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Symphonic live; The second Chapter
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Info
Musikrichtung:
Dark symphonic Pop
VÖ: 23.08.2024 (No Cut / SPV) Gesamtspielzeit: 97:23 Internet: http://www.mono-inc.com |

Mit Symphonic live; The second Chapter liegt nicht zum ersten Mal eine Mono Inc.-Veröffentlichung in extra fetter Verpackung vor. Aber das ist vielleicht insofern sachgerecht, als hier die Verpackung tatsächlich wertiger als der Inhalt ist.
In einem Taschenbuch-großen gebundenen 48-seitigem Hardcover-Buch befinden sich neben den 48 Seiten, die ein im Wesentlichen unkommentiertes Bilderbuch sind, zwei CDs, eine DVD und eine Blu-ray. Audio- und Video-Version enthalten im Wesentlichen den identischen Content. In der reinen Audio-Version (97:23) fehlen die längeren Ansagen, so dass die Video-Spielzeit etwa fünf Minuten länger ist.
Das dokumentierte Konzert war in zwei Akte geteilt. CD 1 enthält den ersten ruhigeren Akt, in dem Martin Engler zum Teil nur von einem sechsköpfigen Orchester begleitet wird, dessen Mitglieder in schwarze Umhänge und Pechmasken gekleidet sind. Die Band, die erst nach und nach dazu kommt, hält sich weitgehend zurück. Außer dem finalen „Revenge“, das zum zweiten Akt überleiten soll, geht dieser Akt sehr gleichförmig über die Bühne. Im Prinzip beginnt das Konzert erst danach. Mono Inc. haben sich im ersten Akt zur Vorband ihrer selbst gemacht.
Der zweite Akt startet kraftvoll melodisch mit „Heartbeat of the Dead“ und einem der Band-Klassiker „Ravenblack“. Bühnenbild und vor allem die Lightshow sind ganz großes Kino – und der pathetische Auftritt von Engler und der ihm teilweise auch als Co-Lead-Sängerin begleitenden Schlagzeugerin Katha Mia fesselt einen Moment lang.
Auf Dauer aber bleibt nicht verborgen, dass die Basis der Kompositionen doch eher simpel und Engler in seiner Ausdrucksfähigkeit recht begrenzt ist. Was in der Video-Version durch die dramatische Inszenierung etwas im Verborgenen bleibt, wird in der Audio-Version immer deutlicher und führt bald zum Überdruss.
Dem Publikum ist’s egal. Der simple Stampfrhythmus von „From the Ashes” wird durch das brave Mitklatschen des euphorisierten Publikums nur zu deutlich. Aber das hat bereits zuvor den textlich und musikalisch Schlager-Kitsch von „Lieb mich“ freudig ertragen. Da hätte man sich nicht gewundert, wenn Engler Roland Kaiser als Gast auf die Bühne gebeten hätte.

Trackliste
1 Louder than Hell (3:50)
2 Seligkeit (4:08)
3 When the Raven dies tonight (5:08)
4 If I fail (5:54)
5 Nemesis (4:36)
6 Alles was bleibt (4:34)
7 Revenge (5:54)
Akt 2
8 Heartbeat of the Dead (4:40)
9 Ravenblack (4:53)
10 Still (4:54)
11 Wiedersehen woanders (5:11)
12 Piano Interlude (1:56)
13 At the End of the Rainbow (4:49)
14 Lieb mich (4:51)
15 From the Ashes (7:44)
16 In my Heart (4:32)
17 Voices of Doom (7:25)
18 Children of the Dark (8:03)
19 Potter's Field (4:18)
Besetzung
Katha Mia (Dr, Voc)
Carl Fornia (Git, Voc)
Val Perun (B, Cajon, Voc)
Gäste:
Ilja John Lappin (Cello)
Sung-Yueh Chou (Cello)
Felicitas Fischbein (Violine)
Maline Zickow (Violine)
Ida Luzie Philipp (Viola)
Simon Zlotos (Piano)
So bewerten wir:
| 00 bis 05 | Nicht empfehlenswert |
| 06 bis 10 | Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert |
| 11 bis 15 | (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert |
| 16 bis 18 | Sehr empfehlenswert |
| 19 bis 20 | Überflieger |

