Reviews
Power Plant
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Info
Musikrichtung:
Power Metal
VÖ: 29.03.1999 (Noise) Gesamtspielzeit: 63:34 Internet: http://www.gammaray.org |

Da von Kai Hansen nach seinem Ausstieg bei Helloween gegründet, galten Gamma Ray von Anfang an als eine Art Ableger der hamburger Speed-Metal Pioniere. Wie so oft, ist das genauso richtig wie falsch. Natürlich stehen sie mit ihrem stets schnellen Metal, der immer wieder hymnische Spitzen und poppige Refrains in den Fokus stellt, eindeutig in der Helloween-Tradition. Auf der anderen Seite stellen sie das Melodische und Fröhliche, das immer auch Teil von Helloween war, noch stärker heraus. So hätten sich Helloween eine Cover-Version des Pet Shop Boys Smashers „It’s a Sin” wohl kaum leisten können.
Der Opener „Anywhere in the Galaxy“ überzeugt sofort und auf ganzer Linie, eine fantastische, lebensfrohe Power Metal Nummer mit gelungenen Lead-Gitarren. Im Prinzip kann man das von allen Titeln sagen. Eventuell erwähnt man dann noch den unwiderstehlichen Mitgröhl-Refrain des Party Metals „Gardens of the Sinner“, das etwas kernigere „Short as Hell“, dem das fast schon unmetallisch melodisch gesungene „Wings of Destiny“ folgt, das aber nicht auf Riff-Gewitter verzichtet, oder den schnellen hymnisch gesungenen Happy Metal „Strangers in the Night“.
Opus magnum des Albums ist der finale Semi-Longtrack „Armageddon“. Standesgemäß bietet er viel Abwechslung. Da gibt es einen tollen Power-Refrain, starke hymnische Chöre und eine Gitarre, die jault, als wäre sie von Queen geklaut.
`Armageddon´ ist nicht der einzige biblische Terminus, der in den Texten von Power Plant auftaucht. Die Band, die im Laufe ihrer Karriere ja gerne mit dem taoistischen JinJang-Logo gearbeitet hat, scheint insgesamt einen positiven Zugang zu Hoffnung stiftender Religiosität zu haben. Auch wenn sich Gamma Ray nicht so deutlich christlich positionieren wie Helloween im 2003er Interview, ist eine Nähe kaum zu leugnen.

Trackliste
| 1 | Anywhere in the Galaxy | 6:35 |
| 2 | Razorblade Sigh | 5:00 |
| 3 | Send me a Sign | 4:05 |
| 4 | Strangers in the Night | 6:04 |
| 5 | Gardens of the Sinner | 5:55 |
| 6 | Short as Hell | 3:55 |
| 7 | It's a Sin | 4:57 |
| 8 | Heavy Metal Universe | 5:23 |
| 9 | Wings of Destiny | 6:24 |
| 10 | Hand of Fate | 6:07 |
| 11 | Armageddon | 8:44 |
Besetzung
Dan Zimmermann (Dr)
Dirk Schlächter (B)
Henjo Richter (Git, Keys)
Gast:
Piet Sielck (Ad. Back Voc <10>)
So bewerten wir:
| 00 bis 05 | Nicht empfehlenswert |
| 06 bis 10 | Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert |
| 11 bis 15 | (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert |
| 16 bis 18 | Sehr empfehlenswert |
| 19 bis 20 | Überflieger |

