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Reviews

Myrath

Reflections


Info

Musikrichtung: Oriental Metal

VÖ: 22.08.2025

(e-a-rMUSIK)

Gesamtspielzeit: 71:30

Internet:

https://www.myrath.com/
https://networking-media.de/
https://www.ear-music.net/

Die tunesische Band Myrath hatte ich zuletzt mit ihrem Album Karma vorgestellt. Nun gibt es eine weitere Veröffentlichung, Reflections, die, entsprechend ihres Albumtitels, reflektiert, weil es ein "Best Of"- Album ist.

So stammen die Songs von folgenden Alben: "Legacy" (# 1, 5, 6, 9, 11), "Tales Of The Sands" (# 2, 3, 12, 14), Shehili(#4, 8), Karma (# 7, 10, 13) und vom Livealbum Live In Carthage (#15).

Hierbei fällt auf, dass die ersten Alben, "Hope" und "Desert Call" , ausgelassen wurden, und die Alben drei und vier überwiegend berücksichtigt wurden im Verhältnis zu deren Nachfolgern. Doch etwas ist unklar. Denn laut der Angabe auf der CD soll der Song "Madness" eine Live-Einspielung sein, aufgeführt ist hier "Albums: Desert Call / Live at Carthage", doch auf dem Livealbum ist der Song gar nicht gelistet, jedoch auf der Platte "Desert Call". Offensichtlich handelt es sich um einen Track, der seinerzeit keinen Einzug auf der Livescheibe fand. Nun denn, hier können wir ihn jetzt hören.

Und zwar können wir “Oriental Metal“ oder “Blazing Desert Metal“ hören, so wie die Musik der Band bezeichnet wurde. Metal und Orient, das ist eine besondere Mischung, und wer das noch nicht kennt, hat mit dieser Kompilation eine gute Gelegenheit dazu, und die Band möglicherweise aus dem wohl noch bestehenden Status eines Geheimtipps zu befreien.

Durch die verschiedenen Zeiten der Bandgeschichte kann man feststellen, dass und wie sich der Sound im Laufe der Jahre verändert hat. So empfinde ich es so, dass die früheren Songs noch mehr vom typischen Metalsound progressiver Natur geprägt sind und die orientalischen Einflüsse weniger stark eingebunden wurden. Dieses zeigt sich deutlich spätestens ab Track 4, "Born To Survive", acht Jahre später als Track 2&3 entstanden. Diese symphonisch geprägte Verquickung von Metal, hier "Oriental Metal" mit den kulturellen Einflüssen aus Nordafrika und Nahost, ausgedrückt durch eingängige und sich rasch einprägende Melodien, ist es dieses Erachtens im Wesentlichen, dass die Besonderheit der Musik von Myrath ausmacht, dieses Erachtens hervorragend auf dem Album "Shehili" am treffendsten dargestellt, hier leider nur mit 2 Songs vertreten.

Neben dem immer druckvollen Sound sind es schließlich die arabischen Einflüsse, die die Songs in den Stand des Individuellen und einer Art von Eigenwilligkeit erheben, tolle Hooklines und packende Umsetzung können mitreissen, auch "Nicht-Metaller" könnten sich durchaus daran erfreuen.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Believer (4:32)
2 Merciless Times (3:29)
3 Beyond The Stars (5:17)
4 Born To Survive (3:34)
5 Get Your Freedom Back (3:57)
6 Nobody Lives (5:44)
7 Into The Light (4:54)
8 Dance (3:47)
9 Endure The Silence (4:45)
10 Candles Cry (4:07)
11 Duat (5:26)
12 Wideshut (5:25)
13 Words Are Failing (4:45)
14 Tales Of The Sands (5:20)
15 Madness (Live) (6:26)

Besetzung

Zaher Zorgati (lead vocals)
Malek Ben Arbia (guitars)
Kevin Codfert (eyboards, backing vocals)
Anis Jouini (bass)
Morgan Berthet (drums)
plus unterschiedliche Musiker auf den jeweilig genutzten Veröffentlichungen, wie zusätzliche Perkussion oder Streichinstrumente etc.
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So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger