts zu bemängeln, ein wenig anders die Stimme „eingekleidet“ , und das hätte einen Tick raffinierter klingen können.

Die hierfür von mir gewünschte Lockerheit im Arrangement finde ich dann schon eher bei „On The Road“, einer der für mich vorgelegten Höhepunkte der Produktion. Auch kann das melodiös vorgetragene „Sometimes“ punkten, der knackige Bass entführt etwas in Richtung Fusion, und Jennifer kann hier ihre Stimme gut entfalten, auch ein scharfer Song in seiner Gesamtheit.

Mit „Beautiful Tears“ wird eine tolle Ballade vorgestellt, aus meiner Sicht kann mich der Gesang auf diesem Song besonders überzeugen, die meiner Meinung nach beste Gesangsvorstellung, sehr emotional aus der Tiefe kommend und hervorragend und treffend artikuliert!



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Imagination (4:30)
2 Time Will Tell (3:46)
3 Dance (3:56)
4 Summertime (4:38)
5 On The Road (4:34)
6 What The World Needs (4:25)
7 Sometimes (4:22)
8 New York (4:53)
9 Beautiful Tears (3:29)
10 About Us (5:16)

Besetzung

Jennifer Kowa (vocals)
Marlon Klein (drums, keyboards, vocals)
Win Kowa (guitar, e-bow, keyboards)
Frank Itt (bass)
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So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger