····· Rio Reiser wird mit einer Cover-Version-Compliation geehert ····· Frank Schäfer erzählt die Geschichte von Motörhead auf Deutsch ····· Karin Bachner und „The Pocket Big Band“ swingen sich in Weihnachtsstimmung ····· Weckörhead haben ihre eigene Zeitrechnung.  ····· Cheap Trick gehen in den Waschsalon ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

The Kinks

The Journey; Part 3


Info

Musikrichtung: (Hard) Rock

VÖ: 11.07.2025

(BMG)

Gesamtspielzeit: 102:53

Die Jahre 1977 bis 1984, auf die diese Compilation zurückblickt, sind sicher nicht die Hochzeit der Kinks. Gechartet sind die sieben Alben, die sie in dieser Zeit veröffentlicht haben, vor allem in den USA; dort in der Regel in den Top 20. In ihrer Heimat wurden ihre Alben zu dieser Zeit schon seit zehn Jahren von den Charts ignoriert. Die potenteste Single war 1982 „Come dancing“ vom Album State of Confusion, eine #6 in den USA, eine #12 im UK und eine #13 in der Schweiz. In Deutschland waren die Kinks 1970 letztmalig in Erscheinung getreten.

Das heißt nun aber nicht, dass die Compilation ohne Reiz ist. Neben der eher müden Ballade „Misfits“, dem banalen Pop-Song „Sleepwalker“ und einigen Fillern sind sechs sehr brauchbare Nummern am Start. Neben dem Highlight „Come dancing“ sind das die Rocker „Destroyer“, „Catch me now I’m falling” mit seiner tollen Gitarrenarbeit und „Around the Dial“. Dazu kommt das etwas stampfende „(I wish I could be like) Superman” mit deutlichem 80er Jahre Pop-Sound und der groovende bluesige Heavy Rock „Low Budget”, die Nummer zwei nach „Come dancing“.

Warum man dieser Compilation ein Konzert aus dem Jahre 1993 beigestellt hat, wissen die Götter. An der Qualität des Konzertes kann es nicht gelegen haben. Die fünf erinnern mal an die Stones („Low Budget“), an die Doors („I’m not like everybody else”), machen auf Fun („Apeman”), wilde Mods („ Till the End of the Day“) oder Pop-Songwriter („Celluloid Heroes“).

Mit dem sehr kurz angespielten „Dedicated Follower of Fashion“ beginnen sie in der Hit-Kiste zu kramen. Dabei entsteht eine gute Kommunikation mit dem Publikum. Wirkliches Live-Feeling entsteht aber erst mit dem grandiosen „You really got me“, das bereits in dem mehr als blassen Opener „One of our DJs is missing“ zitiert wurde. Danach folgt mit „Days“ ein blasser Abgang.

Die Edition wartet mit einem ausführlichen Booklet auf, das Liner Notes zur Compilation und zum Konzert enthält, sowie aktuelle (2025) Kommentare von Ray Davies, Dave Davies und Mick Avory zu den zwölf Titeln der ersten CD.



Norbert von Fransecky

Trackliste

CD 1: The Journey Part 3; 1977-1984 newly remastered
1 Catch me now I'm falling (4:14)
2 (I wish I could be like) Superman (3:36)
3 A Rock'n'Roll Fantasy (5:03)
4 Sleepwalker (4:03)
5 Living on a thin Line (4:10)
6 Come dancing (3:57)
7 Around the Dial (4:47)
8 Do it again (4:11)
9 Better Things (3:01)
10 Destroyer (3:46(
11 Low Budget (3:52)
12 Misfits (4:44)

CD2: Live at the Royal Albert Hall, 1993
1 One of our DJs is missing (2:13)
2 Till the End of the Day (2:13)
3 Where have all the good Times gone (2:47)
4 Low Budget (4:49)
5 Apeman (2:03)
6 Phobia (3:40)
7 Only a Dream (4:50)
8 Scattered (3:27)
9 Celluloid Heroes (5:29)
10 I'm not like everybody else (6:31)
11 Dedicated Follower of Fashion (1:49)
12 The Informer (3:50)
13 Death of a Clown (1:22)
14 Sunny Afternoon (2:12)
15 You really got me (2:44)
16 Days (3:30)

Besetzung

CD 1
Raymond Douglas Davies (Voc, Git, Keys)
Dave Davies (Lead Git, Voc)
Ian Gibbons (Keys)
John Gosling (Keys)
John Dalton (B)
Roan Lawrence (B)
Andy Pyke (B)
Jim Rodford (B)
Mick Avory (Dr, Perc)
Bob Henrit (Dr, Perc)

CD 2
Raymond Douglas Davies (Voc, Git, Keys)
Dave Davies (Lead Git, Voc)
Jim Rodford (B)
Bob Henrit (Dr, Perc)
Mark Haley (Keys, Back Voc)
Zurück zum Review-Archiv
 


So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger